Des Menschen bester Freund

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      aber ein junger Hund hat keine Vorstellung, dass das was da nachher "rumliegt" von ihm stammt, deshalb macht es keinen Sinn über die Hinterlassenschaften zu schimpfen.
      Wenn überhaupt müsste man den Welpen beim Pinkeln 'erwischen. Nur in dieser Situation wäre in meinen Augen ein maßvolles 'Nein' eine Möglichkeit.
      Lieber Gruß
      Orlaya

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      Nicht-wissen ist keine Schande, aber Nicht-wissen-wollen ist eine Schande.
      Bauernweisheit
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      Im Garten der Zeit wächst
      die Blume des Trostes.


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      Nun, bei der Hundeerziehung ist es eben genauso, wie so oft im Leben; Viele Wege führen nach Rom. :zopfie_ja

      Da @Bärmat danach gefragt hat, also um Rat gebeten hatte und mein Weg, von den hier bisher genannten etwas abweicht, habe ich ihr von meinen Weg geschrieben. Ich habe damit wirklich nur die allerbesten Erfahrungen, bei den unterschiedlichsten Hunden, gemacht und wollte es daher nicht unerwähnt lassen. :zopfie_ja

      Am grundsätzlichen Austausch über Hundeerziehung habe ich persönlich aber keinerlei Interesse. :zopfie_nein
      Das Thema Hund, ist ähnlich wie Kinder, oft sehr emotional behaftet und führt, aufgrund der reinen schriftlichen Form im Social Media Bereich, nicht selten zu Unstimmigkeiten, machmal sogar zu Streit. So meine Erfahrungen in den letzten Jahren. Damit meine ich jetzt zwar nicht direkt dieses Forum, sondern eher andere Bereiche im WWW wo ich zu diesem Thema unterwegs war, dennoch entschuldigt bitte, wenn ich da nicht tiefer ins Thema gehen möchte. :zopfie_winke

      Nachtrag:
      Ihr könnt das natürlich gerne tun. :zopfie_ja
      Ich wollte nur erklären, warum ich nicht tiefer ins Thema gehen werde und euch hier keinen Maulkorb verpassen. :zopfie_zwink
      Wer weiter denkt-
      kauft näher ein.
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      @Orlaya
      Das stimmt natürlich, dass am besten in flagranti ist. Das bedeutet, dass man die erste Zeit das Tierchen unter ständiger Beobachtung halten muss, damit es sich nicht heimlich verdrücken kann. Dazu gehört u. U. auch, dass Junior nicht allein nach drinnen können sollte, wenn der Rest der Familie im Garten ist, wenn er sogar dazu neigt. Und wenn er drinnen ansetzt, sofort einschreiten, unterbrechen und maulend nach draußen befördern. Das kostet Zeit und ist anstrengend, aber der Einsatz lohnt m. E.
      Und draußen die ersten Wochen immer in höchsten Tönen loben, wenn was erledigt wurde. Genau wie Anjoli es beschrieben hat. Er muss den Unterschied deutlich erkennen zwischen draußen hui, drinnen pfui. :zopfie_gassi
      Unsere machten nicht mal in den Garten - das war ähnlich verboten wie drinnen. Die Pinkelei macht einem Rasen und Sträucher kaputt. Unser Garten war nicht gerade riesig und die Hunde umso größer.
      Beste Grüße

      Diamondgirl :zopfie_knicks

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      Also, ich sage ja nicht, sofern man einen Haufen ( oder ein durchweichtes Kissen) eine halbe Stunde später entdeckt,
      dass man den Hund dann tadeln oder beschimpfen sollte.
      Am besten wirkt dergleichen Erziehung zur Sauberkeit immer in Flagranti, klar!

      Ich sage nur, dass Ihr normal verärgert reagieren sollt!
      Genauso, wie Ihr empfindet!
      Es geht sowieso nicht anders!

      Ihr werdet Euch ja ganz normal innerhalb der Familie mitteilen, z.B:
      "Pass auf GG, oder Tochter/Sohn: Da vorne hat der Hund hingemacht! Tritt da nicht rein!
      Willst du es eben wegmachen? Sonst: ich stehe schon im Anschlag! Hier habe ich Spray und Küchentuch...
      Ach, ich war doch gerade schon wieder mit ihm im Garten! War hinter meinem Rücken! So ein Mistvieh!
      Und den Teppich im Flur hat er auch wieder vollgenässt!"

      Ja, glaubt Ihr denn, der Hund hört das nicht?

      Nein, anfangs hört er es tatsächlich nicht.
      Der neue Köti fühlt sich überhaupt nicht gemeint. Fröhlich turnt er seiner Wege.
      Aber wenn sich so eine Missstimmung immer wieder in der Familie wiederholt, kriegt er es doch mit!
      Erst recht, wenn man ihn mal wirklich erwischt. Aber auch, wenn man hinterher sagt:
      "Hör mal, HIER hast du hingemacht! Riech das mal! - Das möchte ich nicht!"

      Hunde ordnen solche Signale ein. Zunächst staunend und etwas befremdet, aber dann immer klarer.
      Hunde, selbst ganz kleine, sind absolute Nasentiere. Ihr Geruchssinn ist hoch entwickelt.
      Selbst die Winzlinge wissen genau, dass der bekrittelte Haufen von ihnen stammt, schließlich haben sie ihn ja gerochen, als sie ihn ausschieden.
      Auch ihren Urin können sie wiedererkennen.
      Nicht umsonst können Hunde auf Straßen an winzigen Urinspuren ermessen, wann Nachbars Fiffi da vorbeiging, oder gar die schöne blonde Hündin von um die Ecke.

      Deshalb mein Rat: Seid einfach ehrlich! Wenn Euch was stinkt, sagt das, der neue Hund wird es eh von sich aus bald spüren.
      Aber bevor der noch lange rumrätseln muss, WAS nun eigentlich gemeint ist, gebt ihm - durchaus sensibel und behutsam - die Chance einer klaren Ansage! ;)

      Haufen und Pipi hier drinnen NICHT!

      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()

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      Ich danke Euch allen für Eure Ratschläge :zopfie_umarm

      Bolli klappte die ganze Woche schon draußen - mit vieeeeeeeel Lob natürlich :zopfie_doppeldaumen
      Ich habe auch schon Pinkel-Unterschiede festgestellt... es gibt große Lachen und kleine Pfützchen :zopfie_zwinkgrins . Die Großen funktionieren gut draußen, man darf sich allerdings dabei nicht bewegen, sonst stoppt er gleich. Pfützchen gibts immer, wenn ich ins obere Stockwerk gehe, da dürfen die Hunde nicht mit. Überall sonst hin schon. Ich denke, die drei Familien in seinem kurzen Leben haben ihn schon ein bisschen traumatisiert, kann man ja auch verstehen :zopfie_traurigja
      Wir machen jetzt immer die Tür zu, wenn wir ins Ankleidezimmer oder Bad gehen, damit er merkt, auch wenn er nicht mit darf - wir sind da.

      Richtig geschimpft wird er nicht, wenn er drinnen gepinkelt hat, aber der Ausruf "oh, nein, nicht schon wieder" und ein Fingerzeig auf den Fleck läßt ihn den Kopf einziehen und die Ohren anlegen, typisch schlechtes Gewissen. Aber ob er auch weiß, warum?!?

      Sonst ist er sehr gelehrig, "raus da" z.B. kapiert er sofort, wenn er in den Blumenbeeten ist.
      Er weiß auch, dass Frauchen zur Arbeit geht, wenn es die geliebten Hühnerbeine zum Knuspern auf der Terrasse gibt. Da funktioniert das Alleine-Sein auch prima, ich hab schon öfters meine Schwester-Familie zum spionieren vorbei geschickt, die Beiden spielen fröhlich oder schlafen.

      Naja, mit Geduld und Spucke wird es schon werden :zopfie_verlegen , noch ist es ja warm, die Teppiche können noch gewaschen werden und dank offener Türen riecht es auch nicht gar so schlimm :kichergirl
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      Bärmat schrieb:

      ich hab schon öfters meine Schwester-Familie zum spionieren vorbei geschickt,
      :kichergirl :zopfie_daumen

      Wir haben mal mit Kameras geschaut, wie unsere ansonsten ja mega freundlichen Hunde (von denen wir immer behauptet hatten, das diese mit einem Einbrecher nur kuscheln wollen würden :kichergirl ) wohl reagieren, wenn Fremde ums Haus schleichen und an den Türen und Fenstern rütteln....
      :zopfie_haareberge :zopfie_haareberge :zopfie_haareberge Okay.... :grrr .....also ich würde hier kein Einbrecher sein wollen :zopfie_staun ....
      Wer weiter denkt-
      kauft näher ein.
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      das vorige Hundepärchen war auch so

      ralui schrieb:

      von denen wir immer behauptet hatten, das diese mit einem Einbrecher nur kuscheln wollen würden
      da haben wir auch einen Test gemacht, als ein Paketbote immer wieder mal durch das verriegelte Gartentürchen ging und die Pakete auf den Gartentisch legte - an zwei großen Hunden vorbei :zopfie_haareberge
      Wir hatten einen Kollegen meines Mannes, den die Hunde noch nie gesehen hatten, mit dem Hausschlüssel zu uns geschickt, er sollte sich erst gründlich umsehen und dann die Haustür aufschließen und ins Haus gehen, die Hunde im Garten, wir schon seit einiger Zeit außer Haus. Da war was los!
      Der jetzige Große läßt schon mal ein tiefes Grollen hören, wenn jemand zur Haustür kommt und klingelt :zopfie_daumen
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      Das klappt aber nicht immer :zopfie_nein :kichergirl
      Ich war mal zu einem Vorstellungespräch (beim Firmen-Inhaber zu Hause) eingeladen.
      Komme da hin, Gartentür zu und ein großer schwarzer Hund im Vorgarten - Klingel an der Eingangstür :zopfie_augenroll
      Da hab ich auch überlegt was ich jetzt mache - Handys gabs damals noch nicht :zopfie_nein - bin dann ganz entschlossen rein und auf die Tür zu gegangen und hab geklingelt - das Gesicht von dem Chef hättet ihr mal sehen sollen :zopfie_groehl
      LG Rena :tiersmilie02
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      Bärmat schrieb:

      Ich habe auch schon Pinkel-Unterschiede festgestellt... es gibt große Lachen und kleine Pfützchen [img]https://www.tauschgartenforum.de/wcf/images/smilies/zopfie_zwinkgrins.gif[/img] . Die Großen funktionieren gut draußen, man darf sich allerdings dabei nicht bewegen, sonst stoppt er gleich.

      Ich möchte noch einmal etwas dazu sagen:
      Bei den großen Pfützen wird die Blase entleert, okay? Wenn er stoppt, sobald sich jemand bewegt, ist das bei ihm ein Schreck! Er bezieht dann die Bewegung auf sich, und die könnte ja bedrohlich sein! - Wie gut, dass Du das rausgefunden hast, @Bärmat, dann haltet nun immer mal schön still!!!! ;)

      Die kleinen Pfützen können Angst sein. Ich habe ja selbst mit Aladin einen traumatisierten Hund. Der machte sich immer wieder regelrecht 'in die Hose'. Er verlor einfach Urin, in kleinen Mengen. Kam ein Handwerker ins Haus, entstand unter dem Hund eine Pfütze. Trug ich oder ein Sohn eine große Tasse in der Hand, lief Feuchte unten aus ihm raus, die Tasse konnte ja gefährlich sein. Schloss ich eine Tür hinter mir, und ließ ihn allein, piselte er gleichfalls.
      Das war im ersten Jahr, okay. Das geht dann weg, mit zunehmendem Vertrauen.

      Zu solchen Pfützen sollte man auch gar nichts sagen, das sind wirklich Missgeschicke. Im Gegenteil, Trost und Zuneigung ist hier angebracht!
      "Hab keine Angst, kleiner Hund! Alles ist gut!" Das ist der innere Text, wenn ihr gespürt habt, dass es tatsächlich Angst ist. Wie Ihr das den dem Hund gegenüber ausdrückt, ist ja wurschtegal. Hauptsache, der Hund versteht, dass Ihr seine ( mögliche) Angst mitbekommen habt.
      Die kleinen Pipiflecken sind ja auch nicht zielgerichtet, auf einem Teppich, oder einem weichen Kissen, die entstehen einfach so, weil eine Art innere Aufregung da ist.

      Ich komme drauf, wegen der Sache mit der Bewegung. Aladin konnte sich die ersten zwei jahre neben mir nie hinlegen ( Platz machen), er konnte, selbst kuschelnd im Bett oder auf der Couch, immer nur sitzen, jederzeit auf dem Sprung, abzuhauen. Und wenn ich mich dann - in aller Gemütlichkeit- auch nur etwas umdrehte - zack, war er weg!
      In meiner Bewegung lag für ihn etwas Gefährliches.

      Genauso schlimm war für ihn Husten.
      Wenn ich hustete, war das für ihn ein Bellen, und er ergriff die Flucht.

      Achte mal bei den kleinen Pipiflecken darauf, was die jeweils ausgelöst haben könnten. Deine gute Beobachtungsgabe ist hier sehr nützlich!

      Bärmat schrieb:

      Richtig geschimpft wird er nicht, wenn er drinnen gepinkelt hat, aber der Ausruf "oh, nein, nicht schon wieder" und ein Fingerzeig auf den Fleck läßt ihn den Kopf einziehen und die Ohren anlegen, typisch schlechtes Gewissen. Aber ob er auch weiß, warum?!?
      Das wird er schon noch mit der Zeit verstehen lernen!
      Es ist gut, dass Du etwas sagst! Wenn alles sang- und klanglos abliefe, wie sollte er sich dann orientieren können?

      Und nun: Mit gutem Mute weiter so!
      Das wird!

      Lieben Gruß
      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

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      Doch, das ist bequem. Das ist das innere Vertrauen - schlechthin.
      Dieses Hundemädchen ist völlig sicher, in ihrer Welt super gut aufgehoben zu sein.
      Völlig angstfrei kann sie ihren weichen Bauch zeigen.

      Mein Hund Aladin hat in fünf Jahren noch NIE so gelegen. Wenn es hochkommt, kann er sich neben mir auf dem breiten Bett auf den Rücken werfen, mit allen Vieren in der Luft strampeln, und dabei genussvoll grunzen. Am besten so, dass er auf einem Fuß von mir liegt, und den unter sich spürt.
      Aber sobald ich mich nur etwas bewege, ist Schluss mit dem Genuss. Sofort springt er davon.
      In seinem früheren Leben hat er gelernt, dass man ihm den Schwanz abschneidet( tatsächlich) oder ihn sonstwie misshandelt,
      sobald er sich entspannt öffnet.
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.
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