Kauft Blumen, nicht Toilettenpapier

    • Mein Vater hat sich früher immer die abgeschnittenen Tulpen- und Narzissenzwiebeln in der Gärtnerei geholt und im eigenen Garten eingepflanzt.
      Im Sauerland wurden die noch nicht aus Holland importiert. Die haben zuhause noch viele lange Jahre geblüht!
      Erfolg besteht zu 10 % aus Inspiration, -
      zu 90 % aus Transpiration. (Philip Rosenberg)
    • marcu schrieb:

      Mein Vater hat sich früher immer die abgeschnittenen Tulpen- und Narzissenzwiebeln in der Gärtnerei geholt und im eigenen Garten eingepflanzt.
      Im Sauerland wurden die noch nicht aus Holland importiert. Die haben zuhause noch viele lange Jahre geblüht!
      ob das heute auch noch geht? :zopfie_studier :kichergirl
      Lieben Gruß vom unbekümmerten, leichtsinnigen Gartenmädchen Janine :zopfie_winke
    • JS27 schrieb:

      ob das heute auch noch geht?
      Ja, klar, warum nicht :zopfie_nein
      Aber das dauert, bis die wieder blühen, da die mit den Schnitt-Tulpen auch die Blätter mit ab schneiden - in dem Jahr hat die Zwiebel keine Möglichkeit Reserven wieder aufzufüllen :zopfie_noe
      Wenn sie aber groß genug ist, schafft sie es im nächsten Jahr dann trotzdem auszutreiben, vielleicht dann aber ohne Blüte :zopfie_traurigja
      LG Rena :tiersmilie02
    • zitze schrieb:

      Ja, klar, warum nicht :zopfie_nein Aber das dauert, bis die wieder blühen, da die mit den Schnitt-Tulpen auch die Blätter mit ab schneiden - in dem Jahr hat die Zwiebel keine Möglichkeit Reserven wieder aufzufüllen :zopfie_noe
      Wenn sie aber groß genug ist, schafft sie es im nächsten Jahr dann trotzdem auszutreiben, vielleicht dann aber ohne Blüte :zopfie_traurigja
      ja das hast du recht :zopfie_studier manchmal verstehe ich die Hersteller / Verkäufer nicht... Die ganzen Zwiebeln könnte man doch sicherlich zwischenlagern, wenn man das wollen würde...
      Lieben Gruß vom unbekümmerten, leichtsinnigen Gartenmädchen Janine :zopfie_winke
    • Ja - warum denn nicht?
      Fehler ist zwar, dass sich die Zwiebel nicht mehr vom absterbenden Laub erholen kann, aber nach der Sommerruhe kann man sie wieder einpflanzen.
      Mein Vater hat die dann nicht wieder ausgegragen; erst nach 10 Jahren oder mehr, als im Frühjahr gar nix mehr kam: da waren sie fast einen Meter tief in der Erde verschwunden. (Da hätte auch kein Grün ans Tageslicht kommen können!
      Aber: sie waren noch intakt, nicht verfault oder verdorben.
      Er hat sie ausgebuddelt, trocknen lassen und im Herbst wieder eingebuddelt, und dann blühten sie im nächsten Jahr wieder. Und daher glaube ich nicht: dass die Zwiebeln in den Gärtnereien aufm Kompost landen; die werden nur den Platz für Sommerpflanzen benötigen.
      Früher habe ich meine im Herbst auch brav ausgebuddelt und in der Garage überwintert - bis mir ein Licht aufgiong:
      "Du hast mit 3 Kindern, Haus und Garten genug zu tun lebst im milden Rheinland und der Papa im Sauerland macht das auch nicht, und die kommen immer wieder - warum nicht auch im weit milderen Rheinland-Klima?
      EIN Versuch war's wert - und seitdem klappt das (sogar, wenn's mal eine Nacht Frost gibt).
      - und: sollte es in den nächsten 10 Jahren mal NICHT klappen: fahre ich im Herbst zur Raritätenbörse nach Essen / GRUGA und investiere in neue Zwiebeln - dann gibt's auch mal andere Sorten!
      Amaryllen und andere Zwiebeln werfe ich ja auch nicht nach einmaligem Blühen weg - die werden im Keller überwintert.
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    • marcu schrieb:

      Und daher glaube ich nicht: dass die Zwiebeln in den Gärtnereien aufm Kompost landen
      Doch - es kam mal ein Bericht im Fernsehen und das war auch eine kleine Gärtnerei, kein Großbetrieb :zopfie_nein
      Es lohnt einfach nicht, da man die dicken, blühfähigen Zwiebeln billiger kaufen kann - es ist auch nicht sicher, dass die beschnittenen Zwiebeln im nächsten Jahr eine schöne große langstielige Tulpe bilden :zopfie_noe
      Auch sämtliche Frühjahrsbepflanzungen in den Städten fliegt einfach auf den Kompost, wenn die die Kübel mit den Sommerpflanzen bestellen :zopfie_traurigja
      Ausnahme sind die bepflanzten Baumscheiben - hier bleiben die Narzissen und Tulpen ja stehen und können einziehen :zopfie_ja

      marcu schrieb:

      Früher habe ich meine im Herbst auch brav ausgebuddelt und in der Garage überwintert
      Das macht man ja bei Tulpen sowieso nicht :zopfie_nein die sind ja winterhart - das ist ja nicht das Problem bei denen :zopfie_nein
      Was die nicht vertragen können ist Nässe im Sommer wenn sie eingezogen in der Erden liegen - und deshalb hat man die früher nach der Blüte ausgegraben und trocken in Garage oder Keller übersommert - im Herbst wurden die dann wieder eingebuddelt, damit sie im nächsten Frühjahr wieder blühen konnten :zopfie_ja
      Deshalb waren ja Tulpen und Dahlien so beliebt früher - erst blühten die Tulpen und an die Stelle kamen dann im Sommer die Dahlien - kamen die Dahlien im Herbst raus, wurden da wieder die Tulpen hin gesetzt. :zopfie_ja
      Das hat sich aber alles etwas verschoben inzwischen und die Sommer sind ja inzwischen so trocken, dass man die Tulpen auch stehen lassen kann. Früher ging das auch schon, aber nur mit besonders robusten Sorten, die für die Verwilderung geeignet waren :zopfie_ja
      LG Rena :tiersmilie02
    • Diese Kenntnisse hatte ich bisher nicht - ich danke Euch! :thumbup:
      Ich habe bisher "frei nach Schnüß" gegärtnert - nur bei exotischeren Pflanzenb habe ich mich gründlich informiert....
      (Und wenn ich zu große Stauden habe, teile und verschenke ich die gern!)
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    • Keine Schnittblumen für mich! Außerdem bin ich 'fortgeworfene Blumenzwiebel-Retterin'. ;)
      Auf einem meiner Hundewege liegen zwei große Komposthaufen von zwei Gartencentern.
      Ich kann da nicht vorbeigehen, ohne dass die 'entsorgten' Zwiebeln in meine Jackentasche wandern.
      Letztes oder vorletztes Jahr habe ich hier im Forum auch solche, nur gegen Porto, verschickt.
      Wenn ich sie umsonst bekomme, können ja auch andere etwas davon haben.
      So werde ich morgen mal wieder daherspazieren-- und vermutlich einsammeln. Wenn ich zu viele finde, melde ich mich, ja?

      Kann man ja auch als Ostereiersuchen betrachten... *lächel*

      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.
    • Hei, vor 30 Jahren hab ich rund um die Kastanie, Appeldorn Tulpen eingegraben...damals hatte ich gelesen, man soll sie 30cm tief eingraben, auf eine 5cm dicke Sandschicht. DAs hab ich gemacht...Und wenn sie so 5cm groß sind, werden sie gedüngt., Damit sie was zu futtern haben beim Einziehen.
      Die kamen zuverlässig alle Jahre wieder...irgendwann waren sie dann aber auch oben angekommen..die wachsen nach oben weg, nicht nach unten...Seit wenigen Jahren werden sie immer weniger. Wollte nachkaufen, aber hab keine gefunden.

      Ausbuddeln wäre bei unserm tonigen Lehm und den Kastanienwurzeln strafarbeit...
      Meine Zwiebelblumen bleiben wo sie sind und die meisten kommen auch immer wieder und blühen auch.
      Ich glaub aber schon, das Düngen wichtig ist und das man das Laub stehen läßt, bis es von selbst verdorrt...

      Die Zierlauch lass ich ausfallen..da hat sich schon eine Stattliche Menge gebildet..dieses Jahr sind es besonders viele...muß ich mal knipsen, wenn die blühen...

      VG Monika
    • Mowa schrieb:

      Wollte nachkaufen, aber hab keine gefunden
      Die gibt es aber noch :zopfie_ja - nicht oft, aber immer wieder :zopfie_ja
      Du kannst auch die gelbe Variante nehmen, heißen golden Apeldoorn, die kommen auch zuverlässig wieder :zopfie_ja
      Ich kaufe ja oft Tulpenzwiebeln beim Discounter - einfach probieren welche wieder kommen und auf deinem Boden wollen :zopfie_ja
      Bei 99 cent für 10 oder 12 Stück kann man schön testen :zopfie_ja Bei mir gehen die van Eijk auch sehr gut :zopfie_ja

      Mowa schrieb:

      Ich glaub aber schon, das Düngen wichtig ist und das man das Laub stehen läßt, bis es von selbst verdorrt...
      Düngen muss man vor der Blüte :zopfie_ja und schön einziehen lassen- meine Nachbarn im Mehrfamilienhaus damals fanden die welkenden Zwiebel-Blumen immer doof und haben kurz nach der Blüte das Laub abgeschnitten :zopfie_augenroll - sich dann aber gewundert wo die immer bleiben :zopfie_traurigja
      LG Rena :tiersmilie02
    • JS27 schrieb:

      @Anjoli dürfte ich mich auch "anmelden"? :zopfie_schaem
      @Anjoli
      Ich mich auch?
      Ich finde es so toll, dass Du Zwiebeln rettest.
      Auch ich wusste nicht, dass sie weggeworfen werden. Das ist alles so kurzzeitig gedacht. Es tut richtig weh. Muss überall auf Teufel komm raus billig und schnell produziert werden, ohne Rücksicht auf Tiere und Pflanzen? Ich bin immer wieder entsetzt, dass dieses System vor nichts halt macht. Gepanschter Honig, Dumpingpreise für Orangen, etc. Egal, mit welchem Thema man sich beschäftigt: Die Natur wird ausgepresst, wo es nur geht. Und die Menschen, die Pflanzen und Nahrung herstellen (also ich meine die, die ackern) auch.
      Danke für das Thema @Mowa. Es hat sich zwar anders entwickelt, als Du meintest, aber war für mich sehr informativ.
      Meine Schwester arbeitet in Niedersachsen in einem Baumarkt-Gartencenter. Als die im März plötzlich schließen und nur noch für Gewerbetreibende öffnen durften, hatte sie auch schon die Befürchtung, dass die vielen Frühjahrspflanzen auf dem Pflanzenfriedhof landen. Glücklicherweise wurde der Erlass korrigiert und letzten Samstag durften sie unter großen Hygienemassnahmen wieder öffnen. Statt eines chaotischen Ansturms seien die Kunden so ruhig, rücksichtsvoll und dankbar gewesen, ihre Gartenprojekte, umsetzten zu können. Das hat sie sehr gefreut.
      Alle glücklich.
      Da kann man glatt vergessen l, Toilettenpapier zu kaufen. :zopfie_grinszahn
    • Ja klar, Maria! Ich muss nur erst sehen, was ich morgen finde!
      Erstmal abwarten, was morgen, vielleicht auch übermorgen da ist, dann sehen wir weiter.
      Aber ich mache das schon länger, mit dem Zwiebeln retten. Sicher seit vier, fünf Jahren, genau gesagt: seitdem ich hier wohne.

      Na, dann wollen wir mal hoffen, dass ich über die Ostertage für Euch ( und für die armen Zwiebeln) sehr erfolgreich bin.

      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()

    • Also ich kaufe mir gerne mal einen Strauß Schnittblumen :tulpe
      Doch ich schau eben wo. Also direkt bei ökologischen Gärtnerei-Betrieben und bin auch bereit, einen entsprechend höheren Preis zu zahlen und nicht bei Discountern oder ähnlichen Anbietern, welche ihre Schnittblumen z.B. aus Kenia beziehen und damit zur Wasserknappheit in diesen Regionen beitragen.

      Die Schnittblumen von hier (Deutschland) ansässigen und produzierenden Betrieben sind zwar teurer, doch von so ausgezeichneter Qualität, dass so ein Strauß auch 10-14 Tagen schön ausschaut in der Vase. Qualität eben.
      Kann ich mir leider nicht regelmäßig leisten, aber wenn, dann habe ich richtig Freude an einen solchen Strauß.
      (Wie die das mit den Tulpenzwiebel handhaben, werde ich bei Gelegenheit mal erfragen :zopfie_studier )

      Bei meinen Sommerpflanzen, Geranien/ Petunien und Co. halte ich es ebenso - gekauft wird direkt beim produzierenden Betrieb/Gärtnereien.
      Das habe ich im übrigen auch schon vor 20 Jahren so gemacht, als ich noch in HH wohnte, da wurde im Mai ein Ausflug aufs Land gemacht um Sommerblumen für die Blumenkästen zu kaufen. :zopfie_grinszahn
      Wer weiter denkt-
      kauft näher ein.
    • ralui schrieb:

      Bei meinen Sommerpflanzen, Geranien/ Petunien und Co. halte ich es ebenso - gekauft wird direkt beim produzierenden Betrieb/Gärtnereien.
      Bei diesen Pflanzen bin ich mir auch sehr sicher, dass sie in der Gärtnerei produziert werden, in der ich sie kaufe. Die Pflänzlies kauft man ja direkt in den großen Gewächshäusern.
      Aber bei Schnittblumen wäre ich mir da überhaupt nicht sicher, dass die hier in Deutschland prodziert werden (bäh, 'prodzieren' finde ich in diesem Zusammenhang irgendwie falsch). Also ich vermute, dass die Schnittblumen in dieser Gärtnerei zumindest zum Teil aus Holland kommen. Aber ich könnte ja mal fragen, wenn ich das nächste Mal dort bin.
      Lieber Gruß
      Orlaya

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      Nicht-wissen ist keine Schande, aber Nicht-wissen-wollen ist eine Schande.
      Bauernweisheit