Obstbäume im heimischen Garten - Sortenauswahl

    • Obstbäume im heimischen Garten - Sortenauswahl

      Moin ihr Lieben,

      wir möchten uns eine schöne Obstwiese anlegen bzw. unsere erweitern und nun bin ich auf der Suche nach guten, leckeren, ertragreichen Sorten und wollte mal fragen, welche ihr da so in eurem Garten stehen habt.
      Aus Platzgründen, um möglichst einige Bäume pflanzen zu können, sind wir von Hochstämmen in unserem Hausgarten total abgekommen. Erst wollten wir dann Halbstämme nehmen, aber in Blick auf die Zukunft (wir werden ja nicht jünger) haben wir uns jetzt für Spindel/Buschbäume entschieden. Die werden wir hoffentlich lange Zeit selber bewirtschaften können.

      Auf dieser Wiese bereits vorhanden sind drei Kirschbäume (ein Halbstamm und zwei Spindel), eine Pflaume Sorte Hauszwetschke (Halbstamm) und der Winter-Apfel Ontario (Spindel).

      Wir hätten gerne noch:

      Mirabelle, Quitte, weitere Pflaume, Birne, Pfirsich und Nektarine, sowie weitere Äpfel, wobei die Sorte Rotfranch schon fest steht.

      Welche Sorten könnt ihr denn so empfehlen? Was habt ihr im Garten, welche Sorten überzeugen euch und warum?
      Neue Herausforderungen sind wunderbare Gelegenheiten, Neues über sich selbst zu erfahren.
      (Ernst Ferstl)
    • ralui schrieb:

      Mirabelle, Quitte, weitere Pflaume, Birne, Pfirsich und Nektarine, sowie weitere Äpfel, wobei die Sorte Rotfranch schon fest steht.


      Welche Sorten könnt ihr denn so empfehlen? Was habt ihr im Garten, welche Sorten überzeugen euch und warum?
      leider kann ich dir nur etwas zu der Mirabelle sagen, meine Eltern hatten früher den absoluten Klassiker, die 'Nancy'. Sie haben mir dann ein Bäumchen zum 35. Geburtstag geschenkt. Aber eine Nancy-Mirabelle bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung :zopfie_daumen sehr lecker und ertragreich. Wächst auch auf der rauhen Ostalb gut, sie braucht aber meines Wissens einen Befruchter, da geht aber auch eine Zwetschge oder Pflaume.
      Lieber Gruß
      Orlaya

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      Nicht-wissen ist keine Schande, aber Nicht-wissen-wollen ist eine Schande.
      Bauernweisheit
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      Im Garten der Zeit wächst
      die Blume des Trostes.


    • Tja, mit den Sortennamen in meinem Garten habe ich ein Problem.
      Habe fast alles alte Apfelsorten (von Onkel selbst gezogen oder von Großonkel veredelt).
      Aber zu der Zeit haben mich Namen noch nicht interessiert :zopfie_augenroll
      Sicher kann ich nur sagen, wir haben einen "Gravensteiner"-Apfel. Der Baum ist zwar relativ krankheitsanfällig - aber dafür schmecken die Äpfel ganz toll und reifen auch sehr früh, kurz nach dem "Augustapfel" (Klarapfel). Ist bei uns ein Apfel zum gleich wegessen.
      Und dann hatten wir noch einen sehr zeitigen Apfel. Bei uns hieß der "Erdbeerapfel" - ober der Name stimmt, kann ich nicht sagen. Er reifte unmittelbar nach dem Augustapfel, war etwas kleiner, sehr aromatisch, Schale rötlich/gelb.
      Leider hat GG den einzigen Ast dieser Sorte von unserem "Mehrsortenbaum" abgesägt, weil er beim Rasen mähen gestört hat :zopfie_heul

      Gruß Birgit
    • Ich würde besonders auf regionale Sorten schauen, die dem Boden und (vorherrschenden) Klima angepasst sind. Da würde mir als Apfel der 'Finkenwerder Herbstprinz' einfallen, mein Lieblingsapfel. Der gedieh in Omas Garten, was aber schon eine andere Region war. :zopfie_zwinkgrins Hochgebaut ist er mit guter Säure, lagerfähig und meiner Meinung nach vor dem Ontario pflückreif.

      Als Quitte empfehle ich die altbewährte Konstantinopeler Apfelquitte.

      Bei alten Apfelsorten kommt als Plus (neben der Regionalität) noch die oft bessere Verträglichkeit für Allergiker hinzu. Eckhardt Brandt scheint mir eine gute Adresse zu sein. :zopfie_zwinkgrins

      Cox Orange soll leider mit unserem Klima nicht gut zurecht kommen und ich finde den Holsteiner Cox nur eine schwache Alternative.
    • Ich hab einen im Garten :zopfie_ja , übernommen. Aber unter einem kräftigen Baum stell ich mir was anderes vor. Bei euch könnte der Boden aber auch sandiger gewesen sein.

      @ralui hat Marschenboden und atlantisches Klima. Da würde ich den nicht empfehlen. Aber, regionale Baumschulen wissen, was klimatisch und vom Boden her geht. Es gab ja nicht umsonst so eine Sortenvielfalt früher. Ich habe einen Apfel im Garten, der im Nachbardorf gezüchtet wurde.
    • Hallo @ralui
      das hört sich nach einem tollen Projekt an.
      Ich liebe die alten Apfelbäume, die seit über 60 Jahren in meinem Garten stehen, aber heutzutage würde ich die Sorten wahrscheinlich nicht mehr pflanzen. Der Klimawandel macht sich auch in Bielefeld bemerkbar. Letztes Jahr gab es viele Äpfel mit Sonnenbrand, nicht nur bei mir. Ich würde Dir empfehlen, Dich von einer regionalen Baumschule beraten zu lassen. Letztes Jahr war ich mal im Pomarium Frisiae des Ökowerks Emden. Das war sehr beeindruckend. 600 verschiedene Apfelsorten, auch viele andere alte Obstsorten... Sie verkaufen auch Bäumchen. Es ist zwar nicht so ganz in der Nähe von Dir, aber die Richtung passt vielleicht schon, auch von den Anbaubedingungen?

      oekowerk-emden.de/blick-ins-oekowerk/pomarium/
    • Orlaya schrieb:

      Aber eine Nancy-Mirabelle bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung
      Ja, die hab ich auch im Hinterkopf :zopfie_daumen

      tigrib schrieb:

      "Augustapfel" (Klarapfel)
      Den würde ich haben wollen, wenn, ja wenn unsere Nachbarn nicht einen riesigen davon im Garten hätten und uns jedes Jahr reich beschenken würden. :kichergirl Daher nehme ich für den sofort Verzehr lieber den Rotfranch <--- einer meiner Liebsten.

      Ste schrieb:

      Finkenwerder Herbstprinz'
      Klasse, den Namen habe ich jetzt wirklich ein paar Tage lang gesucht. Die Sorte kenne ich auch noch aus dem Garten meines Onkels, hat mir immer gut gefallen. Der kommt in die Auswahl.

      Ste schrieb:

      Konstantinopeler Apfelquitte.
      Ist notiert. danke.

      Maria65 schrieb:

      Hallo @ralui
      das hört sich nach einem tollen Projekt an.
      Danke ja. Ich träume da schon recht lange von. Erst wollten wir eine richtige Obstwiese mit Hochstämmen anlegen, die wäre dann aber ein Ort weiter gelegen und ich hätte gerne etwas hier am Haus, daher jetzt die Lösung mit den kleineren Bäumen. An dem anderem Grundstück können wir das Projekt Obstbaumwiese mit Hochstämmen immer noch verwirklichen, nach Corona, wenn sich unsere wirtschaftliche Lage wieder etwas stabilisiert hat....
      Also erstmal im kleinem hier im Garten, da ist aber auch locker für 12 -15 Bäume Platz :zopfie_zwink
      Neue Herausforderungen sind wunderbare Gelegenheiten, Neues über sich selbst zu erfahren.
      (Ernst Ferstl)
    • ralui schrieb:

      Moin ihr Lieben,

      wir möchten uns eine schöne Obstwiese anlegen bzw. unsere erweitern und nun bin ich auf der Suche nach guten, leckeren, ertragreichen Sorten und wollte mal fragen, welche ihr da so in eurem Garten stehen habt.
      Aus Platzgründen, um möglichst einige Bäume pflanzen zu können, sind wir von Hochstämmen in unserem Hausgarten total abgekommen. Erst wollten wir dann Halbstämme nehmen, aber in Blick auf die Zukunft (wir werden ja nicht jünger) haben wir uns jetzt für Spindel/Buschbäume entschieden. Die werden wir hoffentlich lange Zeit selber bewirtschaften können.

      Auf dieser Wiese bereits vorhanden sind drei Kirschbäume (ein Halbstamm und zwei Spindel), eine Pflaume Sorte Hauszwetschke (Halbstamm) und der Winter-Apfel Ontario (Spindel).

      Wir hätten gerne noch:

      Mirabelle, Quitte, weitere Pflaume, Birne, Pfirsich und Nektarine, sowie weitere Äpfel, wobei die Sorte Rotfranch schon fest steht.

      Welche Sorten könnt ihr denn so empfehlen? Was habt ihr im Garten, welche Sorten überzeugen euch und warum?
      Hallo rauli,
      was hälst Du denn zusätzlich zu den von Dir genannten Bäumen noch von einer Feige? Meine träge bis zu 3x im Jahr, die 3 "Charge" wird manchmal nicht mehr reif. Wir haben jedes Jahre reichlich sehr leckeren Ertrag :) Wenn Du magst, kann ich Dir Stecklinge machen.
      Gruß
      Antje
    • Zum Pfirsich habe ich noch Tipps. Achte bloß auf eine gesunde, robuste Sorte, die explizit nicht so unter der Kräuselkrankheit leidet. Ansonsten macht es viel Arbeit und wenig Spaß, wenn der Baum immerzu darunter leidet.

      Ich hatte bereits viele Pfirsichsämlinge getauscht, habe so eine "Selbstzucht - DDR - Sorte - namenlos" im Garten. Dieser Baum leidet kaum unter der Kräuselkrankheit und wenn überwächst er sie spielend.

      Ob ich aktuell noch abgabefähige Sämlinge hätte, weiß ich gerade nicht.

      Pfirsich sollte den wärmsten, geschütztesten Platz bekommen, den du bieten kannst, auch windgeschützt. Die Bäume sind bruchanfällig, wenn sie gut tragen. Ist mir mehrfach und anderen UserInnen hier auch schon passiert. Zur Pflege gehört also evtl Ausdünnen der Früchte.

      Falls du Interesse hast, suche ich den Garten noch nach Sämlingen ab.
    • bei den Äpfeln würde ich auch auf regionale Sorten greifen,bzw sollten die Bäume auf eine Unterlage veredelt sein die mit dem vorherrschenden Boden und Klima gut klar kommt. Einer meiner lieblingsäpfel neben dem kornapfel,Ontario,Gravensteiner und holsteiner Cox ist Carola,aber ich glaube den gibt es nicht mehr. Gut gefallen mir auch die winterapfel mit der blauen Bereifung und dem weißen Fleisch wie zb der purpur-cosinot oder der eisenapfel.
      Bei Pflaumen mag ich reineclauden sehr,ich finde sie saftiger und aromatischer als Zwetschgen oder pflaumen. Mirabelle ist lecker aber muss halt schnell weg wenn sie reift da sie dann schnell mehlig wird.
      Bei Birnen finde ich die petersbirne ein absolutes muss,sehr zeitig saftig und süß.
      Eine weitere Birne liebe ich aber dazu habe ich keinen Namen,da brachte bisher keine Recherche was und inzwischen sind die 3 Bäume die ich kannte weg,evtl gibt es noch einen.
      Das waren flaschenbirnen die lange lagerfähig waren und extrem saftig waren und eine fettig-wachsige Schale hatten. Kaum birnengitterrost und eher breite als die typisch hohen schmalen birnbäume.
      wer im Glashaus sitzt............

      hat immer frisches Gemüse :zopfie_grinszahn
    • dragonwe schrieb:

      Hallo rauli,
      was hälst Du denn zusätzlich zu den von Dir genannten Bäumen noch von einer Feige?
      Oh, weiß ich gar nicht. Feigen mag ich sehr, hatte ich aber jetzt gar nicht auf dem Schirm :zopfie_studier , muss ich mich erstmal mit beschäftigen. Wie wollen die denn wohnen? Platzbedarf? Ich muss mal schauen....danke schon mal für die Anregung...wie lange braucht es denn von so einem Steckling bis zur Ernte?


      Ste schrieb:

      Pfirsich sollte den wärmsten, geschütztesten Platz bekommen, den du bieten kannst, auch windgeschützt. Die Bäume sind bruchanfällig, wenn sie gut tragen. Ist mir mehrfach und anderen UserInnen hier auch schon passiert.
      Sehr guter Hinweis! Danke. Da muss ich nochmal in mich gehen....windgeschützt - was ist das? :kichergirl

      erny2006 schrieb:

      Bei Birnen finde ich die petersbirne ein absolutes muss,sehr zeitig saftig und süß.
      Hab ich doch, dank Dir (Edelreiser welche ich dir geschickt habe, du erinnerst dich?) schon seit Jahren im Garten :zopfie_daumen
      (Unsere drei Birnen stehen aber nicht auf der Wiese, wo die anderen jetzt hin kommen, sondern im Hühnerauslauf)
      Neue Herausforderungen sind wunderbare Gelegenheiten, Neues über sich selbst zu erfahren.
      (Ernst Ferstl)
    • @erny2006
      Dankeschön. Aber mein "Mehrsortenbaum" lebt noch :freu
      Da hat mein Onkel vor etwa 20 Jahren etliches drauf veredelt. Aber ich habe mir die Namen nicht gemerkt.
      Aber als du jetzt "Carola" geschrieben hast war mir sofort klar - ja, den Namen hat mein Onkel genannt.
      Ich weiß sogar an welcher Seite des Baumes der wächst. Der schmeckt soooo gut und trägt bei mir fast jedes Jahr gleich viel und ist so saftig und geschmacklich toll.

      Gruß Birgit