Experiment gegen Bodentrockenheit- vorhandene Ackerwinde

    • Experiment gegen Bodentrockenheit- vorhandene Ackerwinde

      Hi, liebe Leute. :)

      Ich habe hier schon mehrfach von meinem neuen Garten erzählt, ja?
      Ist eine Wildnis, seit ewig nicht mehr gepflegt... und so weiter.

      Gut die Hälfte des Gartens ist für Pflanzen nicht nutzbar, weil da ( noch) ein ca. 20 cm hoher, brauner Belag aus zergangenen Fichtennadeln draufliegt.
      Da wächst von sich aus --- NICHTS!

      Den Belag will ich abtragen, in der Mitte des Gartens verteilen, dann werden an den Ecken Beete mit recht gutem Boden frei.
      In der Mitte des Gartens werde ich Rindenmulch drübertun, Tisch und Stühle drauf, da lässt es sich sitzen. ;)

      So. Nun habe ich aber noch die ganzen andere Bereiche.
      Klar, Giersch ist reichlich vorhanden, vor allem im Schatten. Brennnesseln und Efeu gedeihen wunderbar, und diverse höhere Unkräuter
      ( sieht etwas aus wie Knoblauchrauke, ist aber keine) desgleichen.
      Da, wo ich den Boden schon mal frei bekommen habe, und Iris und Stauden und Salbei und alles mögliche eingepflanzt habe, ist er in diesen regenlosen Zeiten natürlich komplett trocken - und knochenhart. Ich habe natürlich gemulcht, auf Teufel komm raus, kann aber die Trockenheit damit nicht wirklich ändern.

      Nun wächst da noch etwas anderes, und zwar in großen Scharen: die Ackerwinde. Das ist der kleinere Vertreter der weißblühenden Zaunwinde, okay?
      Sie überzieht flächig den Boden.
      Ich habe mir jetzt überlegt, die zumindest für dieses Jahr als Bodendecker stehen zu lassen, damit sie für das Erdreich etwas Schatten fängt.
      Nur da, wo sie sich an Iris oder Stauden hochrankt, will ich sie ausrupfen.
      Die Entfernung ihrer Wurzeln, die im nächsten oder übernächsten Jahr sicherlich ansteht, will ich auf dahin verschieben, bis meine Pflanzen und Bodendecker sich erstmal richtig eingewurzelt haben.

      Was haltet Ihr davon, so ein invasives Wildkraut, wie diese rosablühende Ackerwinde, als Bodendecker zu benutzen?

      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.
    • Niemals nie nicht! :zopfie_haareberge Teufelszeug in Engelsgestalt. Kaum auszurotten. Wurzelt 2 m tief. Kann man gar nicht früh genug damit anfangen, es wegzumachen, wenn man vorhat die Fläche als Beet zu benutzen. Wenn man allerdings gaaaanz viel Platz hat und eine Ecke weit weg, kann man sie wachsen lassen für die Nachtfalter, sind ja auch hübsch.
      Ich hatte im alten Kleingarten erst keine und dran kamen sie von der Nachbarin rüber und waren dann innerhalb von einem Jahr in einem Viertel des Gartens.
      LG
      Antje :zopfie_katze



      Nur mit Arbeit früh und spät wird es dir geraten, jeder sieht das Blumenbeet, keiner sieht den Spaten.
      :zopfie_giesst

      To plant a garden is to believe in tomorrow. :zopfie_herz
      – Audrey Hepburn
    • Sofern Stauden und Iris eingewurzelt sind, ist an die Ackerwinde im zugewachsenen Beet noch schwerer heranzukommen. Die tiefen Wurzeln rauszuholen ist so schon fast unmöglich, aber wenn man dann nicht richtig graben kann ist es noch schwerer. Hinzu kommt, dass die sich auch aussamt. Ich halte das für ein sehr riskantes Experiment. Ich halte auch die Mulchwirkung für eher gering und würde stattdessen hacken bzw richtig mulchen.
      "..., dass draußen Blumen rufen, zu einem Tag voll Weite, Glück und Wind..."
      (Rainer Maria Rilke, Das Stunden-Buch)
    • blume schrieb:

      n täglich Ackerwinde raus und es wird trotzdem immer mehr.
      Hab ich auch Last mit. Die dicken weißen Wurzeln gehen wohl sehr tief und brechen leicht, weshalb immer was in der Erde bleibt. Ganz schlimmes Unkraut.....
      Ein Garten ist ein großartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit;
      er lehrt uns Fleiß und Sparsamkeit; und vor allem lehrt er vollkommenes Vertrauen.

      Gertrude Jekyll
    • krautundrüben schrieb:

      blume schrieb:

      n täglich Ackerwinde raus und es wird trotzdem immer mehr.
      Hab ich auch Last mit. Die dicken weißen Wurzeln gehen wohl sehr tief und brechen leicht, weshalb immer was in der Erde bleibt. Ganz schlimmes Unkraut.....

      Mehr als 1m tief, die Wurzeln bekommst Du nie raus.
      Wer einen Garten hat lebt schon im Paradies



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    • blume schrieb:

      krautundrüben schrieb:

      blume schrieb:

      n täglich Ackerwinde raus und es wird trotzdem immer mehr.
      Hab ich auch Last mit. Die dicken weißen Wurzeln gehen wohl sehr tief und brechen leicht, weshalb immer was in der Erde bleibt. Ganz schlimmes Unkraut.....
      Mehr als 1m tief, die Wurzeln bekommst Du nie raus.
      Und wenn du sie oberflächlich abhackst, wachsen aus einer Wurzel gleich 4 bis 6 neue Pflanzen raus, auch zwischen anderen Pflanzen hindurch, sogar unter Steinen wachsen die weiter.
      MariPosa :daumgruen
    • blume schrieb:

      Ist noch schlimmer als Girsch
      Ja, viel schlimmer. Giersch kannst du jäten, ist zwar Arbeit, aber es funktioniert.

      blume schrieb:

      Mulchen z. B. mit Rasenschnitt, nützt leider gar nicht.
      Nein, das stimmt. Um die Winde zu erdrücken funktioniert das nicht.
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      (Rainer Maria Rilke, Das Stunden-Buch)
    • wir hatten mal eine Ackerwinde im Schlafzimmer. Die hat es unter dem Fundament geschafft zwischen die Dielen zu kriechen und war mindestens einen Meter lang. Wir waren so begeistert, dass wir sie drin gelassen haben bis sie alleine aufgegeben hat.
      Dazu muss man sagen, dass das Haus damals, es ist vor 1773 gebaut worden, auf der blanken Erde die Dielen liegen hatte. Solange die Lüftungsöffnungen funktionierten, passierte auch nichts. Ich schätze mal, dass damals, als es gebaut wurde auf der Erde der Lehm festgestampft wurde, die Holzfußböden werden erst später dazu gekommen sein. Sie hatte in zwei Zimmern dann den Hausschwamm. Man hat unzulässigerweise mit modernen Materialien, wie Latex, Zement und andere die ganzen Lüftungen dicht gemacht.
      Es grüßt Malvine
    • Vielen Dank für Eure Einschätzungen! :)

      Ich meine, wir sollten unterscheiden zwischen Ackerwinde und Zaunwinde.
      Zaunwinde hatte ich auch schon mal, in einem alten Garten im Bergischen Land, in jenem, in dem das Rotkehlchen( irgendwo hier erzählt) sich immer wieder auf den Quergriff meines Spatens setzte, als ich versuchte, sie auszumachen. Ich habe echt fast metertiefe Löcher gebuddelt, um alle weißen, langen Wurzeln auszumachen, und es gelang mir--- NICHT! ;(
      Ich teile Eure Auffassung, dass das das allerschlimste Unkraut überhaupt ist, weil man ihm nicht Herr werden kann.

      Aber ist nun die kleinere Ackerwinde genauso schlimm wie die weißblühende Zaunwinde? Hat die ebenso schreckliche Wurzeln?
      Ackerwinde hatte ich nämlich noch nie, in keinem Garten, und ich habe überhaupt keine Ahnung, wie sie sich unter dem Erdboden verhält.
      Anfangs, als ich sie sah, war meine erster Impuls auch sofort: ausmachen!
      Aber dann sah ich, dass sie etwas andere, rundere, kleinere und kompaktere Blätter hat als die Zaunwinde, und das ließ mich zögern.
      Ich dachte: das gucke ich mir erstmal an. Vielleicht ist das Kraut in diesem Garten ja zu irgendwas nutze?

      Ich glaube, nach Euren geäußerten Einschätzungen, werde ich einen Kompromiss wählen. Da, wo jetzt schon Iris und Stauden und Salbei und sonstwas wachsen, werde ich sie gnadenlos ausmachen. Schaden kann das ja in jedem Fall nicht, denn, falls sie sich als ebenso schrecklich entpuppt wie die Zaunwinde, kann es ja nur nutzen. Besser früher raus als später, denn, wenn Dinge schon eingewachsen sind, wird es ja noch schwieriger, wie Du schreibst, @Ste.
      An den jetzt noch wilden Ecken werde ich sie stehenlassen, da kann ich sie beobachten, und da muss ich augenblicklich auch nicht unbedingt buddeln. Muss dann nur gucken, dass sie sich nicht noch weiter versamt.

      So war es doch gut, dass ich hier nachgefragt habe!

      Herzlichen Dank!

      Geli
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    • Anjoli schrieb:

      Hat die ebenso schreckliche Wurzeln?
      Ja. Ich habe überall Ackerwinde und sie wurzelt ebenso tief. Ein Teil neu angelegter Hecke hatte ich mit Vlies und darauf Holzhackschnitzel abgedeckt, damit mir - wie früher - beim Mähen mit dem Freischneider nicht immer passiert, dass ich die Sträucher streife. Das Vlies liegt zwei Jahre, vor kurzem habe ich Sträucher nachgesetzt und unter dem Vlies windet sich die Winde, um irgendwo einen Durchlass zu finden. Den sie an einigen Stellen bereits gefunden hatte. Die überdauern sehr lange und dies sicherlich aufgrund ihrer tiefreichenden Wurzeln.
      "..., dass draußen Blumen rufen, zu einem Tag voll Weite, Glück und Wind..."
      (Rainer Maria Rilke, Das Stunden-Buch)
    • Hei, bei mir im Gemüsegarten gab es auch die rosablühende Zaunwinde...
      Hat mich auch maßlos geärgert die ersten Jahre...immer wenn sie irgendwo rauskam, gleich abgerissen...
      Irgendwann war sie verschwunden...auf nimmer wiedersehen...
      Ebenso die Weiße...da taucht immer mal eine auf..die Vögel werden die Samen wohl verteilen...
      Das selbe..ich reiß sie raus..dann vielleicht noch einzweimal und weg ist sie...
      Die können das genauso nicht ab, das sie ihrer Assimilationsfläche beraubt werden, wie alles andere Unkraut auch.
      Wenn ich eine Fläche reinigen wollte, würde ich eine Folie auflegen, 10 cm Geschreddertes drauf und 1-2 Jahre warten..dann sollte so ziemlich alles den Löffel abgegeben haben...da muß man einfach mal die Zeit arbeiten lassen...is was für intelligente Faule :zopfie_glubsch
      Was mich viel mehr ärgert, ist Schlingknöterich...selbst kleinste Pflänzchen haben in den Blattachseln schon Samenkörner :zopfie_ohnmacht
      Hab den auf einer Ecke vom Grundstück, wo ich mit Folie nix anfangen kann...der is immer schneller als ich...Wenn er sich schon in die Bodendeckerrosen oder Büsche gewunden hat, kriegt man ihn auch nimmer raus, ohne das die blöden Samen rieseln..eigentlich müßte man ihn schon mit 10cm erwischen...dann gehts noch...das is eine von den Pflanzen, die ich extra sammele und dann verbrenne...Viel ist es im Mom nicht, aber trotzdem muß man hinterher sein...
      VG Monika
    • @Mowa, hab die Ackerwinde im ganzen Gemüsegarten, da ka habe nicht einfach mal 1 - 2 Jahre mit Folie abdecken. Hätte die wahrscheinlich ma, kg geschenkten Pflanzen eingeschleppt. Rausrupfen ganz konsequent das ganze Jahr über. Im Herbst wenn der Garten umgegraben wird ziehe ich jede Wurzel die ich finden kann raus. Das merkt man. Könnte die letzten beiden Jahre nicht alles umgraben, da ist es jetzt halt auch besonders schlimm.
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