Substrat für Zimmerpflanzen

    • Substrat für Zimmerpflanzen

      Hallo zusammen,

      ich habe bisher immer für meine Zimmerpflanzen Erde aus dem eigenen Garten+Komposterde+Sand gemischt.

      Gestern schaute ich mir die "RBB Gartenzeit vom 26.01.2020" an. Hier wurden unempfindliche Zimmerpflanzen wie z.B. Ficus-Arten, Fensterblatt ... in ein spezielles Substrat gepflanzt. Angeblich brauchen die dann 4 Wochen lang kein Wasser.
      Es wurde ein schöner Topf ohne Abzugsloch genommen, darein ein Silikoneinsatz. Nun wurde die Zimmerpflanze mit Erde aus dem alten Pflanztopf genommen, ein relativ großer Wasserstandsanzeiger(?) reingesteckt und dann der ganze Topf mit einem speziell zusammengemischten sehr körnigen Substrates aufgefüllt.

      Natürlich wurde nur gesagt, dass diese Gärtnerei auch "liefert" - die Zusammensetzung der "Füllmasse" wurde nicht verraten.
      Wasserstandsanzeiger kenne ich nur von Balkonkästen mit Wasservorrat oder Hydrokultur.
      Die zeigen aber doch nur "Wasserstand" an. Gibt es da noch andere Anzeiger, welche "Feuchtigkeit" anzeigen?

      Hat jemand mit sowas Erfahrungen?
      Ich hätte ja zum Beimischen noch Perlite und Blähton.

      Gruß Birgit
    • ohne es jetzt gesehen zu haben denke ich das es auch nur eine art wasserspeichertopf ist und nur gröberes substrat aufgefüllt wird damit die sturktur erhalten bleibt und die wurzeln an luft kommen.
      ich denke aber das bei dieser methode deine erdmischung eher ungeeignet ist da sie zu fein ist,da wäre TKS2 oder selbst gemischtes Torfsubstrat mit vielen fasern und mineralischen anteilen besser.
      wer im Glashaus sitzt............

      hat immer frisches Gemüse :zopfie_grinszahn
    • erny2006 schrieb:

      ich denke aber das bei dieser methode deine erdmischung eher ungeeignet ist da sie zu fein ist
      Meine Erdmischung nehme ich ja auch "normalerweise".
      In dem Filmchen wurde aber eben einfach die vorhandene Zimmerpflanze aus dem Topf genommen , grob abgeschüttelt und dann in das neue körnige Substrat gesetzt. War sehr grob - also nicht nur Blähton und Perlite.
      Wurde halt leider nicht gesagt, was da alles drin war.

      Gruß Birgit
    • kann aber auch sein das es normale Schwimmer sind und der Topf ein Reservoir hat. Ist ja bei wasserspeicherkästen auch so.
      Bei den seramisdingern funktioniert glaube ich auch nur seramis,mit blähton geht das nicht.
      Ich kenne mich mit dem lechuza System nicht aus. Vielleicht ist es auch das.
      Hab nur mal gehört das es auch ein wasserspeichersystem mit eigenem Substrat ist.
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      hat immer frisches Gemüse :zopfie_grinszahn
    • da mir das Thema keine Ruhe gelassen hat habe ich jetzt mit einem Gärtner gesprochen der auch viele Zimmerpflanzen zieht.

      Er sagte das es funktioniert,er empfiehlt Lavabruch mit unterschhiedlicher Körnung von 2 bis 10mm,Bims in selber Körnung, gebrochenen Blähton und perlite.
      bei größeren Pflanzen oder Töpfen über 18cm Durchmesser auch noch gröberes Material.

      Das Gemisch muss so hoch im Topf sein wie der Gießanzeiger den Maximumpunkt anzeigt,darauf dann der Ballen und mit der Mischung die Ränder aufgefüllt. Bei dieser Mischung sagt er, sollte dünger für Hydrokultur verwendet werden da sonst irgendwas mit Dem Ionenaustausch nicht klappt.(als das in den Lehrgängen behandelt wurde war ich vermutlich Kreide holen :zopfie_grinszahn ,aber irgendwas war da mit H+ und H- und Dünger)

      Will man einen herkömmlichen Dünger verwenden sollte noch 1/5 bis 1/6 der Mischung aus groben Zeolith bestehen.Das Zeolith puffert irgendwie Nährstoffe und setzt die Wasserstoff-ionen anders frei.
      wer im Glashaus sitzt............

      hat immer frisches Gemüse :zopfie_grinszahn
    • Kein Problem.
      ich bin aber der festen Überzeugung das Pflanzen die regulär in humosen Böden wachsen auch besser in guter Kübelpflanzenerde aufgehoben sind als in mineralischen Substraten. Gerade die Versorgung mit Eisen stelle ich mir in Mineralsubstrat problematisch vor.

      Aber das ist nur meine persönliche Meinung und soll das Hydrosystem nicht schlecht machen.

      Ich verwende weiterhin mein Torfsubtrat und bin davon völlig überzeugt.
      wer im Glashaus sitzt............

      hat immer frisches Gemüse :zopfie_grinszahn
    • Hei, womit ich immer mit den Wasserpflanzentöpfen Probleme hab, ist Schwefelwasserstoff (puh, das stinkt nach faulen Eiern) in den Töpfen...vor allem im Winter..
      Im Sommer, wenn die Pflanzen "arbeiten" ehr nicht
      Da hieß es mal irgendwo auf einer Seite, man solle bei Hydrokultur Wasserstoffperoxyd zusetzen...
      3%iges hab ich immer da, auch zur Wunddesinfektion...
      Aber nirgends kann ich finden, wieviel?
      Bei Aquaponics wird das wohl auch gemacht...
      Weißt Du darüber was?

      Das mit dem Zeolith könnte ich mal versuchen...hab ich auch da...
      Weil in den Wasserpflanzenpötten ist auch ein Anteil Erde mit drin, und mit der Zeit bildet sich auch "Humus/Schlamm" aus abgebauten Pflanzen und Wurzelresten...

      Es heißt auch man soll kein Entmineralisiertes Wasser für Hydrokultur nehmen, weil der Dünger Calcium und Hydrogencarbonat braucht.
      Aber die Töpfe stinken im Winter noch mehr, wenn der Ph hoch ist...vielleicht bildet sich dann zusätzlich auchnoch Amoniac?
      Teilwese sterben die Pflanzen dann auch ab, wenn ich nicht rechtzeitig die Reißleine ziehe...
      VG Monika