Trockenrasen - Serengeti

    • Sind das zufällig Platanen?
      Dann vermute ich mal, dass die Blätter noch recht gut aussehen?
      Denn: "Rindenwurf" bei Platanenen bedeutet, dass es ihnen sehr gut geht, das tun sie nämlich genau dann, wenn sie besonders kräftig in der Dicke wachsen (also neues Holz bilden). Durch das kräftige Holzwachstum schilfert die Rinde schneller ab ...
      Unsere Fellnasen: Maja *15. Mai 2016 - Willi 15. Mai 2016 - 25. Juni 2017 - Felix * vermutlich September 2016

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    • Ich wollte auch meinen, unseren Platanen geht es gut. Rindenabwurf haben wir jedes Jahr. Normalerweise nur später und die Stücke sind nicht so groß wie dieses Jahr. Bin letzthin an einer Straße entlang gefahren, da sah es lustig aus. Lauter weiße Baumstämme :zopfie_ja und drunter Berge alter Rinde

      Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das Durchhalten.


      :smilie_brunnen


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    • Hallo,
      Orlaya, das ist natürlich schlimm, das hab ich nicht gelesen. Das tut mir natürlich sehr leid...

      ja, schrieb ich ja, das es Platanen sind.
      Also so wie dieses Jahr hab ich das mit dem Rindenabwurf echt noch nicht erlebt. Alles nackig.
      Aber das kann doch nicht sein, dass sie gerade dann so wachsen, wenn gar keine Feuchtigkeit mehr da ist und es Monate nicht regnet. Eigentlich unlogisch oder?
      Deshalb dachte ich, es sei die Trockenheit, die zu dem extremen Rindenabwurf führt. Blätter sind alle noch dran, das stimmt.

      gruss heike
    • Also so richtig von Erfolg gekrönt waren meine Bemühungen nicht, aber dafür war einfach zu wenig Zeit, da hätte wohl wirklich nur die grüne Farbe geholfen. Heute sah die Serengeti bei meinen Eltern so aus:
      Serengeti_0824_103256.jpg

      immerhin gab es schon wieder einige grüne Büschel. Und so war der schwere Gang nicht gar so trostlos. Ich musst nämlich heute meinen Vater ins Hospiz fahren. Meine Mutter ist einfach zu alt und zu schwach, um meinen Vater zu pflegen und ich wohne nicht im Haus. Auch ein Umzug von mir ins elterliche Haus lies sich nicht so schnell realisieren. Ich weiß auch nicht, ob ich es geschafft hätte :heul . Schon vor einer Woche, nach nur vier Tagen zuhause, hatte mein Vater den Wunsch in ein Pflegeheim oder Hospiz gebracht zu werden. Ich denke auch deshalb habe ich die Begrünung der Serengeti nur noch mit halber Energie betrieben. Auf jeden Fall bewundere ich meinen Vater für seine Haltung, erst diese schwere Entscheidung zu treffen und dann ging er mit letzter Energie die Treppe im Haus runter, quer durch 'seinen' Garten, dann die Treppen runter bis zur Garage.
      Es war ein schwerer Tag heute.
      Lieber Gruß
      Orlaya

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      Nicht-wissen ist keine Schande, aber Nicht-wissen-wollen ist eine Schande.
      Bauernweisheit
    • Orlaya schrieb:

      Es war ein schwerer Tag heute
      Oh ja, dieser Entschluß, ins Hospiz zu gehen, ist verdammt schwer! Er hat ja was ganz Endgültiges.

      Und trotzdem: du und ihr, ihr werdet sehen, dass das unter euren gegebenen Voraussetzungen das Allerbeste für deinen Vater ist.

      Dort ist eine ruhige Atmosphäre, keine Krankenhausatmosphäre mit Druck und Fertigwerdenmüssen, die Mitarbeiter können sich die notwendige Zeit nehmen und die Patienten können zur Ruhe kommen. Gespräche werden geführt, es gibt Ehrenamtliche, die den Kontakt zu den Patienten, wenn gewünscht, pflegen und sich mit ihnen auf verschiedenste Arten beschäftigen, und noch einiges mehr.

      Und ihr als Angehörige seid entlastet!

      Ich bin selbst als Ehrenamtliche in einem Hospiz und jede Woche neu angetan von diesem Haus und seinen Möglichkeiten.

      Liebe Grüße

      Ursel
    • katzenmausgarten schrieb:

      Ich bin selbst als Ehrenamtliche in einem Hospiz
      liebe Ursel, das finde ich echt toll, meine Hochachtung :zopfie_umarm danke

      ja, ich habe es heute auch gespürt, dass es eine absolut richtige, wenn auch schwere Entscheidung ist. Die Mitarbeiter dort waren alle so nett, nicht nur zu meinem Papa, da wurde auch mal ich in den Arm genommen und ja, das hat auch mir sehr gut getan. Die vergangenen zehn Tage waren wirklich sehr komprimiert, erst vor zwei Wochen fiel die Entscheidung, dass die Chemo abgebrochen und nur noch palliativ behandelt wird. Und der Arzt meinte da noch, dass meinem Papa noch so sechs bis acht Wochen zuhause bleiben würden, das waren eher nur Tage.... Tröstlich ist, dass er bisher kaum Schmerzen hat.
      Und noch mehr sollte man wohl darauf schauen, dass er im Februar achtzig Jahre alt geworden ist, bis zum vergangenen Herbst konnte er in seinem geliebten Garten werkeln und gestalten. Selbst unter der Chemo hat er im Juni nochmal kräftig im Garten gewühlt.
      Lieber Gruß
      Orlaya

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      Nicht-wissen ist keine Schande, aber Nicht-wissen-wollen ist eine Schande.
      Bauernweisheit
    • Orlaya schrieb:

      da wurde auch mal ich in den Arm genommen und ja, das hat auch mir sehr gut getan.
      Genau, um das geht es auch. Auch die Angehörigen müssen ja diesen Prozess des Loslassens und des Schauens auf das Sterben durchmachen, neben dem Patienten, dessen Aufgabe das ja ist. Und jeder macht das auf seine eigene Art.

      Und da kann man sich wirklich Hilfe holen, dafür ist so ein Hospiz auch da.

      Ich wünsch euch eine gute Zeit zusammen und einen guten Weg für deinen Papa. Er scheint mir übrigens ein kluger Mann zu sein, dass er beschlossen hat, in ein Hospiz zu gehen. Ob er das wohl von seiner Tochter hat???
    • Liebe Orlaya, ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft für diese Zeit.
      Auf dem Boden der Tatsachen liegt zu wenig Glitzer

      Ich bin ich, und du bist du
      Ich bin nicht auf der Welt, um deine Erwartungen zu erfüllen,
      und du bist nicht hier, um meine zu erfüllen.
      Wenn wir übereinstimmen, ist es wunderbar.
      Aber wenn nicht, dann ist da nichts zu machen.
      - Fritz Perls -
    • Orlaya schrieb:

      da wurde auch mal ich in den Arm genommen und ja, das hat auch mir sehr gut getan.
      Das ist schön, Orlaya und freut mich für sehr Dich!

      Und was Ursel schreibt, gefällt mir sehr. Ich habe auch den Eindruck, dass Dein Vater ein kluger Mann ist, Orlaya, und vor allem habe ich das Bild einer guten, respekt- und liebevollen Vater-Tochter-Beziehung. Dir wünsche ich ganz viel Kraft und eine gute emotionale Unterstützung durch die Mitarbeiter im Hospiz.
      "..., dass draußen Blumen rufen, zu einem Tag voll Weite, Glück und Wind..."
      (Rainer Maria Rilke, Das Stunden-Buch)
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