Des Menschen bester Freund

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    • Nein, Fratzi,so was spezialisiertes gibt es gar nicht.
      Gut finde ich nach wie vor: "Der Wolf im Hundepelz" von Günther Bloch. Das Buch ist leicht und angenehm zu lesen und vermittelt einem viel grundlegendes Hundewissen. Eine wirkliche Bibel für manche ist: "Das andere Ende der Leine" von Patricia B. McConnell. Ich finde es aber schwierig zu lesen und langweilig.

      Lieben Gruß,
      Anjoli


      @ Siham: Natürlich hat Andrea auf die Hunde eingeprügelt! Was würdest Du denn machen, wenn Dein liebstes Hundi gerade ein Reh gerissen hat und dabei ist, es bei lebendigem Leibe zu fressen? Und Du den waidwunden Blick des Rehes siehst? Ich kann das Prügeln absolut nachvollziehen. Ich hätte genauso draufgehauen. Nur - ich hätte die Hunde vorher nicht jagen lassen. Wenn man dann prügelt, trifft man den falschen. Einen Hund, der die Erlaubnis hatte zu jagen. Eigentlich gelten solche Prügel dann einem selbst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()

    • Hallo,
      oh mann, ist das alles grausam. Aber erst der Mensch macht es dazu. Das Tier folgt nur seinem Instinkt.

      Es muss ja nicht unbedingt gleich - wie in dem grausamen Fall - der Hund wirklich das Reh reissen.
      Es reicht ja schon, wenn der Hund das Reh so jagt, dass es doch auf die Strasse gerät und vielleicht dadurch auch noch ein Unfall geschieht. Nicht auszudenken. Für alle Beteiligten.

      Oder was auch schlimm ist, so ist es hier bei uns gewesen, Das Reh hatte ein ganz kleines Kitz und der Hund hat sie auseinandergetrieben und dadurch konnte das Kitz nicht mehr zur Mutter zurückfinden und ist verhungert. Die Mutter wurde nämlich überfahren.

      Also finde ich es auch unverantwortlich, einen Hund im Wald laufen zu lassen, wenn der Rückruf nicht 100%ig klappt. Und selbst da würde ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass da nicht doch beim Anblick eines Rehs der Hund losrennt und dann nicht mehr abrufbar ist.

      Aber wie gesagt, eine ganz schöne Zwickmühle.

      gruss heike
    • Es gibt Schon Bekloppte.
      Hier wohnen Leute, die ihre Hunde alleine raus lassen.
      Die Hunde stehen a.d.Wirtschaftsweg , der Riesengüllewagen geht voll in die Eisen.
      Was da alles passieren kann.Mein Pflegehund ging bei mir nie ohne Leine.
      Bei "Herrchen"schon.Letzten Winter ist der Hund zwischen Auto und Anhänger geraten.Er ist noch am Wegesrand gestorben.Alles nur weil der Nachbar Hundeerziehung"gelassen"sieht.Fakt:Er weiß nicht mal was das ist.Schon der 3te ! Hund, der unters Auto kam.Abgesehen davon hatte der Autofahrer einen Schock.
      Bei denen hüte ich keinen Hund mehr.
      Mann hatte ich ne Wut!Die verdienen garkeinen Hund!!!
      :zopfie_nasch Zuerst esse ich MEINS und dann teilen wir uns DEINS! :kichergirl



    • Ich kann euch allen nur zustimmen. Ist echt eine "tierische" Zwickmühle.
      Allerdings: ich kenne meinen Hund und seine Marotten, deswegen beuge ich vor!

      Mit meiner Kleinen habe ich diesbezüglich ja gar kein Problem. Die ist GsD total tiefenentspannt und hört super gut. Zumindest das konnte ich ihr beibringen.

      Kann trotzdem nachempfinden, was so abgeht in dieser Welt unds gehe nicht konform!

      Es gibt so schlimme Dinge auf dieser Erde! Das würde ich meinen Vierbeinern, die ich über alles liebe. niemals antun! :zopfie_nein

      Deswegen befürworte ich deinen Tipp, Anjoli, zu dem Buch "Das andere Ende der Leine". Denn, wir sind es, die die Tierchen leiten und prägen! :zopfie_daumen
    • In meinem Heimatdorf ist der Hund vom nahen Bauernhof immer allein losgezogen, durch das Dorf und der Wald war auch nicht weit weg. Die Bauern hatten natürlich keine Zeit mit ihm Gassi zu gehen, haben sie ihn halt laufen lassen (andererseits ihn immer im Zwinger lassen... Zwickmühle).
      Jedenfalls in meiner Straße hatten Leute mehrere kleine Karnickel in einem Freigehege (ohne Schutz oben). Eines Tages - Blutbad, alle Häschen tot und auf übelste Weise zugerichtet! Der Anblick war natürlich für die Kinder des Hauses........
      Will den Hund ja nicht zu unrecht verdächtigen, aber schon Sehr verdächtig.gif
      Eine Katze könnte jetzt nicht so eine Zerfleischung anrichten. Marder würde anders aussehen. Könnte natürlich auch ein anderer Hund gewesen sein (oder Fuchs?).


      Da hast du aber sehr schöne Hunde, Anjoli :zopfie_ja(den Hellen hatte ich schon mal auf einem Foto gesehen), sehr schön!
    • Warum treibe ich mich eigentlich ständig im Hundethread rum?! Isch habe gar keine Hunde prankster2.gif
      Ich muss wohl überall meinen Senf dazu geben! ABER - ich mag Hunde LaieA_003.gif
      Habe "nur" zwei Katzen. Für einen Hund bräuchte ich eine starke Führungshand und Konsequenz und alles.... mein Hund wäre ein verzogenes, sich unmöglich verhaltendes Etwas. Er wäre der CHEF im Hause.... neee, lieber nicht....
    • Siham,ich freu mich immer,wenn ich was von Dir lese. :zopfie_ja
      Du mußt doch keinen Hund haben.
      Ich denke oft " Bin ich eher Katzen,-oder Hundemensch ?" :zopfie_studier
      Ich hab ja Beides! Mein GG ist definitiv Hundemensch und bei wem sitzt unsere PEPPI abends auf dem Bauch und schaut TATORT ? Drei mal darfste raten....na klar ! :zopfie_groehl beim Hundefreund !
      WENN Du mal" auf den Hund kommst",solltest Du vorher unbedingt viel lesen,über Rassen und Charaktere!.
      Und über Hundeerziehung gibt es ja,wie gesagt auch gaaanz viel Literatur.
      Müsstest Dir ja nicht unbedingt den Anstrengensten aussuchen. :zopfie_nein
      Aber Katzen sind auch mein Leben,ohne sie... :heul nee...da würde mir viiiiel fehlen ! :zopfie_traurigja
      :zopfie_nasch Zuerst esse ich MEINS und dann teilen wir uns DEINS! :kichergirl



    • Ja, rechts im Bild, das bin ich. Das kleine rote Ding ist einfach ein Ball. Aber Kongs können so ähnlich aussehen.
      Man kann sie aufmachen und Leckerchen rein tun. Viele haben noch eine Schnur dran zum schleudern.

      Bonnie hat die ersten Wochen bei mir auch gejagt. Ich habe sie mit 5 Monaten aus Spanien bekommen. Da hatte sie schon einen Ball im Fluggepäck. Ich ahnte nur halb, wie wichtig ihr das Ding war, denn meine früheren Hunde hatte ich ohne Ball erzogen. Aber so ein Köti ist ja nicht dumm! Es begann damit, dass sie beim Spazierengehen Müll aufsammelte: eine alte Lenorflasche, ein Stück alten Fahrradreifen, einen alten Plastikblumentopf. Das hat sie mir dann immer auffordernd vor die Füße gelegt, nach dem Motto: "Wirf, Frauli!" - So wie den Ball auf dem Foto. Wie gesagt, anfangs ist sie mir noch abgehauen wenn sie Rehe sah und ist hinterhergestürzt, so schnell sie mit ihren fünf, sechs Monate alten Beinchen konnte. Sie kam aber Gottseidank immer nach vielleicht 20 Metern wieder, also, sie war nie wirklich fort. Irgendwann habe ich mich dabei hinter einem Baum versteckt. Ach, was hat mein Hundekind geweint, als sie mich bei der Rückkehr nicht mehr sah! "Fiep! Fiiiiep! Fiep!"

      Dann habe ich den Ball mitgenommen und regelmäßig beim Spaziergang mit ihr gespielt. Die nächsten Rehe standen auf der Wiese, Köti sah die Rehe - aber gutes Frauli mit dem Ball war ja viel interessanter! "Wirf, Frauli!" Ich geworfen, die Kurze brachte den Ball, nochmal geworfen, da fiel dem Hund ein, dass wir ja an Rehen vorbeigekommen waren! Sie rannte an mir vorbei - zurück, zurück! Da waren die Rehe schon weg. Oooch! Sie plumpste auf den Popo. Man sah ihren Rücken und ihrer Kopfhaltung von hinten die Enttäuschung regelrecht an! - Aber dann fiel ihr ein, dass ich ja auch weg sein könnte! Man, was ist die schnell hochgesprungen und in größter Eile mit fliegenden Ohren zurückgewetzt! Und sooo glücklich! Gutes Frauli war noch da, und der Ball auch!
      Das war Bonnies letzte Jagd. 10 Jahre ist das her.

      Ab jetzt konnte ich ihr auch ohne Ball sagen: Lass die Rehe, lass die Kanichen, lass die Enten! Sie tat es. Ihre Bindung war nun so stark, dass das problemlos funktionierte.

      Tino hat nie gejagt. Als Spitzmischling ist er ein Hund, der keinen Jagd-, sondern wenn überhaupt, dann einen Beschützertrieb hat. Also, der würde auf Hofkatzen und Hofgeflügel, Kaninchen, auch auf Rehe, wenn sie zu seinem Zuhause gehörten, aufpassen wollen.
      Das war nun immer sehr lustig, wenn ich Abends, zum letzten Gang, mit den Hunden auf die Karnickelwiese ging. Sie grenzte an einen nahen Friedhof und sie war im Dämmer immer von Ninchen übersät.
      Die Hunde liefen frei, sie gingen da leise hin, Bonnie wie immer mit ihrem Ball in der Schnauze. Dann sahen sie die Kaninchen und stoppten. Setzten sich hin und begannen die kleinen Fellknäule interessiert zu beobachten. Sie schauten zu wie die fraßen, wie die registrierten, dass da Hunde waren, und wie eins nach dem anderen langsam weghoppelte.
      War die Wiese frei, spuckte mir Bonnie ihren Ball vor die Füße: "Wirf, Frauli!"

      Will sagen: Es gibt Hunde, die von sich aus nicht jagen. Bei solchen, die es tun wollen, kommt es auf die Bindung an, dass sie es lassen, dass man sie auch immer abrufen kann. "Ihr" Mensch, muss für sie einfach das interessanteste, beste Wesen auf der ganzen Welt sein.

      Lieben Gruß,
      Anjoli
    • Hallo,
      das ist super süß erklärt Anjoli.

      Nur wie macht man das, wenn Hundi sich nunmal überhaupt nicht für Spielzeug und Bälle und sowas interessiert und die anderen Tiere leider viel viel interessanter sind als alles, was Frauchen sich einfallen lässt? Selbst Jogger und Radfahrer sind 1000x interessanter.

      Übrigens, das Buch das du empfohlen hast, hab ich mir auch schon bestellt, bzw. ich bin dabei.

      gruss heike
    • :zopfie_groehl ach,Siham !!!
      Du bist "knorke " :freu :zopfie_grinszahn :kichergirl ..
      Ich habe auch einen Fahrradvervolger wenn ich nicht aufpasse. :zopfie_traurigja
      Habe erst mal einen KONK am Seil gekauft.Damit werde ich bevorzugt am Sonntag auf den Betriebswegen üben.
      :sturm1 :regen Bei Regen ist es noch ruhiger,da bin ich gaaaanz oft alleine unterwegs.
      Es kostet halt Zeit den Hund "auszubilden",da hat Anjoli gan zrecht.Übrigens ist die Erzählung wirklich putzig ! :kichergirl
      Kenne keinen Hund ohne Macken,weil die Menschen einfach keine Zeit für den Hund abzwacken können ODER wollen.
      Zur Not bleibt er an der Leine...ist doch auch nicht schlimm.
      Besser als Unfälle oder Nachbarschaftsstreit ! :zopfie_gassi
      :zopfie_nasch Zuerst esse ich MEINS und dann teilen wir uns DEINS! :kichergirl



    • Hallo Ihr, :zopfie_winke
      nein, nein, nein, bestell Dir das nicht, Heike!
      Hier ist ein Missverständnis entstanden! "Das andere Ende der Leine" ist für manche Leute eine Bibel, aber absolut anstrengend zu lesen! Ich habe das auch schon oben geschrieben. Nimm lieber: "Der Wolf im Hundepelz" von Günther Bloch. Darin erfährt man viel über Hunde und ihre Verhaltensweisen und es ist deutlich leichter zu lesen!
      Der erste Titel ist zwar schöner, das Buch von Bloch gefällt mir persönlich aber deutlich besser.
      Nur wie macht man das, wenn Hundi sich nunmal überhaupt nicht für Spielzeug und Bälle und sowas interessiert und die anderen Tiere leider viel viel interessanter sind als alles, was Frauchen sich einfallen lässt? Selbst Jogger und Radfahrer sind 1000x interessanter.
      Da gibt es mehrere Tipps.
      Was Frauli in jedem Fall interessant macht, ist ein Spielzeug in dem ein Leckerli versteckt ist, wie ein Kong. Der kann nun geworfen - oder trickreich versteckt werden.
      Guck erstmal, was für ein Köti Du hast. Vieles was auf niedrigen Beinen läuft, egal ob Rauhaardackel oder Terrier, war ursprünglich für eine Jagd gezüchtet, bei denen die Hunde unterirdisch in Fuchsbauten, Dachsbauten, etc. eindrangen und die zu jagenden Tiere hinaustrieben.
      Ihr frühes Interesse könnte zum Beispiel Sand- und Erdhaufen gelten, Laubhaufen im Wald, in denen die Halterin etwas versteckt. Aber auch größere Hunde lieben es oft, nach irgendwas zu buddeln!
      Einen Kong mit Leckerchen kannst Du darin verstecken, oder ein Ding, mit dem schon oft "Zerren" gespielt wurde.
      "Zerren spielen", das machen alle Hunde gerne, das ist ein typisches Welpenspiel. Das kann z.B ein alter Socken sein, mit einem Knoten drin, in dem ein Leckerli steckt, ein Handtuch mit einem Knoten, in dem ein Leckerli steckt.
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      nteressanter wird es, wenn Du beim Zerren knurrst! Du knurrst heftig, der Hund knurrt, Du gewinnst natürlich ( und sei es mit Sitz und Aus) und dann schleuderst Du das Ding weit weg! Was meinst Du, wie schnell der Hund hinterher ist!
      Das Ding will er jetzt behalten, er will es auseinandernehmen, das Leckerli fressen. Das darf er auch!
      Nach einiger Zeit hast Du nur noch eine zerfledderte Stoffruine. Da knotest Du jetzt ein neues Leckerli rein. Große Aufmerksamkeit beim Hund!

      Du lässt das Ding rasch hinter dem Rücken verschwinden, wirfst zur Ablenkung rasch einen Ast oder einen Stein. Getäuschtes Hundi hechtet hinterher. In dieser Zeit buddelst Du das ursprüngliche Objekt mit dem Fuß in einen Sand- oder Laubhaufen, stehst ganz unschuldig da und sagst, auf den Sand- oder Laubhaufen deutend: "Such!" Such das Handtuch oder den Socken oder was auch immer das gewesen ist.
      Wenn der Hund die Verknüpfung zu dem ersten Objekt hinkriegt, wird er es jetzt begeistert suchen!
      Steht er dumm und wie blöd da, machst Du es ihm vor!
      Du beginnst anschaulich im Sand/Laub zu graben. "Ach, wo ist denn nur der Socken? Eben war er doch noch da! Such, Soundso! Such den Socken!" Das lässt keinen Hund kalt, sie werden anfangen mitzuwühlen. Aber es gibt solche, die sind clever, und andere, die sind ein bissi blöd. Die sollen aber auch eine Chance haben. Wenn du also einen Zipfel des Sockens - oder was auch immer - freigelegt hast, beginnst Du ein großes Theater! "Oh, guck mal hier, Hundi, könnte das der Socken sein?" Ein cleverer Hund würde den jetzt sofort ausgraben, das Objekt triumphierend in der Schnauze schwenken, damit glücklich sein. Es gibt aber auch stark eingeschüchterte Hunde aus schlechter Haltung, die trauen sich erst gar nicht, den Zipfel des Sockens zu bewegen. Denen muss man ihn regelrecht ins Maul legen, damit sie mit sich eins werden und glücklich sind, das Ding doch "erbeutet"und gefunden zu haben.
      In jeden Fall: Großes Lob!
      Solche Spiele binden innerlich!
      Hundi wird nach einer solchen Übung der Meinung sein, Du bist ein seeehr tolles, spannendes Frauchen!

      Wenn Du das nächste Mal einen alten Socken oder ein Handtuch mit einem Knoten in der Hand hast, wird er sofort bei Dir sein! Dann werdet ihr Zerren spielen und Du knurrst, dann wirst Du werfen oder das Ding verstecken. Jedenfalls, die Aufmerksamkeit des Hundes ist BEI Dir!

      Andere Kötis mögen Wasser. Aber nicht alle, von denen man es weiß, mögen Wasser in den ersten Jahren. Stell einfach ein größeres Gefäß mit Wasser und Spielzeug auf und guck, was Dein Hund damit macht.
      Sobald das Interesse deutlich wach wird, kannst Du mit Hundi auch am nächsten Teich spielen. In einen leichten Socken, mit dem man Zerren spielte, kommt jetzt ein Tennisball, der ihm Auftrieb gibt.
      Hund wird sich bemühen, den wiederzuholen. Gelingt es, gibt es Lob und Leckerchen! Du hast inzwischen gut das "Such" und "Bring" geübt, und Hundi ist der Meinung, er hat ein SUPER- Frauchen!
      Doch - nicht alle Hunde mögen Wasser, vielen ist das Land und das Buddeln dort lieber!

      ********
      Aber leider leistest tolles Frauli bei Joggern, Motorradfahrern, Kinderwagenschiebern und Radfahrern überhaupt nichts! Frauchen ist hier in Hundis Augen NUR doof! Bekommt die denn gar nicht mit, dass solche seltsamen Leute möglicherweise gefährlich sind? Auch farbige Frauen gehören dazu in ihren bunten Kleidern, dick schwarz verhüllte Türkenfrauen und Angler, die so eine lange Stange in der Hand haben! Das ist doch nicht normal! Da muss man doch bellen und die verjagen! Weg mit dem Gekrose! Gutes Frauchen kann einem ja nur dankbar sein!

      Hier muss ich abkneifen, der Beitrag wird zu lang.





    • Fortsetzung:
      Yau, liebe Leute,

      Hunde sind stinkkonservativ! Nix mit Multi-Kulti! Ein simpler Hut oder eine Mütze kann einen Hund so absolut irritieren, dass er selbst einen guten Bekannten anbellt. Der ist dann "gefährlich" und Hundi ist der Meinung, er muss sich selbst und uns vor dem beschützen. Hier übernimmt dann der Hund die Verantwortung für einen selbst, und das soll er nicht!

      Was dagegen tun?
      Wir können mal anfangen zu üben mit Kostümierung. Setzt Euch die unmöglichsten Kopfbedeckungen auf, Helme, Brillen, falsche Bärte, gerade mit Kindern macht das viel Spaß! Lasst Hundi an den Dingern riechen und verziert ihn mit viel Lob selbst mit solchen Sachen. Kopftuch um, Socken an .. und so weiter. Manche Hunde werden dann total stolz, dass sie zum Beispiel eine kleine Gardine auf dem Kopf haben. Oder eine rote, kurze Hose an. Es darf den Hund aber nicht stören, er soll wirklich Spaß daran haben!
      Und Hunde haben oft Spaß daran, sie haben ja auch Humor.

      Naja, und dann ist es Zeit, dass man sich selbst ein Fahrrad leiht. Das kann klingeln- oh man! - und der Hund wird versuchen in die drehenden Reifen zu beissen! Und man wird ihm sagen: "Lass das, das ist gefährlich!" Und unsere Stimme wird dabei ganz warnend klingen! Und dann werden wir den Hund an die Leine nehmen und mit dem Rad eine Runde auf ungefährlichen Wegen fahren. Einen geliehenen Helm auf dem Kopf.
      Am nächsten Tag gehen wir dann, mit Hundi an der Leine, mit Helm auf dem Kopf, eine kleine Runde joggen. Wir müssen ja nicht laufen, wir können ja normal gehen, Hauptsache, die Verkleidung stimmt!

      Am dritten Tag übernehmen WIR dann die Verantwortung, wenn Jogger oder Radfahrer kommen! "Aus, Soundso! Hier wird nicht gebellt! Komm an den Rand! Mach Sitz! Warte du, es kommen Radfahrer! Räder können gefährlich sein!"
      "Komm an den Rand, Soundso! Mach Sitz und warte, es kommen Jogger!"
      Das kann man üben und das Verhalten des Hundes gibt sich dann.

      Was man meist nicht üben kann, sind Motorräder. Mit der Aggression des Hundes müssen wir dann noch ein, zwei Jahre leben, bis der von sich aus begreift, dass auch bei Motorrad nichts Schlimmes geschieht.


      Folgendes wollte ich schon vor zwei Tagen loben, Fratzi, habe es aber verpasst:
      Yedi ist k.o vom üben...ich auch
      Gut so - und weiter so! Kräftig üben, kräftig trainieren, gut und mit leichtem Herzen spielen!
      Hunde sind ja keine Deppen, sie kriegen mit, wenn Du auch Freude an den Übungen hast!
      Schön, was Du heute geschrieben hast:
      Kenne keinen Hund ohne Macken...
      Ich auch nicht. Mein Tino-Spitzhund war in den ersten zwei Jahren die absolute Katastrophe. Obwohl ich wirklich gut mit Hunden kann, war ich zum Teil nahe am Verzweifeln. Der stahl alles an Nahrungsmitteln, was nicht irgendwie gut gesichert war, er wollte mich nicht in mein eigenes Bett lassen, nicht in mein Auto. Dann fletschte er zischend die Zähne auf widerliche Art und Weise und drohte zu beissen. Er hat mich auch gebissen. Meine Mutter hat er gebissen, meine Söhne, deren Freunde, die gute Bonnie, die nicht mehr an ihren Napf durfte. Es war echt eine Kunst mit dem Straßenköti aus Malta. Aber nach zwei Jahren ließ alles nach. Er lernte schwimmen, er lernte apportieren, er lernte suchen und bringen.

      Er lernte vor allen Dingen, Frauli zu vertrauen! SIE würde ihn jetzt schützen, er musste nicht mehr alles in seinem Leben alleine machen.
      Heute, nach acht Jahren, geht er mit ganz kleinen Kindern ruhig an der Leine, er ist der Letzte, der sie beissen würde. Er teilt problemlos Futter mit Bonnie. Auch sein Hass auf Motorradfahrer ist verflogen.


      Für heute einen lieben Gruß,
      Anjoli



      PS.: Neulich wurde Tino geröngt, weil er starke Gehprobleme hatte. Hatte sich irgendwas vertreten, ist jetzt wieder weg.
      Aber die Ärztin fragte mich überrascht: "Hat der irgendwie Goldakkupunktur?" Sie konnte sich diese Metallteilchen, die überall in seinem Körper auf dem Röntgenbild nachweisbar waren, nicht erklären. Eines hat sie unter örtlicher Betäubung unter der Haut dann herausgeholt. Was war es?
      Der Spitzmischling steckt voll mit eingewachsenen Schrotkugeln!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()

    • Anjoli schrieb:

      Hunde sind stinkkonservativ! Nix mit Multi-Kulti!
      Also, Roberto (Kater) fand unseren "alten" Briefträger im Heimatort "Poust for de ganze Haauus" (Afro-Amerikaner) spitze. Ich auch. Der war richtig cool! Und immer überaus gut gelaunt. Berto hat draußen fast immer auf ihn gewartet (ich natürlich nicht) und ihn dann bewundernd und erfürchtig angegafft (ich natürlich auch nicht, hoffe ich). Vor allen anderen Briefträgern und -trägerinnen hatte und hat er Angst.