Winterliebling - Amaryllis - Ritterstern

    • Gartengeist schrieb:

      Irgendwie machen die, was sie wollen
      Meine auch :zopfie_grinszahn ist das schlimm?
      Ich meine du kannst ja auch "die Keule" raus holen und die Blätter einfach ab schneiden und sie in den Keller stellen - dann müssen sie ja ruhen. Wenn die Zwiebeln prall sind und groß genug, nehmen die auch keinen Schaden davon :zopfie_nein
      Die naturnahen bzw. die immergrünen mögen das aber gar nicht :zopfie_noe , nur die großblütigen Hybriden vertragen das gut.
      LG Rena :tiersmilie02
    • zitze schrieb:

      ist das schlimm?
      Das weiß ich noch nicht :zopfie_grinszahn . Ich habe mir die Zwiebeln ja aufgrund Deiner Pflegeanleitung gekauft, aber die Amaryllis halten sich nicht da dran. Und ich weiß auch nicht, ob das so gut ist, wenn die beiden mit Knospe jetzt ohne Ruhezeit blühen wollen.

      Nee, Keule will ich nicht rausholen und welche immergrün oder naturnah sind, weiß ich auch nicht.
    • Gartengeist schrieb:

      Und ich weiß auch nicht, ob das so gut ist, wenn die beiden mit Knospe jetzt ohne Ruhezeit blühen wollen
      Die machen ja die Ruhezeit, um die Blütenansätze zu bilden bzw. weil am Heimatstandort zu der Zeit nix los, ähm es trocken :kichergirl ist :zopfie_ja
      Wenn sie jetzt blühen wollen, dann lass' sie doch :zopfie_ja und freu dich :kichergirl
      Ich würde die dann im Frühjahr nach der Blüte umtopfen bzw. gut düngen :zopfie_ja
      LG Rena :tiersmilie02
    • zitze schrieb:

      Ich würde die dann im Frühjahr nach der Blüte umtopfen bzw. gut düngen
      Zu spät. Ich habe sie gestern umgetopft. Die halten sich ja auch nicht an die Regeln :kichergirl

      Krauti, Du hattest doch nicht etwa Geburtstag? Sieht ja witzig aus, die verkleidete Zwiebel. Die ist aber nur angezogen, oder? Ich habe jetzt öfter mal welche im Wachs-Kleid gesehen, das finde ich äußerst merkwürdig.
    • Gartengeist schrieb:

      Krauti, Du hattest doch nicht etwa Geburtstag?
      Nein, ich hab im Sommer Geburtstag.
      Die Umkleidung der Zwiebel ist nur aus ganz dünnem Vlies und wird der Pflanze wohl nicht schaden. Sie braucht nicht gegossen zu werden, wurde mir gesagt. :zopfie_studier
      Ein Garten ist ein großartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit;
      er lehrt uns Fleiß und Sparsamkeit; und vor allem lehrt er vollkommenes Vertrauen.

      Gertrude Jekyll
    • krautundrüben schrieb:

      Die Umkleidung der Zwiebel ist nur aus ganz dünnem Vlies und wird der Pflanze wohl nicht schaden. Sie braucht nicht gegossen zu werden, wurde mir gesagt
      Jain - ja, die Zwiebel hat ja im Moment keine Wurzeln und auch kein Laub, lebt also komplett aus der Zwiebel :zopfie_ja
      Da sie aber auch keine Wurzeln hat, muss auch die gesamte Feuchtigkeit aus der Zwiebel kommen - je wärmer sie steht, um so eher macht die Zwiebel schlapp. Ob die Zwiebel nach der Blüte noch die Kraft hat, Wurzeln UND Blätter zu schieben? Ich glaube eher nicht :zopfie_noe
      Du kannst es versuchen, aber meines Erachtens ist da das weg werfen schon eingeplant :zopfie_traurigja
      Wenn meine blühen, stehen sie zwar auch eher trocken, aber mit Wurzeln in der Erde d.h. so bald die Blüte durch ist, müssen nur noch die Blätter kommen und die Zwiebel wieder auffüllen :zopfie_ja
      LG Rena :tiersmilie02
    • krautundrüben schrieb:

      Kann ich das verhindern, vielleicht jetzt in Erde?
      Das wird ja nicht viel bringen :zopfie_nein , wenn du Pech hast, bricht dir noch der Stängel oder die Blüte ab - aber du kannst ihn kühler stellen, so verdunstet er nicht so viel und die Blüte hält auch länger :zopfie_ja
      Nachdem die Blüten verwelkt sind, gleich oben an der Verdickung ab knipsen, damit er nicht noch versucht Samen zu bilden - den Stängel aber dran lassen - den zieht die Zwiebel selber ein und saugt sich alles raus, was sie gebrauchen kann!
      Dann unten die Zwiebel säubern und etwa bis zur Hälfte einpflanzen - eher durchlässige Erde nehmen :zopfie_ja
      Da keine Wurzeln dran sind, wird der umkippen wollen - am Besten am Blütenstängel an einen Stock anbinden :zopfie_ja und hoffen :zopfie_ja

      kinkel schrieb:

      Diese feinen Blüten wie nennt man die ?
      Cybister
      LG Rena :tiersmilie02
    • Nachdem ich hier so tolle Amaryllis gesehen hatte, habe ich mir letztes Jahr die erste (für wenig Geld) gekauft. Von Amaryllis habe ich nicht wirklich viel Ahnung, wusste aber, dass meine viel zu tief in der Erde saß. Deshalb habe ich sie ausgetopft und höher gesetzt. Bei der Gelegenheit habe ich auch gesehen, dass sie keine Wurzeln hatte. Aus der Sicht würde ich versuchen, wenn ich @krautundrüben wäre, das Vlies unten wegzuschneiden und die Zwiebel auf einen Topf mit Erde setzen, ganz leicht anfeuchten und abwarten.
    • Etwas entsetzt bin ich, über diese seltsamen Amarylliszwiebeln. Mönsch, Krauti!
      Die mit dem Wachskleid sind noch schlimmer, aber dieser weiß verkleidete, mit der roten Nase, dem spricht das zukünftige Fortgeworfenwerden aus der Seele!
      Mensch, Leute!
      Amaryllis/Rittersterne sind Pflanzen, die sich über 30 und mehr Jahre halten können!
      Sie können einen ein Leben lang begleiten!

      Vor allem die relativ neue Art der Zucht und das Verkleiden ihrer Zwiebeln bestimmt sie zu Wegwerfartikeln.
      Nee, es fing schon deutlich früher an, vor sicherlich 20/25 Jahren, als die ersten Züchter- vor allem vermutlich in Asien- mitbekamen, dass man diese dicken Zwiebeln mit Dünger und künstlicher Kälte/Wärme "powern" kann.
      Es wurde kein Wert mehr darauf gelegt, sie als Pflanze langfristig zu erhalten, sondern nur noch einmal blühen ( aber mit möglichst vielen Stängeln) und dann in die Tonne kloppen.

      Um ganz von vorne zu beginnen:
      In meiner Kindheit waren die Zwiebeln durchaus etwas kostbar. Die Menschen wussten, wie sie die händeln mussten. Nach dem Abblühen blieb der Blütenschaft stehen ( ohne die Samenstände, die sie vielleicht gebildet hatten), damit die Zwiebel, wie Zitze schon schrieb, aus dem vergehenden Blütenschaft neue Energie tanken und sich etwas auffüllen konnte. Zeitlich etwas später kamen die langen, lanzettlichen Blätter.
      Die Blätter gehören - über den Sommer - sehr gut genährt, denn je mehr Blätter eine solche Zwiebel treiben kann, deren Kraft, wenn man sie zum Herbst abtrocknen lässt, wieder in die Zwiebel wandern, um so mehr Blütenstände kann die Zwiebel ausbilden.

      Diese Rittersterne, sie kommen ja ursprünglich aus einem Gelände, in dem es sehr trockene und gleichzeitig kühle Episoden gibt. Mit der Trockenheit und Kühle zieht sich in ihnen alles zurück, und gerade an der Frühjahrsgrenze, noch bevor das Frühjahr mit Feuchte und Bienenflug richtig anbricht, schieben sie ihre Blüten. Erwartungsvoll auf Bestäubung hoffend. Sie haben sich also ihren uralten Witterungsbedingungen total angepasst. Das konnten die alten Amaryllispfleger ( die Nachbarinnen, etc.) meiner Kindheit noch gut nachmachen.
      Ich auch!

      Die Zwiebel kam also Ende September mit dem Topf aus dem Garten in den Keller, oder auf den Dachboden, oder verblieb in einem kühlen Raum auf dem Fensterbrett, wurde in jedem Fall die nächsten 4,5 Monate nicht mehr gegossen.
      So passten sich die alten Rittersternzwiebeln langsam dem deutschen Rhythmus an. Sie kommen ja herkunftsmäßig aus einer Gegend, in der die Jahreszeiten umgekehrt verlaufen! Aber die Anpassung, die bekommen die Zwiebeln, wenn man sie über Jahre pflegt, hin!

      Ja, und dann kam vor sicher 20, 25 Jahren, Asien dazwischen. Mit den aufgepowerten Zwiebeln.
      Ich hatte meine verloren, denn ich hatte sie Winters, nach einem neuen Umzug , in die Garage gestellt, und da hatte der Frost sie erwischt.
      Ganz tot waren sie nicht. Sie teilen sich dann auf, in winzige Töchterzwiebeln.
      Aber das ist ein anderes Thema und soll hier nicht behandelt werden.

      Naaa, dachte ich, - völlig einfach im Denken - kauf ich mir einfach mal ein paar neue Amaryllis! *lächel*
      Drei gekauft - und froh versorgt.
      Und, was geschah?
      Die Zwiebeln blühten zwar wunderbar-- aber sie waren innerlich rott! Sie konnten die Nährstoffe aus den Blütenstängeln nicht mehr recht speichern, und nach dem Blühen waren die Zwiebeln nur noch so etwas wie eine leere Hülle! Sie hatten sich mit dem Blühen gänzlich erschöpft!
      Das wollte ich NICHT zulassen!
      Ich dachte: Kommt mal, man kann Euch päppeln!
      Vier Jahre habe ich gebraucht, um diese gekauften Zwiebeln wieder hochzukriegen. Bis sie von selber wieder Blütenschäfte bildeten.
      Also, man kriegt das hin.
      Wenn es Euch lieb ist, tut das, wenn es Euch nicht lieb ist, werft sie fort.
      Nur wenige der heutzutage gekauften Zwiebeln haben noch die Anlage, im nächsten Jahr problemlos wieder zu blühen. Selbst die, die ganz natürlich aussehen, ohne Wachs und Schnickschnack, können es oft kaum mehr.

      Ein letztes Wort an @Gartengeist
      Wundere Dich nicht, Gartengeist!
      Deine Zwiebeln machen nicht was sie wollen , sie sind nur noch nicht angepasst!
      Die kommen von Jotwideh! Aus Asien, vermutlich, und ihren Züchtern, denen ist es willkommen, wenn die Zwiebeln bald weggeworfen werden!
      Aber Deine Zwiebeln können sich trotzdem anpassen!
      Ernähre und päppele sie liebevoll!

      Lieben Gruß
      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()

    • Danke, @Anjoli für Deinen ausführlichen Kommentar.
      Nun hab ich den Ritterstern aus d. kühlen Zimmer geholt und mir genauer die Zwiebel angeschaut. Sie ist doch mit Wachs umkleidet,was ich am Anfang nicht so wahrgenommen hatte, da sie so hell gepudert ist.

      Anjoli schrieb:

      Vier Jahre habe ich gebraucht, um diese gekauften Zwiebeln wieder hochzukriegen. Bis sie von selber wieder Blütenschäfte bildeten.
      Also, man kriegt das hin.
      Gratuliere, das hast Du gut gemacht. Ich werde auch mein Möglichstes versuchen, sie zum Überleben zu verhelfen. Jetzt lass ich sie erst einmal zu Ende blühen. Sie hat 2 Stengel.
      Ein Garten ist ein großartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit;
      er lehrt uns Fleiß und Sparsamkeit; und vor allem lehrt er vollkommenes Vertrauen.

      Gertrude Jekyll
    • Hei, dann bin ich ja dochnicht alleine schuld, das meine Zwergzwiebeln versagt haben...die treiben nichtmal mehr als 3 Blätter, bekommen kaum Wurzelwerk...erbärmlich, schon seit Jahren...
      Ich habs auf die Blumenerde geschoben...erst hatte ich sie in Kokohum, dann in der blöden Torffreien Bioblumenerde, bei der nach einem halben Jahr, der Topf nurnoch halb voll ist. Gedüngt und gegossen hab ich sie wie mein Amarilismonster, das schon seit ungefähr 20 Jahren in meinem Besitz ist..die hatte meine Mutter mal für meine Tochter vom Keukenhof mitgebracht.
      Wenn ich mich recht erinnere hab ich damals alle größeren Pflanzen in die Kübelpflanzenerde von Floragard gesetzt...die war zwar teuer, aber supergut. Leider gibt es die in der Form auch nichtmehr...das war so ein quitschhellgrüner Sack, mit Zitruspflanzen drauf abgebildet.
      Könnt ihr mir eine taugliche Erde empfehlen?
      Was komisch ist....meine Amarilis brauchen draußen auf dem Balkon kaum Wasser...auch diehier...
      Das war früher anders...da haben sie gesoffen wie Loch...
      Immer ist die Erde feucht. Wie soll man da düngen?

      Meine neue Weiße Zwergamarilis von Rewe kriegt gerade 2 Blüten...
      Aber warum werden die Stängel bei mir immer soooo lang?
      Ich glaub ich versuch es dann mal mit streicheln...so wie in dem einen Video mit dem Basilikum, habt ihr das gesehen?
      Da ziehen sie so Viledalappen über den Pflanztisch mit den Pflanzen, damit sie schön gedrungen wachsen :zopfie_groehl
      VG Monika
    • zitze schrieb:

      Die naturnahen bzw. die immergrünen mögen das aber gar nicht :zopfie_noe , nur die großblütigen Hybriden vertragen das gut.
      Als immergrün habe ich nur den "papilio" gefunden. Gibt es noch mehr?
      Und welche sind naturnah? Wie kann ich das herausfinden?
      Papilio habe ich, das weiß ich, allerdings noch ganz klein. Bis zur ersten Blüte wird es wohl noch eine Weile dauern.

      @Mowa Die Qualität von Blumenerde ist inzwischen richtig schlecht geworden
      Dieses Jahr war die Aldi-Blumenerde auch nicht mehr so schön wie die Jahre zuvor. Mich stören diese vielen Stöckchen und sonstiges Zeug in der Blumenerde. Irgendwie ist die Erde für meine Begriffe nur "halbvergoren", d.h. noch nicht richtig fertig. Da sind die Trauermücken richtig schnell drin. Und mein Kompost reicht nicht ewig. Jetzt habe ich mal Compo Sana gekauft. Früher war die Erde von denen super, mal sehen, wie schlecht die inzwischen geworden ist.
    • Benutzer online 1

      1 Besucher