Die Grabgestaltung

    • Die Grabgestaltung

      Ich habe lange überlegt und mich dann dafür entschieden, auch die Grabgestaltung mit in dieses Thema zu nehmen, da ein Grab ja auch eine Form vom Beet darstellt, wenn gleich auch ein besonderes. Hier soll es nun auf gar keinen Fall darum gehen Anderen vorzuschreiben wie sie das Grab eines lieben Verstorbenen zu pflegen haben, auch nicht darum wer das schönste Grab hat oder wer wie viel Zeit mit dessen Pflege verbringt. Wenn ihr die Grabpflege in professionelle Hände gegeben habt, also eine Gärtnerei mit der Pflege beauftragt habt, dann ist das völlig in Ordnung und bedarf auch keiner Rechtfertigung.

      Hier soll es jetzt darum gehen, wie wir die Gräber unserer Verstorbenen pflegen und gestalten können. Ich würde mich über Tipps zur pflegeleichten und dauerhaften Bepflanzung freuen. Welche Erfahrungswerte habt ihr? Wie kann man ein Grab würdevoll bepflanzen, so dass es ansprechend und gepflegt ausschaut, aber keine tägliche Pflege benötigt?

      Wer möchte darf hier auch gerne Fotos zeigen, eventuell macht ihr die persönlichen Angaben auf dem Grabstein vorher unleserlich. Wenn ihr bei dieser Bildbearbeitung Hilfe benötigt schreibt mich gerne per PN an.
      Wer weiter denkt-
      kauft näher ein.
    • Und hier traut sin keiner zu schreiben? Dieses Thema wurde doch so gewünscht!
      Nun, ich habe da gleich mal eine Frage an euch, der Winter steht ja bald vor der Tür…Volkstrauertag und Totensonntag nahen ebenfalls, Zeitpunkte an denen viele die Gräber für die dunkle Jahreszeit "fertig machen". Wie macht ihr das? Legt ihr einen Kranz aufs Grab? Deckt ihr es mit Reisig ab?
      Wer weiter denkt-
      kauft näher ein.
    • Es erschreckt mich manchmal, wenn ich hier in der Großstadt über die Friedhöfe gehe und total vernachlässigte Gräber sehe - niemand scheint sich zu kümmern!
      In meiner Heimat auf dem Land hingegen erschreckt mich der Konkurrenzkampf: Welches Grab ist am pompösesten, am besten gepflegt - hat den meisten Kitsch (Engelkes und so)??
      Eine Zeitlang war es zuhause "in", das Grab mit einer Marmorplatte zu belegen (pflegeleicht auf Jahre hin!).
      Das Grab meiner Eltern ist durch ein Kreuz gekennzeichnet; links unten und oben rechts sind Steinchen - der Rest ist bepflanzt. Die Steinchen sind mit einer hübschen Grablaterne und saisonal bepflanzten Blumenschalen versehen. Die Steinchenflächen sind gar nicht pflegeleicht!
      Ein leichter Wind, und jede Menge unerwünschtes Zeugs klemmt sich zwischen die Steine.
      Pflegeleicht ist das Grab nicht, aber "bei uns" geht man wöchentlich mindestens einmal zum Friedhof.

      Hier in Düsseldorf nicht: Meine Nachbarin, 1988 verstorben, hat ihr Vermögen einer sozialen Organisation vermacht.
      Diese zahlt die preiswerteste Grabpflege - und: Hut ab! das ist mit einem Buchsbaum-ähnlichen Zeugs bepflanzt, wird aber regelmäßig gepflegt (gegossen, geschnitten) und sieht noch immer pikobello aus (wenn auch nicht superschön).
      Das freut mich dann immer, wenn ich die rundherum vernachlässigten Gräber sehe.
      Ich würde ein Grab mit Dauergrün versehen, und saisonal Blumenschalen oder Gestecke dazu geben.
      Ich würde es nicht quadratisch oder rechteckig gestalten: ich liebe geschwungene Beete, das lockert die vorgegebene strenge Form auf. :zopfie_ja
      Erfolg besteht zu 10 % aus Inspiration, -
      zu 90 % aus Transpiration. (Philip Rosenberg)
    • Na dann will ich mal ein paar Fotos zeigen, wie es auf dem Grab meiner Großeltern ausgesehen hat. Die Fotos sind von 2012, kurz nachdem Oma im Nov. 2011 gegangen ist. Beide wollten gemeinsam in ein Urnengrab mit Umrandung aber ohne Stein und einer Buchsbaumhecke. Die Bepflanzung und Pflege übernahm/ übernimmt mein Onkel, denn er wohnt fast nebenan, während wir anderen alle 300 km und mehr weg wohnen. Insofern hat er freie Hand und hat sich da auch erstmal ausgetobt.
      Das erste Bild zeigt die Winterabdeckung, wobei ich sagen muss, dass sich das Gesteck echt gut gehalten hat über den Winter 2011/2012.
      Das zweite Bild zeigt dann schon die erste Frühjahrsbepflanzung mit eine Strauss zu Opa´s Geburtstag. Als drittes zu Oma´s Geburtstag im Mai. Da darf es dann auch ruhig ein bissel Flieder als Strauss sein, den hat sie geliebt und immer zum Geburtstag geschenkt bekommen :zopfie_ja Wie man sieht, besteht die Frühjahrsbepflanzung in erster Linie aus Stiefmütterchen.
      Im Sommer wurde dann gewechselt auf Eisbegonien. Als Oma noch lebte, gab es auch gerne mal Geranien.
      Da mein Onkel aber 2012 krank wurde und nicht mehr so konnte, haben wir ihn dann im Herbst zu einer Dauerbegrünung überredet, die mit Strauss oder Schale mittig aufgelockert werden kann. Ein aktuelleres Bild davon hab ich momentan allerdings leider nicht.
      Was Oma toll fand, wir aber inzwischen nicht mehr machen, sind die Steinchen rund um das Grab. Finden wir alle nicht so schick und wie Marcu schon schreibt, es verfängt sich alles darin. Die noch liegenden Steinchen werden liegen bleiben, aber wir werden keine neuen aufschütten :zopfie_nein
      Dateien
      • 2012-02.jpeg

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      Wer sich über das freut, was er hat,

      hat keine Zeit mehr, über das zu klagen, was er nicht hat.


      (Ernst Ferstl)

      :smilie_fischteich
    • Das ist hübsch, Maedi! Ich habe auch ein Bild gefunden:
      up.picr.de/14407352th.jpg

      Trotz Urnen wollte mein Vater kein Urnengrab, sondern ein Einzelgrab. Bei uns ist "Grab an Grab";
      ich denke, meinem Vater hätte die strenge Gestaltung nicht gefallen; aber ich hatte kein Mitspracherecht.
      (Bin auch viel zu weit davon entfernt - das war schon okay so!) :zopfie_zwinkgrins
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    • Sind wirklich geschmackvoll, Maedi und marcu.
      Ich wohne ja direkt neben dem friedlichen Hof... bei Weitem sind nicht alle so geschmackvoll, aber das ist ja auch Geschmackssache.
      Ich selbst habe noch kein Grab zu pflegen, zum Glück. Also, jetzt nicht wegen dem Pflegen. Aber ich persönlich fände es schön, wenn das Grab - soweit möglich - irgendwie an den Verstorbenen erinnert. Mit bestimmten Blumen, Pflanzen oder Farben zum Beispiel. Es dürfte durchaus auch fröhlich aussehen, ganz nach Menschentyp.
      Aber es kommt ja auch darauf an, ob das Grab im Schatten, unter einem Baum oder in der Sonne ist.
    • Wir haben zur Zeit auch keines zu pflegen aber ich bin Patin eines Strassenkreuzes und da werde ich wohl noch etwas machen zur Zeit steht da eine Fette Henne und eine Taglilie.

      Ich würde auch das Grab schön bepflanzen wahrscheinlich viele bunte Pflanzen und wahrscheinlich eine Rose, je nachdem wie der Platz wäre aber ich hoffe das liegt noch weit vor mir.

      Eure Gräber sehen sehr ansprechend aus.
      ,, Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben,hat uns die Natur reichlich geschenkt." Sebastian Kneipp :rosenbluete
    • Ich hab seit etwa eineinhalb Jahren zwei Gräber zu pflegen. Da ich auch kein so großer Fan von den Klassikern (Eisbegonien, Stiefmütterchen, Heide..) bin, und ich auch nicht alle zwei Tage zum gießen hinrennen will, experimentiere ich mit verschiedenen Stauden herum, die dann mit Saisonblumen ergänzt werden.

      Bei dem Grab meiner Oma sah meine Auswahl am Anfang nicht schlecht aus, mitlerweile hab ich aber einen Teil schon wieder entfernt oder umgepflanzt. DSCF0333 (Small).jpg
      Der bunte Euonymus am Kopf des Beetes war schon vorher da, ich mag den nicht so, hab den aber erstmal gelassen. Der Storchschnabel hat schön schnell dicht gemacht, wurde aber schnell zu hoch und wucherig. Die Hosta hatte eine gute Höhe, war aber schneckenbedigt auch selten ansehnlich, beides also wieder raus! Der Frauenmantel ist schön, wenn man ihn von Zeit zu Zeit wieder teilt, und nur kleinere Stücke drin lässt, er ist jetzt überwigend ans Kopfende gewandert. Die Katzenminze steht jetzt an Stelle der Hosta, die Elfenblume war schnell überwuchert und darf sich jetzt erholen. Die Polsternelken sind auf dem Foto noch in Abstich-Zustand, haben sich aber mit am besten gemacht. Der Blauschwingel gefällt mir auch nach wie vor und harmoniert schön mit der Nelke. DSCF1322 (Small).jpg
      Das Sternmoos konnte sich auf diesem Grab nicht durchsetzen, an dieser Stelle und in den übrigen Lücken sind jetzt Polsterglockenblumen.

      Auf dem Grab meiner Mutter war ich sparsamer mit der Pflanzenauswahl, es besteht fast nur aus Sternmoos (Sagina subulata) und Frauenmantel. Dank meiner Schwester, die hier oft gießt, macht sich das Sternmoos hier prima.
      DSCF2330 (Small).JPG DSCF2331 (Small).JPG

      Alles nichtpflanzliche auf den Gräbern ist übrigens nicht von mir, mitunter wird es so viel, dass es mir schwerfällt, das noch in die Bepflanzung zu integrieren, bzw. ich seh kaum noch was, vor lauter Engelchen :zopfie_augenroll .

      Fazit: Anders als bei einem größeren Beet scheint mir bei Gräbern die Höhe von Pflanzen mit am entscheidensten zu sein. Dabei können 5 cm schon den entscheidenden Unterschied machen, und es sieht schon nicht mehr stimmig aus.
      Ich probier weiter aus...
    • Auch wenn die Bepflanzung manchmal nicht so gelingt, wie ich es gern hätte, richtig Spass macht mir die Winterabdeckung. Allerdings hab ich es im letzten Winter bei beiden Gräbern geschafft, erst die Abdeckung zu machen, um dann festzustellen, dass ich ja noch Zwiebeln setzen wollte (also alles wieder runter und ein zweites Mal) :zopfie_kopfwand .
      Dateien
    • Boah! Das Grab deiner Oma so was sieht man selten. Da hast du dir richtig richtig Extra-Mühe gegeben. Ganz toll!

      Und die Abdeckungen :zopfie_daumen nicht einfach Abdeckung drauf, sondern richtig schön und kreativ.

      Das mit den vielen Figürchen sehe ich oft, wäre jetzt auch ganz und gar nicht mein Fall, aber ist Geschmachssache :zopfie_achselzuck So wie es den Leuten eine schöne und tröstende Erinnerung an den Verstorbenen bereitet, so ist es klasse :zopfie_ja
    • jael, die Gräber sind eine Wucht! DAS wäre so ganz mein Geschmack, und auch der meines Vaters gewesen...
      Leider bin ich zu weit weg, um "mal eben zum Friedhof zu fahren": eine Strecke 130 km.
      Bei den von Dir zu pflegenden Gräbern sieht man richtig, wie viel Liebe reingesteckt wird! :zopfie_daumen :zopfie_rose
      Erfolg besteht zu 10 % aus Inspiration, -
      zu 90 % aus Transpiration. (Philip Rosenberg)
    • :zopfie_knicks Vielen Dank für das Lob.
      Ich wollte hier übrigens nichts gegen die typischen Wechsel-Grabblümchen sagen. Bei den Bildern von Marcu und Schlimmesmaedi, sind die Beete ja auch damit schön durchmischt und liebevoll arrangiert. Hier in Hamburg sind die Beete oft einheitlich nur mit Stiefmütterchen (bzw. Eisbegonien oder Heide) bepflanzt. Das wirkt zwar gepflegt, aber auch oft etwas öd...
      Eisbegonien sind mir auch tatsächlich nix, ich mag schon das glasige Gefühl beim Pflanzen nicht. Allerdings sind die wirklich sehr, sehr blühwillig an fast jedem Standort, und überstehen auch mal kurze Trockenheit.

      Schlimmesmaedi schrieb:

      Da mein Onkel aber 2012 krank wurde und nicht mehr so konnte, haben wir ihn dann im Herbst zu einer Dauerbegrünung überredet, die mit Strauss oder Schale mittig aufgelockert werden kann.

      Das finde ich meist die schönste Lösung. Der Pflegeaufwand ist deutlich geringer, und oft wirkt auch ein kleiner Farbkleks im grün edler, als eine komplett bunte Fläche, grad wenn die Fläche so klein ist. Im Prinzip ist das bei meinen beiden Gräbern auch so. Bei dem Grab meiner Mutter sieht man es auf dem Foto grad nicht, aber da wo die braunen Flecken sind, stecken meist Vasen, die das fleissige Schwesterchen meist wechselt.
      Da ich zwar die Bepflanzung gemacht hab, aber deutlich seltener da bin, stell ich eher Schalen. Die letzte war mit einer violetten Aster, einer Topfrose, Stacheldrahtpflanze und einem wunderschönen weiß-blauen Enzian, leider hab ich kein Foto gemacht.

      Schlimmesmaedi schrieb:

      Was Oma toll fand, wir aber inzwischen nicht mehr machen, sind die Steinchen rund um das Grab. Finden wir alle nicht so schick und wie Marcu schon schreibt, es verfängt sich alles darin.
      Hier ist das auf vielen Friedhöfen gar nicht erlaubt, da die Gräber oft in einer Rasenfläche liegen. Wenn dann der Gärtner mit dem Fadenschneider kommt, gibt das gefährliche Geschosse.
      Die edlen Kanten von euren Gräbern, sind hier auch eher selten, am häufigsten noch auf kirchlichen Friedhöfen. Die Leute pflanzen stattdessen oft Hecken oder bauen Beton-Palisaden ein (was meist nicht gaanz so stilvoll wirkt). Manchmal werden auch einfach Plastikzäunchen gesteckt (Plastik ist übrigens auf den meisten Friedhöfen auch untersagt). Ich finde, dass man eine so winzige Fläche von ein oder zwei Quadratmetern nicht unbedingt einfrieden muss (wobei diese Granitkanten passend zum Grabstein schon geschmackvoll sind, und Friedhöfen oft ein recht großartiges Gesamtbild verschaffen).

      Was mir grad noch einfällt: Jetzt fängt ja die dunkle Jahreszeit wieder an, und es werden wieder viele Kerzen gestellt. Da ich ziemlich genau weiß, wie diese typischen roten Grablichter von Wind und Laubgbläsen über den Friedhof geweht werden, bin ich absolut gegen elektrische Grablichter!! :zopfie_dudu Selbst wenn diese Batteriedinger nicht im Gebüsch landen, und da ihr Gift auslaufen lassen, werden sie bestenfalls von den Angehörigen in den Friedhofsmülleimer geworfen, wo sie ja auch nicht hingehören.
    • In Düsseldorf und auch in Sundern gibt es diese Grab-Einfassungen. Hier und dort ist: "Grab-an-Grab".
      Da kann man beim Bepflanzen über die Einfassungen eiern, und sich bemühen, die Nachbargräber nicht zu betreten.
      Da ist alles *dichtandicht*; ich seiltanze da immer auf dem Grab meiner Eltern, wenn ich eine neue Schale hinbringe. Ich möchte ja ungern das Grab meiner Eltern betreten - außer zum Bepflanzen - und auch nicht die Nachbargräber.
      Ich sollte mal ein Bild machen, wenn ich wieder in Sundern bin. Unglaublich, welcher Konkurrenzkampf da tobt, auf dem Friedhof!
      Mein Vater hat sich gewünscht, dass nicht so irgendwelche kleine Putten oder "liebgemeinte Steine" auf sein Grab kommen.
      WIR hätten das eh' nicht gemacht.
      Zu Lebzeiten haben wir ihm gesagt: dass er ein toller Mann ist, und dass wir ihn lieben.
      Da braucht es jetzt nimmer solchen Kitsch, sorry!
      Erfolg besteht zu 10 % aus Inspiration, -
      zu 90 % aus Transpiration. (Philip Rosenberg)
    • Also die Grabgestaltungskreationen Von jael bolívar sind einfach umwerfend. Da müßte ich mich wirklich schämen, denn ich habe voriges Jahr auf dem Garb meiner Eltern eine Platte anfertigen lassen mit einer Vase. Das Grab ist nicht gerade um die Ecke und ich hatte und habe nicht jeden Tag Zeit hinzufahren und Blumen zu gießen. Ich hab da nämlich schon mal von der Stadt einen hübschen Brief bekommen dass das Grab besser gepflegt werden soll, sonst gibt es Strafe. Es war zwar sehr teuer, aber das war dann die bessere Alternative. Einmal oder zweimal im Monat bringe ich einen frischen Blumenstrauß hin und ein Korb mit dauergrünen Gewächsen ist auch noch dort. Denen macht der viele Regen oder die viele Sonne nichts aus, der Korb sieht immer hübsch aus.
      lg
      Dumme rennen,
      Kluge warten,
      Weise gehen in den Garten: :zopfie_engelteufel


      Meine Tauschgarten Angebote: tauschgarten.de/user.php?id=3971
    • litita schrieb:

      Das Grab ist nicht gerade um die Ecke und ich hatte und habe nicht jeden Tag Zeit hinzufahren und Blumen zu gießen.
      Das geht ganz vielen Leuten so, und niemand muss sich dafür schämen :zopfie_nein . Deine Variante ist bestimmt auch schön, und deinen Möglichkeiten absolut angepasst. Die Friedhofskultur verändert sich ohnehin sehr stark. Familien wohnen zerstreut, anonyme Beisetzungen nehmen zu usw. Außerdem gibt es auch viele Leute, die pflegeleichte Varianten wählen, weil sie einfach nicht gern auf Friedhöfe gehen. Das ist alles in Ordnung :zopfie_ja !

      kruemel schrieb:

      Leider werden bei uns auf dem Altoner Friedhof Pflanzschalen die



      nicht grade nach "Friedhof" aussehen gerne "mitgenommen". Schade das.!!
      Auch das scheint mir (zumindest in Hamburg) auf den überkonfessionellen Friedhöfen häufiger vorzukommen, als auf den kirchlichen, aber passieren tut das wohl überall. Ich find das auch sehr schlimm, Kruemel. Grad wenn Leute noch in der Trauerphase sind, ist das furchtbar. Wenn man da schon drüber hinaus ist, bringt es aber wenig, sich graue Haare deswegen wachsen zu lassen. Man kann nichts tun, solche Leute werden selten geschnappt :zopfie_traurigja ...
    • Noch kurz zu den Schalen: Hier muss man das wahrscheinlich nicht erwähnen, aber Mitglieder aus meiner Familie stellen häufig Pflanzen in Schalen ohne Abzugslöcher auf die Gräber. Das funktioniert fast nie, ein Regenschauer und die Pflänzchen sind ersoffen. Das ist dann einer der wenigen Fälle, wo ich 'eingreife', und die Pflanzen da raushol, bevor sie krepieren.

      Bei den Engeln, Büchern, Wichteln, Steckbienchen usw halt ich mich zurück, auch wenn es mir, grad bei Massenaufkommen, schwer fällt. Ich kann niemandem verwehren, auf seine Art zu trauern. Nur den Elektroschrott in Form von 'Kerzen' (siehe oben) hab ich mir verbeten, da hört es für mich dann auf...
    • Einen tonnenschweren Deckel (Granit - oder Marmorplatte) drauflegen,
      hatte sich meine Mutter gewünscht. "Weil, das ist pflegeleicht"
      Als absehbar war, dass mein Vater zuerst geht, habe ich nochmal nachgefragt.
      "Mary - ich möchte das nicht! Es nimmt einem ja die Luft weg"
      :zopfie_brille
      Also hat er ein "normales" Grab bekommen.
      Erfolg besteht zu 10 % aus Inspiration, -
      zu 90 % aus Transpiration. (Philip Rosenberg)
    • Warum sollte man hier nicht kichern dürfen? :kichergirl

      Er wollte eingeäschert werden, aber kein Urnengrab!
      ("So ein kleines Ding, was nicht wie ein Grab aussieht")
      Meine Eltern sind zusammen in einem normalen Einzelgrab.
      Ich hätte es anders gestaltet, aber es ist immer pikobello gepflegt, wirklich! :zopfie_five
      Erfolg besteht zu 10 % aus Inspiration, -
      zu 90 % aus Transpiration. (Philip Rosenberg)