Bougainvillea/Drillingsblume

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    • Bougainvillea/Drillingsblume

      hallo ihr lieben,

      welche Erfahrungen habt ihr mit der Pflege und Vermehrung der Drillingsblume /bougainvillea gemacht? Ich hatte mal vor ein paar Jahren eine und möchte meiner sammlung dieses jahr ein paar exemplare hinzufügen (flores-bestellung ist schon raus :zopfie_glubsch ). Habt ihr Tipps für mich?
      Wegfindegroßmeisterin :hyaenen
    • Meine Schwiegermama hat seit Jahren mehrere Bougainvillea - sie überwintert sie im Haus in einem wenig beheizten Zimmer, klappt bisher ohne Probleme.
      Ist natürlich hilfreich, dass die Bougainvilleas es eng an den Füßen mögen, da sind also kleine Töpfe gut (insbesondere solche die für andere Pflanzen gleicher Größe viel zu klein wären)
      Zwei kleine Kätzchen sind angekommen! :freu

      Meine Tauschgartenangebote
    • Vanda,wir haben hier im Forum eine Spezialistin in Sachen ,,Bougainvillea,,sie hat mir
      viele Tipps für die Pflege gegeben.
      Ich habe eine in weiße,gelbe,orange und eine Rote gefüllte,insgesamt 6Stück alle
      so ca 1,50m hoch.Nicht so früh raus stellen,an dem heißesten Platz ,nie mit
      kaltem Wasser gießen und,und...,so haben sie letztes Jahr geblüht,ach ja ich
      habe sie in dunklen Töpfen stehen,alles was schön warm wird.Im Winter stehen
      meine warm und direkt am Fenster,die Orange blüht jetzt und die Gefüllte hat
      Knospen.
      LG von Anne




      Bild Herbst 2016,schon wieder in der Wohnung




      Herbst 2016

      LG von Anne
    • Ich habe auch eine seit 7 oder 8 Jahren und immer über den Winter bekommen.
      Im Sommer steht sie sehr sonnig, warm und geschützt auf der Terrasse. Sie braucht sehr viel Wasser, deshalb hat sie nicht einen normalen Untersetzer, sondern einen richtigen Untertopf, wo anständig Wasser rein passt.
      Im Spätherbst räume ich sie an eine helle Stelle in den ungeheizten Flur, da wirft sie dann Blüten und Blätter nach und nach ab - dann kann ich sie auch in eine dunkle Ecke stellen. Die Zweige kürze ich ein und die verblühten Blütenstängel schneide ich ab.
      Sie muss auch im Winter regelmäßig ganz leicht gegossen werden (wenig von oben und etwas mehr von unten), ganz austrocknen darf sie nicht.
      Meine fängt jetzt langsam wieder an auszutreiben, raus kommt sie aber erst wieder im Mai und da wird sie dann auch in frische Erde getopft.
      LG Rena :tiersmilie02
    • Ja,genau die meine ich,sie hat so viele schöne Pflanzen und
      ganz viel Ahnung.
      Meine stehen im Winter warm und hell,da ich sonst kein anderen
      Platz habe und ich habe gelesen ,das man eine vertrocknete Bougainvillea
      nicht gleich weg schmeißen soll,Tod geglaubt treiben nach Wochen oft doch wieder durch.
      Meine rot gefüllte sah auch schon mal Tod aus,aber da das so eine tolle
      Sorte ist,habe ich es versucht und sie trieb wirklich wieder,hätte ich nie
      im Leben gedacht das die noch mal austreibt,nun ist sie 1,50m und nicht
      mehr so empfindlich.
      LG von Anne
    • Annelu schrieb:

      ich habe gelesen ,das man eine vertrocknete Bougainvillea
      nicht gleich weg schmeißen soll,Tod geglaubt treiben nach Wochen oft doch wieder durch
      Das stimmt - einmal war meine oben auch schon vertrocknet, ganz unten trieb sie aber trotzdem wieder aus, deshalb schneide ich die vertrockneten Äste auch erst ab, wenn sie schon Blätter hat - da sieht man dann erst, wo nichts mehr kommt.
      LG Rena :tiersmilie02
    • Echt ? Gut, dass hier aktuell nur noch 31 stehen, das Gros der Herbstzöglinge hat schon neue Besitzer gefunden :zopfie_groehl

      Wir hatten ja damals unter


      Bougainvillea

      schon mal Einiges zusammengetragen...
      Ich schau in der nächsten Woche (endlich Ferien) mal, dass ich meine ganzen Mail-Tipps noch zusammen suche. Oder Annelu ist schneller & findet unsere Mails schon vorher - ich glaub, dass war mit das ausführlichste schriftliche Gespräch dazu.
      Grün mit "G" ... wie "glücklich" :freuspringer
    • uuuhhh, da seid ihr jaaaaa :zopfie_verliebt lasst euch umarmen :zopfie_umarm ich danke schon mal für alle tipps :zopfie_daumen

      mary, ich beneide euch wirklich um flores in der näheren umgebung. muss unbedingt mal hin fahren. haben die auch im winter geöffnet?
      wobei ich auch nicht klagen kann. hier gibt es auch viele tolle gärtnereien die auch immer mal raritäten und tolle sachen anbieten- und das zt für spottpreise. aber flores ist natürlich der hammer :WOW
      Wegfindegroßmeisterin :hyaenen
    • So. Jetzt aber. Und nicht nur speziell für @Vanda die Sammlung meines bislang "Getexteten" zum Thema Bougainvillea zu Vermehrung und Haltung:

      Stecklingsvermehrung in Beschrieb & Bild:
      Erfahrungen mit Wurzelpower, Bewurzlungshilfe oder Wurzelaktivator (Beiträge 65, 66 & 67 - und @Annelus Erfahrungen damit etwas weiter unten)

      Stichpunkte zur Pflege/Haltung (aus diversen Mails zusammengetragen):
      - Standortwahl: sonnig, möglichst warm und windgeschützt. Je gleichmässiger die Temperatur, desto üppiger die Blüte (Südseite vor Steinmauer zum Beispiel)
      - Bougainvilleen schätzen warmen Boden (aber keinen HEISSEN !), also keinen Tontopf verwenden, da die dortige hohe Verdunstung für kühleres Wurzelwerk sorgt. Ich verwende typischerweise anthrazitfarbene Kunststoffkübel, die ich im Sommer entlang der Hauswand zur Hälfte in die Steinschüttung versenkt stelle. Die Steine und die Hauswand halten nachts besser die Sonnenwärme, der
      dunkle Topf sorgt bei noch wenig belaubter Pflane im Frühjahr für die notwendige "Anschub"-Temperatur, die spätere kräftigere Belaubung sorgt für schattierten Boden im Hochsommer (Unterpflanung überflüssig wenn nicht alle Ranken hochgebunden werden).
      - Entsprechend - wenn möglich - auch besser nicht mit kaltem Wasser giessen. Auch Regentonnenwasser kann in Relation zur Bodentemperatur sehr kühl sein. Bougainvilleen sind da sozusagen etwas "schreckhaft". Giessaneiger sind die Blätter: Rollen sie sich zusammen, haben sie Durst. Durchdringend giessen, aber nicht dauerhaft mit nassen Füssen stehen lassen (Fäulnisgefahr für die Wurzeln)
      - Rückschnitt: Mindestens die Hälfte bis 2/3 des Jahreszuwachses müssen mit dem Einwintern runter - dann werden die Stämme kräftiger & die Pflanze buschiger. Warm überwinterte Pflanzen sollten Ende März (oder direkt beim "Auswintern" nochmals eingekürzt werden, die Wintertriebe sind meist nicht stabil genug & auch bei Zusatzbeleuchtung typischerweise zu geilig für einen üppigen, dichten Blütenansatz.
      - Bei Jungpflanzen (bis 2 Jahre): Nicht zurückschneiden, sondern nur 2 x jährlich Triebspitzen für eine tief unten liegende, bessere Verzweigung kappen.

      - Stecklingsgeeignet ist insbesondere stabiler Rückschnitt aus dem aktuellen Jahr, best case der Freilandzuwachs zwischen Juni und Oktober. Die Literatur spricht häufig von der Notwendigkeit, dass die Stecklinge verholzt sein müssen - das ist totaler Quarx: meine persönliche Erfolgsquote mit verholzten Stücken ist mit knapp 50% weitaus schlechter als mit unverholzten (durchschnittlich knapp 90%).

      - Wenn warm überwintert wird, ist eine Nachblüte In-house nach der Einwinterung im Oktober durch den Temperaturanstieg möglich. So manches Mal zahlt es sich aus, nicht direkt beim Einräumen zurückzuschneiden, sondern erst nach Weihnachten (für diejenigen, die mehr Platz haben ;) )
      - Blüten kommen NUR am Neuzuwachs !
      - Jungpflanzen nicht kalt überwintern, besser zugluftfrei im geheizten Bereich (je mehr Licht, desto wärmer darf es sein), sie sollten ihr Laub möglichst behalten, da sie noch nicht ausreichend Kraft in den Wurzeln speichern können, um im Frühjahr schon den Neustart zu schaffen.
      - Kalt überwintern: Ältere Pflanzen kann man kühl bei etwa 5-12 Grad überwintern, sie verlieren dann ihr Laub komplett und benötigen in dieser Ruhezeit nur sehr wenig Wasser. Austrocknen dürfen sie aber möglichst nicht (Fingerprobe!)
      - Kalt überwinterte Bougainvilleen starten im Frühjahr vielfach direkt mit den sich färbenden Hochblättern, das Laub folgt dann erst später.
      - Warm überwintern: Ideal ist ein Wintergarten mit Fussbodenheizung (18-28 Grad Bodentemperatur mit Nachtabsenkung) bei angepasster Wasserversorgung und ausreichend Licht. Wenn das Verhältnis dieser Komponenten stimmt, blüht sie ganjährig (abgesehen von den durch den Rückschnitt verursachten "Zwangspausen" bis zum Austrieb der neuen Ranken. Spannend dabei: Die Blütenfarben sind abhängig von der Intensität der Sonneneinstrahlung: sommerlich noch in Knallfarben präsentieren sich die Winterblüten meist in zarten Pastelltönen, teilweise sogar in völlig anderen Farbnuancen. Übrigens: Fällt die Luftfeuchtigkeit im Raum unter 30% krümmen sich die Blätter oder verkrüppeln sogar, giessen hilft da normalerweise nicht.
      - Im Handel erstandene "Pracht-Exemplare" sind oft sehr stark überdüngt und werden nur für den Verkauf auf maximale Blüte mit speziellen Mitteln gepusht. Im darauffolgenden Jahr ist es selbst bei bester Pflege typisch, dass die Pflanze etwas pausiert - sie muss diese Höchstleistung und die Umstellung erst verkraften. Von einer dauerhaften Doping-Behandlung dieser Art sollte man Abstand nehmen: Jüngere Pflanzen sind damit überfordert und gehen ein. Und bei älteren Exemplaren (<8 Jahre) ist dies völlig unnötig - die schaffen das (fast) von ganz allein. Alljährlich notwendig ist eine Startdüngung im Frühjahr und eine Versorgung mit anteilig frischem Substrat alle zwei Jahre.
      - Substrat: Ich habe viel experimentiert in den vergangenen 25 Jahren. Die Literatur dazu ist meiner Meinung nach eher darauf bedacht, es dem Liebhaber schwer zu machen. Inwischen mische ich (worst case) 08/15-Supermarkt-Blumenerde ODER (best case) feines Kokohum im Verhältnis 2:1 mit Perlite und mische etwas Langzeitdünger dazu. Das Ergebnis in beiden Fällen speichert gut Wasser, lässt aber Überschuss auch ebenso gut abfliessen, nimmt Temperaturschwankungen langsam auf und ernährt die Pflanze ausreichend. Mehr braucht es nicht. Sämtliche Drainage-Experimente und auch jene mit Tonkugeln und Seramis oder Sandbeimengung ergaben eher schlechtere als bessere Ergebnisse (und schwerere Töpfe - ein nicht zu verachtendes Argument bei grossen Pflanzen).
      - Umtopfen: Idealerweise macht man das im Herbst/Winter, wenn man nach dem Rückschnitt sieht, dass die Wurzeln bereits die Substratoberfläche bilden (prima Winterbeschäftigung bis anfangs Januar, wenn der Gartenblues beginnt zu wirken), denn kaum hat sie wieder etwas mehr Platz, steckt die Bougainvillea erst einmal alle Kraft ins Wurelwachstum. Topft man im Frühjahr um, bleibt für die Sommerblüte kaum Kraft. Daher ist es ebenso unvorteilhaft, den neuen Topf ZU gross zu wählen - 10% mehr Durchmesser sind als Faustregel ausreichend. Und: Die Verwendung von Handschuhen bei dieser Arbeit wird empfohlen - verholzte Stämme sind mehr oder minder kräftig bedornt (ähnlich wie beim Schlehdorn), die frischen Triebe dagegen sind diesbezüglich völlig harmlos, da die künftigen Dornen noch weich sind.
      - Rankvorrichtungen: Bougainvilleen sind bei regelmässigem Rückschnitt wie oben beschrieben sehr stabil und benötigen nur wenig Rankhilfen. Meist genügen - je nach Art - 1-3 feste Stäbe und ein paar Klammern. Mit den Jahren stützt sie sich sogar selbst.
      - Arten: Im Handel sind meist Sorten und Hybriden der Bougainvillea spectabilis (Hochblätter in diversen Farbnuancen, weiche & grosse Laubblätter, meist grünlaubig, aber auch gelb- oder weiss-grün panaschiert, grosswüchsig/rankend) und die bekannte Bougainvillea glabra (meist magentaviolette Hochblätter mit kleinblättrigem, glänzend dunkelgrünen Laub, kleinwüchsig/buschig), welche auch häufig als Hochstamm angeboten wird.

      Ich glaub, jetzt hab ich das Wichtigste zusammen. Im Übrigen beanspruche ich das Urheberrecht auf diesen Text. Nachdruck und Verwendung nur mit Quellen- und Urheberangabe, jedwede Haftungsansprüche schliesse ich als Privatperson selbstverständlich - auch innerhalb der EU - aus :zopfie_grinszahn
      Grün mit "G" ... wie "glücklich" :freuspringer
    • @Annelu
      Das ist sehr unterschiedlich, je nachdem welchen dekorativen "Zweck" sie erfüllen soll. Ein Teil steht bei mir am Haus vor der Südwand. Die Pflanzen, welche zwischen/neben den Fenstern zu stehen, dürfen (inzwischen) jedes Jahr ihre knappen 2 Meter behalten, der Rest dort nur etwa 1,20m, damit die Fenster frei bleiben. Im Balkonkasten schneide ich sie jeweils wieder auf etwa knapp 40cm zurück. Allgemein gilt: Bougainvillas treiben meist nur an den zwei Augen direkt unter dem letzten Schnitt wieder neu aus. Wenn sie also buschig kompakt werden/bleiben sollen, dann sollte man sie nach jedem Blütenzyklus (ca. 6 Wochen) auf diese Regel zurück schneiden, auch einen Rückschnitt ins alte Holz vertragen sie gut, falls sie sonst zu gross werden. Ich selbst bevorzuge eher den höheren Wuchs, daher schneide ich in den ersten 4-5 Jahren nur schwache Triebe so hart zurück und gönne den geraden, kräftigeren ein paar Augen mehr, auch wenn das ersteinmal bedeutet, dass sie weniger kompakt & fleissig blühen. Und bei meinen Hochstämmen zum Beispiel schneide ich jeden Herbst hart bis sogar teilweise ins alte Holz der Krone zurück, um die Form zu erhalten, ebenso bei allen Pflanzen, die die mir vorschwebende limitierende Endgröße bereits erreicht haben. Da Bougainvilleen nur an neuen Trieben Blüten bilden, muss man jeweils die Waage finden zwischen gewünschter Blütenfülle und Größe. Die reichste Blütenpracht erreicht Du mit einem weichen Rückschnitt nach jedem Blütenzyklus (nur abgeblühte Triebe zurück schneiden) und dem harten Rückschnitt im Herbst (bei warmer Überwinterung noch einmal im Frühjahr).
      Reicht Dir das so ?
      Grün mit "G" ... wie "glücklich" :freuspringer
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