Der Aufbau des Komposthaufens (T.d.M. November 2015)

    • Wie leibt alles an Ort und Stelle?

      Wie schon im anderen Thread geschrieben möchte ich ganz neue Kompost-Haufen anlegen u.A. freie Haufen, nun stellt sich mir die Frage wie ich es schaffe das dann auch alles weitestgehend an Ort und Stelle bleibt und nicht vom Wind durch die Gegend getragen und wohlmöglich vermischt wird. Wie verhindert man dieses also? Was ist die oberste Schicht?
      Wer weiter denkt-
      kauft näher ein.
    • ralui schrieb:

      Was darf eigentlich alles auf den Kompost und was nicht? Und wenn man einen gemischten Haufen hat, was darf da in welcher Reihenfolge rauf? Wie beugt man Ratten vor?


      Hat hierzu keiner einen Rat für mich? Mich interessiert das persönlich nun wirklich sehr, da wir ohnehin etwas mit Ratten zu kämpfen haben...ist das einfach etwas womit ich dann am Kompost leben muss? Locke ich damit nicht erstrecht Ratten kann oder ist das nicht zu befürchten solange nichts gekochtes darauf kommt?
      Wer weiter denkt-
      kauft näher ein.
    • ralui schrieb:

      Hat hierzu keiner einen Rat für mich?
      Ich bin da eher vorsichtig, auf meine Kompost kommen keinerlei Küchenabfälle (obwohl - sowas wie Kartoffelschalen und Gemüsereste würde vermutlich uach gehen?) sondern eben nur Gartenabfälle.
      Eben weil ich leider keine Ahnung habe wie Küchenabfälle richtig kompostiert werden (und vor allem welche :zopfie_verlegen )
      Unsere Fellnasen: Maja *15. Mai 2016 - Willi 15. Mai 2016 - 25. Juni 2017 - Felix * vermutlich September 2016

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    • Also ich hab da nichts zu geschrieben, weil ich sicherlich nicht den perfekten Kompost habe. :zopfie_peinlich
      Ich versuche immer, so gut wie möglich alles zu mischen. Also Küchenabfälle (nichts gekochtes) und weiche Gartenabfälle und Strauchschnitt im Wechsel. Klappt natürlich nie so ganz richtig. Denn die Sachen fallen ja nicht regelmäßig an. im Garten hat man ja zu bestimmten Jahreszeiten mal mehr und mal weniger Abfall.
      Wenn zu viel Strauchschnitt anfällt, mach ich auch neben dem Kompost nochmal eine Extra-Ecke, wo ich dann nach Bedarf den Schnitt auf den Kompost gebe.
      Nach ein paar Monaten schichte ich einmal um. Dann ist meißt schon der untere Bereich kompostiert.

      Mit Ratten haben wir hier nichts zu tun. Aber im Allgemeinen sagt man ja, daß die nur von gekochten Küchenabfällen angezogen werden. Aber da hab ich keine Erfahrung und weiß das nicht mit Sicherheit.
      Aber wenn ich bedenke, daß in einem Garten ja sowieso immer Äpfel/Obst vom Baum fällt und dort vergammelt, könnte man auch Apfelschalen durchaus auf den Kompost geben. Das gleiche gilt ja auch für Kartoffeln, Möhren usw.

      Aber wenn ihr wirklich viel mit Ratten zu tun habt, würd ich da eher erstmal wenig oder gar keine von solchen Sachen auf den Kompost geben. Und auch zusehen, daß nichts davon im Garten liegen bleibt.
    • Man findet im Netz ganz viele Tabellen, was rauf darf und was nicht - ich darf die betimmt nicht hier rein kopieren :zopfie_peinlich

      Ich habe 2 Kompostmieten und liebe sie! Wir haben in kurzer Zeit herrlichen Kompost.

      Ich halte mich daran - nichts Gekochtes darauf zu geben. Ich gebe aber jegliche Art von Küchenabfällen drauf. Zitrusfrüchte nur in kleinen Mengen - ich habe gelesen, die Würmer mögen die Säure nicht! Kaffeesatz hingegen lieben sie! Sie lieben auch die ein oder andere Seite Zeitungspapier oder Küchenpapier. Davon ist nach ganz kurzer Zeit nichts mehr zu finden. Eierschalen kleingekrümelt zersetzen sich schneller. Bei Kleintierstreu rotten die Spähne schlecht - da nehmen wir jetzt Pellets (Holz oder Stroh).
      Es rottet auch das Eichenlaub dahin - was nach Jahren noch taufrrisch aussiehr - Thuja und Kischlorber. Die schreddere ich jetzt immer.
      Große Staudenabschnitte vom Frühjahr werden auch geschreddert. Die landen aber dann meist auf dem Weg und nicht auf dem Kompost.
      Rasenschnitt wird gleichmäßig verteilt - landet meist aber auch als Mulchschicht auf dem Beet.

      Ansonsten halte ich es ganz enstpannt mit dem Kompost - kein Umsetzen, kein Sieben... und es kunktioniert sehr gut (manchmal vermische ich es etwas - aber das macht mir auch enormen Spass. Dabei passe ich höllisch auf, keine Blindschleiche zu stören...)

      Ich lass mir immer noch die Abfälle von Bekannten geben - meine eigenen reichen mir nicht :zopfie_zwinkgrins.

      Natürlich habe ich Samen und allen möglichen Beikräutern drauf - aber so ist das halt, ich akzeptiere es. Wenn der Kompost komplett zersetzt ist, sind die meisten nicht mehr keimfähig. Aber ich benutze auch viel halbzersetztes Material. Da keimts noch.

      Hast Du spezielles Material, wo Du Dir unsicher bist?

      :zopfie_winke

      PS: Oh weh - sorry, dass der Beitrag so lang wurde :zopfie_peinlich
    • blume50 schrieb:

      da können die Ratten nicht rein
      Wenn er aus Plastik ist, habe die sich ganz schnell irgendwo ein Loch reingebissen - Kunststoff ist kein Hindernis für eine Ratte, wenn irgendwas interessantes auf der anderen Seite ist :zopfie_noe
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    • Vom Thermokomposter würde ich auch abraten, schnell zu klein, und wenn man nicht dran denkt, den Inhalt zu befeuchten, dann ist's auch schnell zu trocken da drin. Und Ralui will ja auch eine Miete aufsetzen.

      Dazu kann ich schreiben: Boden von Unkräutern sorgfältig befreien und/oder auflockern. Als unterste Schicht (auch zur Belüftung) größere Aststücke, Stöcker etc. Dann den am besten gemischten "Abfall" locker aufschichten, nach 20 cm oder so z.B. mit Urgesteinsmehl bestreuen oder auch Kalk oder Beschleuniger, wenn Du denn willst. Zum abdecken eignen sich Jutesäcke oder diese geflochtenen Weidenrollen (wie heißen die noch?). Wenn Du Angst hast, das alles wegweht, besteht vielleicht ja auch die Gefahr, dass der Kompost austrocknet!? Das ist für mich auch immer schwierig: wie die richtige Feuchtigkeit einschätzen?

      Zu den Ratten: ich tue niemals gekochtes auf den Kompost und ich muss gestehen, ich habe beim "Ernten" schon mal eine Ratte drin gesehen. Und so wie im Moment :tiersmilie12 drum rum schleicht, wird da schon wieder was drin sein. Unser Grundstück ist aber auch wohl zu "wild", es liegt auch Obst herum und die Walnüsse, die ich nicht aufgesammelt hab.

      LG erstmal!
      "..., dass draußen Blumen rufen, zu einem Tag voll Weite, Glück und Wind..."
      (Rainer Maria Rilke, Das Stunden-Buch)
    • Wir haben hier ja auch immer Ratten rumstreifen und seither kommt auf den Kompost nur noch Staudenschnitt etc. Gekochte Essenreste gehen gar nicht, und hier auch keinerlei Gemüseabfälle :zopfie_noe Dann sitzen sie auf dem Kompost und lassen sich den Salatstrunk und die Möhrenschalen schmecken. Seit ich nur noch Staudenschnitt, Grasschnitt, Holzhäcksel meiner Vögel und Kaffeeprütt drauf tue (und immer schön vermische) ist der Kompost für sie uninteressant.

      Was die richtige Reihenfolge angeht, hab ich nicht wirklich Tips - ich probier hier selber noch rum, wie es am besten funktioniert.....
      Engel sind auch nur Gefieder (aus Bella Block)
    • queerbeet schrieb:

      lassen sich den Salatstrunk und die Möhrenschalen schmecken
      Das würde bei mir dann vermutlich auch passieren. Dann bleibe ich lieber weiterhin bei der "nur Gartenabfälle" Strategie - für den Kompost haben sich die Ratten hier nämlich noch nie interessiert :zopfie_nein wobei ich Kaffeesatz auch schon öfter untergemischt (oder direkt in's Beet gestreut) habe
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    • MiriamDorothee schrieb:

      blume50 schrieb:

      da können die Ratten nicht rein
      Wenn er aus Plastik ist, habe die sich ganz schnell irgendwo ein Loch reingebissen - Kunststoff ist kein Hindernis für eine Ratte, wenn irgendwas interessantes auf der anderen Seite ist :zopfie_noe
      Woher weiß die Ratte das?

      Und Ste zu trocken wird es in einem Schnellkomposter nicht. Geshlossener Kreislauf. Muß nur geschlossen bleiben.
      Wer einen Garten hat lebt schon im Paradies



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    • blume50 schrieb:

      Und Ste zu trocken wird es in einem Schnellkomposter nicht. Geshlossener Kreislauf. Muß nur geschlossen bleiben.
      Möglicherweise hab ich was falsch gemacht, aber in unserem Schnellkomposter war's zu trocken. Deswegen abgeschafft. Ist ein paar Jahre her, deswegen kann ich zu möglichen Fehlern keine Angaben mehr machen.
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    • blume50 schrieb:

      Woher weiß die Ratte das?
      Die haben verdammt gute Nasen - und Luftdicht sind die Dinger auch nicht :zopfie_nein
      Deshalb muss ich bei meinem auch auf die Feuchtigkeit achten - ich mache bei Regen öfter mal den Deckel auf, und wenn es lange nciht regnet wird mal ein Eimer Wasser reingegossen. Für was größeres als so einen Thermokomposter ist bei mir einfach nicht genug Platz :zopfie_verlegen
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    • Also ich hab drei große Thermokomposter. Und ich finde die sehr praktisch. Alles ist da so schön kompakt drin. Man brauch die fertige Erde da dann nur noch abzustechen. Wenn es mal zu trocken werden sollte, mach ich auch immer die Deckel auf, wenn es anfängt zu regnen. Ansonsten hält da eigendlich die Feuchtigkeit ganz gut drin. Unsere Nachbarn haben einen offenen Kompost. Wenn es eine länger Regenzeit gibt, haben die sich schon beklagt, das der dann immer total nass ist.
      Unsere Komposter hab ich vor einiger Zeit unten mit Draht ausgekleidet. Ich hatte sonst immer kleine Mäuschen drin. Und der Maulwurf kam auch rein. Der hat sich dann die Würmer schmecken lassen.
    • Lese diesen Thread jetzt erst.

      Ich habe den Eindruck, man wächst mit den Jahren, in denen man kompostiert, in die Sache hinein.
      Irgendwann weiß man genau, wann ein Kompost zu trocken oder zu nass ist, und ergreift- im besten Fall- schon vorher
      Vorkehrungen.
      Angefangen habe ich vor über 30 Jahren mit den offenen Holzkompostern. Sie sollten etwas regengeschützt, halbwegs warm (windgeschützt) unter/bei Sträuchern stehen, dann hat man nie diese Extreme von zu viel Nässe oder zu viel Trockenheit. So ähnlich verhält es sich auch mit "wilden" Mieten, die man problemlos anlegen kann, wenn der Standort halbwegs stimmt. Davon später mehr.

      Gekochte oder gebackene Speisereste, welcher Art auch immer, sind natürlich ein absolutes No-Go, egal welchen Komposter man wählt, Ausnahme: Kaffeesatz und Teesatz. Rohe Küchenabfälle von allen Gemüsen und Obstsorten können natürlich sofort kompostiert werden, ich schreibe später dazu etwas unter "Schichtung".*

      Das Problem bei den alten, leichten, damals käuflichen Holzkompostern ist, dass sie von den Seiten her, dort, wo offene Stellen zwischen den Streben sind, leichter austrocknen. Also, außen kompostiert es wegen Trockenheit schlechter, innen aber kann man mit guter Schichtung* tatsächlich eine natürliche Heißrotte erreichen, von 60, 70 und mehr Grad, die alle Unkrautsamen ( inkl. Löwenzahnwurzeln) killt, und gegen die moderne Thermopomposter ganz blass werden, denn bei denen bleibt eine solche Heißrotte - von denen uns unsere Vorfahren berichten, auch noch Frau Kreuter im "Biogarten" - aus.

      Diese alten Holzkästen haben also durchaus etwas für sich, was die Heißrotte betrifft, aber weil das Zeug in ihnen unterschiedlich kompostiert, muss man es nach einem Jahr umsetzen. Also, der Vorgang des Kompostierens des gesamten Materials braucht länger.

      Trotzdem fiel es mir schwer, mich nach einem Umzug von den alten, offenen Dingern zu verabschieden, weil es sie auf einmal nicht mehr zu kaufen gab. Ich musste gegen 1990 auf Thermokomposter überwechseln. Die gab es auf einmal wie Sand am Meer und manche Gemeinden stellten sie sogar kostenlos den Bürgern zur Verfügung. So auch dort, wo ich damals wohnte.

      Parallel wurde in vielen Kommunen die grüne oder braune Komposttonne eingeführt, die hatte aber ihre eigenen Regeln, da konnten zum Beispiel auch gekochte Speiseresten reingeworfen werden. Weil Menschen ja bisweilen langsam sind im Denken, oder sich nicht genau informieren, warfen die Leute ihre Speisereste in ihre neuen Thermotonnen. Fluten von Maden und Ratten, die ums Haus strichen, waren die Folge.
      Da die Bürger mit der neuen Technologie nicht klarkamen, wurden die ersten Thermokomposter bald verschenkt.
      Auf diese Weise sammelten sich bei mir bald fünf Stück. Drei habe ich irgendwohin weitergegeben, zwei habe ich behalten.
      Diese Thermokomposter der ersten Generation waren natürlich absolut nicht optimal. Das waren nur leichte Kunststoffgehäuse mit einem Wühlmausgitter unten, einem großen Deckel oben, und einer viel zu kleinen Öffnung unten, um den fertigen Kompost zu entnehmen.

      Trotzdem machte ich mit meinem Viereckigen ( ich benutze ihn heute noch), eigentlich ganz gute Erfahrungen.
      Ich musste erstmal lernen, dass es noch mehr als beim Holzkomposter auf die genaue Schichtung* ankommt, ich musste lernen, dass es eine Heißrotte nicht mehr gibt, man aber auch nicht mehr umschichten muss, und man den halbreifen Kompost nach drei Monaten schon oben auf's Beet streuen kann.
      Also, Thermokomposter, selbst die ganz billigen, unausgereiften Dinger, kompostieren deutlich schneller!

      Ich habe kein komplettes, in sich geschlossenes System, wie es die heutigen, neueren Thermodinger bieten. Ich halte auch nicht ganz so viel davon, ich halte mehr von Beobachtung. Ich kenne diese ganz neuen Thermokomposter mit all ihren Raffinessen aus der Nachbarschaft. Da wirft die Hausfrau dann den grünen Rasenschnitt rein, was macht das Ding? Nein, es explodiert nicht, aber innendrin fängt es an zu brennen, weil der Rasenschnitt eine ungeheure Temperatur entwickelt, dort drinnen dann zu grauem Zeug verraucht und alle Würmer verbrutzelt, die die Frau extra im Internet bestellt hatte.
      Also, auch die ganz neuen Thermokomposter brauchen Wissen um die Schichtung, alternativ kann man auch gleich einen alten nehmen, viel tun die sich nicht, nur, dass man bei den neueren Modellen besser an den Kompost herankommt.

      Zurück zur Geschichte: Ich hatte 1994 einen sehr großen Garten und zwei Thermokomposter. Wirklich benutzt, habe ich tatsächlich nur einen. Der andere ( und einige Eimer und Plastiksäcke ) dienten lediglich zur Aufbewahrung von Material, was man zur guten Schichtung braucht.
      Der zweite Themokomposter war vor allem für die Aufbewahrung von trockenem Laub vorgesehen, in großen Eimern reifte Pferdedung.

      Jetzt zur Schichtung: Du schichtest immer 'grün' auf 'braun', und trocken auf feucht.
      Das vorgegebene Plastikgitter unten habe ich seit 20 Jahren weggelassen, es tat irgendwie dem Einzug der Erdbewohner nicht gut. Trotzdem habe ich keine vierfüßigen Tiere.

      Unten liegen Ästchen, klar, damit Luft in den Haufen kommt. Unsere Erdbewohner sind ja alle aerob, d.h. sie brauchen Sauerstoff, und das kann in einem komplett geschlossenem System auch mal komplett daneben gehen.
      Auf die frischen Ästchen könnte jetzt 'braun' folgen, das ist eine Lage altes, trockenes Laub. Direkt darüber kommt ''grün', das wäre ausgerupftes Unkraut, grün wie es ist, oder auch eine 15 cm Schicht Rasenschnitt, gleichfalls *grün*.
      Nun folgt wieder *braun': trockenes, braunes Laub. Kann auch Streu von Kaninchen sein. Darauf wieder ordentlich 'grün!'

      In der Küche fällt im Sommer meinetwegen ganz viel Gemüse zum Kochen an, die Reste sind sehr feucht, es folgt wieder trockenes Laub. Es geht weiter in den Sommer hinein, man hat ungeheuer viel Rasenschnitt - der sollte nur zum Teil auf den Kompost - sonst unter Sträuchern verteilen oder zwischenlagern und trocken wieder einfügen, denn wir haben auch wieder viel grünes Unkraut!
      Im Winter haben wir gar nichts Grünes mehr, aber Laub und feuchte Pferdeäppel.
      Die haben wir auch im Frühjahr, aber sie sollten für den Kompost zerkleinert/ zerrupft werden, oder verjaucht, sonst bekommen wir die in ganzen Portionen im nächsten Jahr wieder heraus.

      Also: Grün auf braun, trocken auf feucht schichten. Auf viele Tomaten in der Küche folgt trockeneres Zeug, ist klar, gell?

      Mit 'grün auf 'braun', das ist nicht nur so einfach billig hergesagt, sondern es steckt ein natürliches System dahinter.
      Grünpflanzen vor der Blüte sind sehr stickstoffreich, sie machen eine große Eintragung von Stickstoff in den Kompost, können aber vielleicht nicht immer umgesetzt werden, weil sie zu viel Feuchtigkeit haben. Schwarze, schmierige, faulende Stellen im Kompost sind dann mitunter die Folge.
      Trockenes Laub, abgeblühte, vertrocknete Pflanzen, Papier, Pappe und Kleintierstreu sind ihre Gegenspieler. Sie bringen Kohlenstoff in den Kreislauf. Stickstoff ist uns lieber, aber das andere Zeug haben wir ja auch.
      Gut abgemischt, ergibt das einen idealen Kompost. :zopfie_zwinkgrins

      LG
      Anloli

      P.S.: Der Komposterdeckel liegt bei mir auch lose auf, sobald ich erspüre, der Kompost wird zu trocken, kommt er zur Seite, damit das Zeug Regen fängt.

      Ach so, die 'wilden Mieten' habe ich vergessen! In meinem letzten, großen Garten kam ich natürlich mit einem Komposter nicht aus. Ich habe ständig 'wilde Mieten' angelegt, hatte ja auch genügend Platz dazu.
      Auf die eine habe ich vor allen Dingen ausgemachte Disteln gegeben, Brombeerranken dazwischen, ausgemachte Rasenunkräuter kopfüber obendrauf. Wenn die oben eine Abdeckung aus umgekehrten Rasensoden haben, kompostieren die auch ohne großes Trara. Sie machen es von selber! Ein, zwei Jahr später kann man deren lockereren Kompost "ernten".
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()