Kauft Blumen, nicht Toilettenpapier

    • Hi Trude, :)

      ich bin vor 5 Jahren in ein Dorf bei Warburg gezogen, hatte immer wieder Probleme mit meinem Nachbarn. Die älteren User hier können ein Lied davon singen, denn ich habe meine Probleme immer wieder geschildert - indes, so recht glaubte mir hier kaum eine.
      ( Es wurde, glaube ich, unterstellt, es müsste ja wohl irgendwie auch an mir liegen..)

      Naja. Jedenfalls, ich wurde ab dem fünften Tag meines Umzugs von anonymen Anzeigen verfolgt ( es ging immer um meinen Hund; der erste lief bei Fuß frei, die Leine im Maul, das gefiel nicht, der zweite bellte und wurde deshalb wohl von mir vernachlässigt...) , und erst ganz zum Schluss, nach der vierten Anzeige ( Hund bellte angeblich nachts um 2) , stellte sich heraus, es war mein direkter Nachbar!
      Da waren die anderen Nachbarn, die mich mochten, die nichts an mir und den Hunden auszusetzen hatten, losgezogen und hatten mal beim Bäcker und im Gymnastikverein und in der Kneipe für mich spioniert.
      Danach habe ich das Haus verkauft und bin- im Ort - umgezogen.
      Ich kann da jetzt zwar nicht mehr hinlaufen, zu den Kompoststellen, aber hinfahren.
      *****
      So, und da war ich heute.
      Der erste Haufen erwies sich als unergiebig, da lagen noch die ganzen Weihnachts- und Januarpflanzen. Also viel Erika und Zeug zum Kränzebinden, silbernes, hartes Zeug im Topf - eine Amarylliszwiebel fand ich dort. Muss wohl nach Ostern nochmal hin.

      Der zweite war ergiebiger. Ich habe zwei Hortensien für mich mitgenommen und eine ganze Tüte Tulpenzwiebeln, sowie Zwiebeln von etwas, was ich nicht kenne. Als die Tüte voll war, bin ich lieber wieder gegangen, bevor noch die Anwohner aufmerksam wurden.
      Ich fahre Ostersonntag wieder hin. Da liegt noch mehr. Die ganzen Narzissen kommen wohl aber auch erst nach Ostern.
      Nach Ostern kann ich da auch den Besitzer fragen, ob ich die alten Zwiebeln nicht ganz offiziell haben kann. Ihn kenne ich zwar nicht vom miteinander reden, aber er hat mich sicherlich schon registriert, denn sein alter Vater hat an mir und meinem Hund (!) den Narren gefressen.
      Ich komme aus dem Laden nicht raus, ohne bei dem älteren, wachen Herrn eine Zeitlang am Tisch gesessen zu haben und lang und breit zu plaudern. Und der Hund kommt nicht raus, ohne gestreichelt und beleckert zu werden. So eine Entscheidung vom Chef wäre mir natürlich sehr lieb. Mal gucken, vielleicht macht er es. Falls der Laden aber zu hat, muss ich wohl weiterhin die fortgeworfenen Dinger stibitzen.
      Naja.

      Gleich gehe ich runter zum Wagen und sortiere erstmal alles.

      ********
      Früher, als ich noch im Bergischen Land wohnte, habe ich auch gelegentlich Schnittblumen gekauft. Bei meiner Freundin Uschi. Sie hatten einen 100 Jahre alten Blumenladen --- und es ging ihnen finanziell absolut dreckig! Über Jahre und Jahre und Jahre! So dreckig, dass sie im Winter zum Teil ohne Heizung da saßen, weil sie kein Heizöl kaufen konnten. Uschi ist vor zwei Jahren relativ jung gestorben.
      Also, da habe ich auch Schnittblumen gekauft. Sehr gerne!
      Und es war mir wurscht, wo die herkamen.

      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()

    • ralui schrieb:

      z.B. aus Kenia beziehen und damit zur Wasserknappheit in diesen Regionen beitragen.
      Hei, deswegen hatte ich lange Zeit die Tulpensträuße verweigert, bis ich mitbekommen hab, das die nicht aus Afrika, sondern aus Holland kommen. Das war mir dann nicht so schlimm, weil es ja wenigstens Europa ist und nicht um den halben Globus geflogen werden muß.
      VG Monika
    • Mir kommt da gerade ein Gedanke:
      Die Blumenfelder zum Selberpflücken. Da gibt es ja auch diverse Zwiebelblumen, und im Winter sind die Flächen gepflügt. Ich habe mich immer gefragt, wie mühsam das wohl ist, die ganzen Zwiebeln auszubuddeln. Was meint ihr, werden die auch auf den Kompost geschmissen? Ich bin noch nie dran vorbei gefahren, wenn darauf gearbeitet wurde.
    • Ach Danke! Das ist ja doch beruhigend.
      Hier in der Nähe war vor Jahren ein Bauer, der im Frühjahr Tulpen zum Selbstpflücken hatte, im Herbst Dahlien etc. Der war so genervt davon, dass die Leute am Rand seiner Hofauffahrt geparkt haben, dass er zwei Jahre später dieses Geschäft aufgegeben hat. War etwas merkwürdig. In der Nähe einer Autobahnauffahrt muss man damit rechnen, dass die Leute nicht zu Fuß kommen.
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