Imkern im eigenen Garten

    • Imkern im eigenen Garten

      Liebe Foris,
      gibt es dieses Thema hier eigentlich schon? Ich konnte nix finden und @Bärmats schöne Doku wollte ich nicht stören.
      Seit Mai habe ich zwei Völker in meinem Garten stehen und gerne würde ich mich hier mit Euch dazu austauschen. Die Imkerforen mag ich nicht. Der Ton ist mir zu arrogant. Hier fühle ich mich viiiiiel wohler.
      Gestern habe ich meine Völker noch mit Oxalsäure behandelt, die nächsten Tage will ich noch ein Netz gegen Spechte darüber spannen, dann kann der Winter kommen. Eigentlich ist er schon da, es fällt gerade Schnee. :schneetreiben
      Vielleicht gibt es auch andere Interessierte, die die Winterruhe schon mal für einen Austausch nutzen möchten.
      Natürlich interessiert mich alles rund um das Imkern, speziell aber auch, wie ihr Eure Gärten für Bienen und Co gestaltet. Die Möglichkeit haben ja nicht alle Imker.
      Nun wünsche ich Euch erstmal Frohe Festtage. Wir "sehen" uns 2019. :advent14
    • Huhu,

      auch ich imkere, noch fast ganz frisch, 2017 angefangen, 2 Völker.
      Bienen stehen 5 Minuten entfernt, in einem Kräutergarten.

      Ich hatte mit das mit dem Netz gegen den Specht auch überlegt, habe es aber anders gelöst.
      Ich füttere fleißig die geflügelten Gesellen und siehe da, kein Specht geht mir an die Beuten.

      Habe auch gestern mit Oxalsäure behandelt, die Damen waren not amused, eine meinte, dir stehe ich ins Ohr, naja, wurde ein Stich vor dem Ohr, trotzdem aua.

      Welche Rasse hast du?
      Ich habe einmal klassisch die Carnica und einmal die Buckfast....bzw. einen Buckfast-Mischling.
      LG
      Michaela


      Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten.

      Rabindranath Tagore
      (1861 - 1941), in Bengali: Ravindranath Thakur, indischer Dichter und Philosoph, Nobelpreisträger für Literatur 1913
    • Hallo,

      auch ich bin Jungimker seit diesem Frühjahr. :tiersmilie01

      Meine Völker stehen auf einer 5 Gehminuten entfernten kleinen Streuobstwiese. Aus meinen zwei Völkern, habe ich zwei Ableger gebildet.

      Ich hoffe Sie kommen alle gut über den Winter. Die zwei Jungvölker sind leider etwas schwach. Meine Völker sind eine Landrasse mit Buckfasteinschlag.

      Auf einen Spechtschutz habe ich bei meinen Dadant US Beuten aus Weymouthkiefer verzichtet.


      LG LordHaveMercy
    • Super, das freut mich :zopfie_dancegirl , neue Imker! Ich drück Euch (und uns und allen anderen Bienenhaltern hier im Forum) feste die Daumen, dass alle Völker gut über den Winter kommen :zopfie_doppeldaumen

      Wir sind mit sieben Völkern in den Winter gegangen, wir haben eigentlich Carnica, aber da unsere Bienenköniginnen Sex :zopfie_peinlich haben dürfen, ist es eher eine Wald- und Wiesenmischung. Die beiden anderen Imker im Dorf haben Buckfast.

      Oxalsäure machen wir schon lange nicht mehr. Wir fanden es zu grausam... da soll sich Mensch mit kompletter Schutzausrüstung und Sicherheits-Wassereimer ausrüsten, aber die Bienen darf man in der Kälte aus ihrer Wintertraube reißen und mit dem ätzenden Zeug bespritzen... nein. Wir sind dann sehr schnell auf Thymol umgestiegen und kommen sehr gut damit zurecht. Ich freu mich sogar schon immer auf den intensiven Geruch, der nach dem Einlegen der Plättchen dann wie eine Glocke über dem Garten hängt :WOW :kichergirl . Die Plättchen bleiben bis zum Frühling drin, die Bienen werden gar nicht mehr gestört. Nur noch Futter aufgesetzt.

      Mit Spechten hatten wir noch nie Probleme, obwohl wir schon immer wieder welche im Garten haben. An den Kästen waren sie noch nie :zopfie_daumen . Den Mäusekeil/Fluglochverengung haben wir drin.


      Maria65 schrieb:

      Die Imkerforen mag ich nicht. Der Ton ist mir zu arrogant.
      nicht immer, aber ganz oft :zopfie_verlegen .

      Maria65 schrieb:

      speziell aber auch, wie ihr Eure Gärten für Bienen und Co gestaltet.
      wir haben für den Einzug der Bienen unseren ganzen Garten umgestaltet und sind immer noch dabei, seit diesem Herbst haben wir nur noch Wege, der ganze Rasen musste Staudenbeeten weichen :zopfie_doppeldaumen , ich freu mich schon sehr auf die Blütenpracht nächstes Jahr!
      Hier könnt Ihr ein bisschen lesen und guggen: mein Bienengarten


      Micci schrieb:

      die Damen waren not amused, eine meinte, dir stehe ich ins Ohr, naja, wurde ein Stich vor dem Ohr, trotzdem aua.
      :zopfie_umarm mich hatte mal eine im Februar erwischt und seither bin ich allergisch gegen Bienenstiche :zopfie_traurigja , aber trotz der Bienen im Garten und dem vielen Gewerkel in den Blumen hat mich - nach dem Februar-Stich 2013 - erst heuer im Mai wieder eine gestochen. In der Notaufnahme meinten sie dann, ich brauche ab jetzt ein Notfallset daheim, der Hausarzt war dagegen, macht nur Panik, meinte er. Solange der Hals nicht zuschwillt, reicht eine Flasche flüssiges Fenistil, das man beim Stich einfach austrinkt. Und Globuli dazu. Fenistil flüssig und als Salbe und Kügelchen liegen jetzt allzeit bereit im Eierfach im Kühlschrank. Da findet man sie sofort :zopfie_zwink

      LordHaveMercy schrieb:

      Die zwei Jungvölker sind leider etwas schwach.
      Für die beiden drück ich besonders die Daumen :zopfie_doppeldaumen
    • Hi,
      schön von Euch zu hören. Ich habe wohl Carnica. Eine Königin hat ihren Begattungsflug aber in einer Gegend gemacht, in der auch viele Buckfast-Völker sind.
      Mit der Behandlung verfahre ich erstmal wie die Frau, die mich angelernt hat. Mit der Zeit werde ich sicher auch eigene Wege gehen.
      Allen Euren Völkern wünsche ich gutes Durchkommen durch den Winter.
      LG :schneefrau_wink
    • Ich imkere nicht, noch nicht. Ich will schon lange anfangen, aber jedes Jahr kommt was dazwischen und man muss sich ja wirklich Zeit nehmen können dafür.

      Aber ich habe Nachbarn, die imkern, und deren Bienen sind in meinem Garten natürlich sehr willkommen.
      Außerdem habe ich jede Menge Wildbienen, in meinem Garten, Solitärbienen und Hummeln, und für sie auch Bienenhotels und ein Hummelhaus aufgestellt. Erdhummeln habe ich auch jedes Jahr, die suchen sich ihre Höhle in der Erde selbst.

      Mein Garten ist eigentlich voll mit Trachtpflanzen, außer meinen Pelargonien ist eigentlich alles geeignet für Insekten, ich habe viel Saatgut extra so ausgewählt.
      Bei mir schwirrt und summt es, und etwas weiter weg ist Agrarwüste. Wenn es Wiesen sind, sind es fette Wiesen, mit Gülle überdüngt. Da wachsen dann Löwenzahn und fast kein anderes Futter für die Insekten.

      Wildblumen wachsen auf mageren Wiesen, das gab es in meiner Kindheit noch, heute sieht man die fast nicht mehr.
      Man kann sich aber ein Stück vom Garten abmagern und dann eine Wildblumenwiese anlegen.
      Und wenn das Stück noch so klein ist, das hilft schon ein bisschen und dass Bienen Nahrung finden ist nicht nur für Imker wichtig, wir alle brauchen ja möglichst viele Bestäuber im Garten.
      Und auch sonst kann man natürlich überall Trachtpflanzen dazwischen setzen, ich habe sie auch zwischen dem Gemüse.

      Ich habe mir jetzt Samen vom Bienenbaum ertauscht, wollte ich schon länger, bin mal gespannt :) Hat den einer von euch Imkern? Und wenn ja, wie sind die Erfahrungen?
      Lieben Gruß
      Bio-Gärtnerin

      Hier zu meinem Angeboten im Tauschgarten: tauschgarten.de/article_active.php
      Und hier geht es zu meinem Profil: tauschgarten.de/user.php?id=8738

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bio-Gärtnerin ()

    • Huhu,

      ja, für das Imkern muss man sich wirklich Zeit nehmen und der finanzielle Aspekt ist auch nicht zu unterschätzen.
      Klar kann man auch einiges gebraucht bekommen, aber ich ging da auf Nummer sicher und schaffte fast alles neu an. Meine Bienen kamen auch nicht in Styropor-Beuten, nene......

      Mit Trachtpflanzen beschäftige ich mich auch sehr intensiv.....hier stehen sie auch überall.

      Der Bienenbaum, ich müsste auch noch Samen haben.....irgendwo......wollte ich auch ansetzen.......bin gespannt.
      LG
      Michaela


      Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten.

      Rabindranath Tagore
      (1861 - 1941), in Bengali: Ravindranath Thakur, indischer Dichter und Philosoph, Nobelpreisträger für Literatur 1913
    • Heute konnte ich mal früher zu meinen Völkern. Bei 11°C und Sonnenschein haben dann auch alle 4 Völker ihren Reinigungsflug begonnen. Der erste gelbe- und orangefarbene Pollen wurde auch schon eingetragen. Es ist einfach schön meine Damen wieder fliegen zu sehen. Jetzt gilt es die Futtervorräte im Auge zu behalten und bei warmen Wetter evtl. schon zu schieden.

      Hier zwei Bilder meiner Völker.

      Mit freundlochen Grüßen

      LordHaveMercy
    • Der Raum in dem gebrütet wird wird eingengt und dann sukzessive erweitert im Frühling. Dafür wird einfach ein Bereich mit einem dünnen Brett (Schied) vom restlichen Raum abgetrennt. Dient dazu die Schwamstimmung zu dämpfen, die Brut wird nur auf wenige Waben begrenzt und der Honigraum wird später besser angenommen, da auf den Brutwaben kein Platz für Honig ist. (Den klau ich mir dann später) :D

      LG LordHaveMercy
    • LordHaveMercy schrieb:

      Dient dazu die Schwamstimmung zu dämpfen, die Brut wird nur auf wenige Waben begrenzt und der Honigraum wird später besser angenommen, da auf den Brutwaben kein Platz für Honig ist. (Den klau ich mir dann später)
      So ganz verstanden habe ich das jetzt nicht :zopfie_nein
      Das macht man damit die Brut und der Honig getrennt "gelagert" werden und du den Honig ernten kannst, ohne die Brut zu zerstören? :zopfie_kopfkratz :zopfie_studier
      LG Rena :tiersmilie02
    • Auf den Bildern oben sieht man einen hohen (Brutraum) und einen flachen (Honigraum). Im Brutraum befindet sich i.d.R. die Brut, Pollen (Futter für die Brut und ein wenig eingelagerter Nektar, Honigtau ( später Honig/ Futter für die Bienen). Wenn ich denen jetzt unten im Brutraum direkt von Anfang an zu viel Raum gebe wird der Honig auch im Brutraum eingelagert. Deshalb verkleinere ich diesen Bereich in dem ich eine Trennwand (Schied) einsetze. Somit tragen die Mädels später den Nektar/Honig zu Trachtbeginn alles in den Honigraum. Der wird dann, wenn der Honig reif ist abgenommen und die enthaltenen Waben geschleudert.
    • Huhu,

      meine zwei Völker haben es auch über den Winter geschafft, sind schon fleissig geflogen und die Pollenmengen :zopfie_augenroll
      Echt verrückt. Freue mich schon auf den Tag, wenns etwas wärmer ist und ich nen genauen Blick reinwerfen kann. Noch lasse ich sie in Ruhe und kontrolliere nur das Gewicht und riskiere mal einen Blick unter den Deckel. :D
      LG
      Michaela


      Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten.

      Rabindranath Tagore
      (1861 - 1941), in Bengali: Ravindranath Thakur, indischer Dichter und Philosoph, Nobelpreisträger für Literatur 1913
    • Bio-Gärtnerin schrieb:

      Ich habe mir jetzt Samen vom Bienenbaum ertauscht, wollte ich schon länger, bin mal gespannt
      wir haben einen im Garten und der blühte letztes Jahr zum 1. Mal so richtig prachtvoll... ein Traum für alle Bienenarten! Da war soviel los, sowas haben wir noch nie gesehen. Die sind sogar an den noch geschlossenen Knospen schon dran.
      Es wird aber ein mächtig großer Baum. Wir haben unseren gekauft, da war er ungefähr 1 m hoch, das muss 2011 oder 12 gewesen sein. Unser Hund knabberte damals alles an und hatte aus dem Baum einen Busch gemacht :kichergirl

      Unsere Bienen sind alle am 14. Februar zum ersten Mal ausgeflogen. Wir waren nachmittags unterwegs und als wir um ca. 16 Uhr in unseren Hof fuhren und aus dem Auto gestiegen sind, meinte mein Mann, er riecht Bienen. Und tatsächlich, ein wunderbarer Wachs-Honig-Propolisduft lag in der Luft, auch noch ca. 20 m von den Bienenkästen entfernt!

      Seitdem sind sie täglich unterwegs. Sollte jetzt noch eine Kältewelle kommen, muss man unbedingt nachfüttern.
    • @Bärmat
      Ich freue mich für Deine Bienen, dass sie sich am Bienenbaum weiden können. Den Eindruck stelle ich mir phantastisch vor. Dennoch bin ich bezüglich dieses Baumes noch unsicher. Vor Jahren hatte mir eine Freundin Saatgut geschenkt und ich war dann irgendwie auch froh, dass es nicht aufgegangen ist. Zum einen, weil ich einen so riesigen Baum gar nicht in meinen Garten hätte pflanzen dürfen, zum anderen, weil es im Netz sehr unterschiedliche Meinungen dazu gab, ob Bienenbäume überhaupt in unsere Landschaft gehören. Ich schaue mal, ob ich den Beitrag wiederfinde und verlinke dann hier. Ich würde mich über eine Diskussion dazu freuen, weil ich immer noch keine klare Haltung zum Bienenbaum entwickeln konnte. :zopfie_augenroll
    • Tja, irgendwie finde ich diese Beiträge nicht mehr, in denen behauptet wurde, der Bienenbaum sei invasiv und es wäre unverantwortlich, ihn hier bedenkenlos zu pflanzen. Statt dessen lese ich jetzt in vielen Beitragen, er wäre nicht invasiv. War vielleicht wieder Panikmache angesichts "fremder Einwanderer"?Wobei ich es schon richtig finde, sich über die Folgen von Pflanzungen vor dem Pflanzen Gedanken zu machen. Damals dachte ich an die hunderten kleinen Eschen, die jedes Jahr noch in meinem Garten keimen, obwohl der Mutterbaum seit Jahren raus ist. Extrem anstrengend... Davon brauche ich keine Neuauflage.
      Das einzig kritische, was ich jetzt gefunden habe, ist, dass einige Imker den Honig vom Bienembaum nicht lecker finden. Andere schlagen vor, diese späte Tracht den Bienen dann einfach als Winterfutter zu lassen, statt ihnen Zuckerwasser zu geben. Auch eine Lösung. Ich finde eine sehr bienenfreundliche.
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