Winterliebling - Amaryllis - Ritterstern

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      Gartengeist schrieb:

      @Mowa Die Qualität von Blumenerde ist inzwischen richtig schlecht geworden
      Dieses Jahr war die Aldi-Blumenerde auch nicht mehr so schön wie die Jahre zuvor. Mich stören diese vielen Stöckchen und sonstiges Zeug in der Blumenerde. Irgendwie ist die Erde für meine Begriffe nur "halbvergoren", d.h. noch nicht richtig fertig. Da sind die Trauermücken richtig schnell drin. Und mein Kompost reicht nicht ewig. Jetzt habe ich mal Compo Sana gekauft. Früher war die Erde von denen super, mal sehen, wie schlecht die inzwischen geworden ist.
      Ja, das habe ich auch bemerkt.
      Die Trauermücken müssen bei mir erstmal ne Runde in die Microwelle...das hilft ungemein...dafür sind halt Microorganismen hinüber...ein Klümpchen Kompost hilft dagegen...Auch wegen Schimmel...neue Blumenerde schimmelt bei mir sehr oft (Halbvergoren ;) ) und bringt damit meine PFlanzen um..das lasse ich mir auch nicht gefallen...

      Kleine feste Bestandteile finde ich nicht schlimm. Die sollen warscheinlich die Struckturstabilität erhöhen und den Torf ersetzen.
      Seh ich ja ein, das wir die Moore retten müssen...aber eine echte Alternative dafür gibts halt nicht...
      Neuerdings soll man ja auch keine heiße Rotte mehr anstreben beim Kompostieren sondern besser kalt aufsetzen, bzw. Flächenkompostierung, weil so der Kohlenstoff im Material bleibt und nicht als Co2 in die Atmosphäre entweicht...da hat es ja auch nix verloren...
      Ich setze trotdem gerne im Sommer noch heiß mit Rasenschnitt auf, wegen den Unkrautsamen. Was geht, wird aber für Flächenkompostierung genutzt...gibt ja genug Material ohne Samen. Das wiederum lieben die Schnecken...

      Halbvergoren trifft es aber bei der Blumenerde ganz gut...so ist es halt mehr Masse und mehr Gewicht. Quantität, statt Qualität.
      Deswegen hab ich einen Ausflug zum Kokohum unternommen, aber nicht alle Pflanzen mögen es. Vielleicht wäre mischen der richtige Weg?
      Vielleicht eine Bioblumenerde 1:1 mit Kokohum?

      Alles nicht so einfach...
      Deswegen nochmal die Frage, welche der aktuellen Erden mögen Amarillis?
      Compo Sana hab ich da für die Echis...das Zeug is aber auch nicht grad billig und ich denke, die werden auch bald eine Torffreie Variante haben
      VG Monika
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      Glückwunsch zu Deinem Amaryllismonster, @Mowa! :)

      Genau so sollte eine Amaryllis/ respektive ein Ritterstern aussehen!
      Die Zwiebeln haben die Fähigkeit dazu, ewig lange zu wachsen, zu überdauern und immer dicker zu werden. Und immer mehr Blüten zu bilden! Die frühere Regel der alten Nachbarinnen lautete: Nach dem vierten - gut genährten - Blatt, können sie den ersten Blütenschaft ausbilden, nach dem sechsten bis achten, den zweiten.

      Ungedüngter Kokohum ist nun wirklich nix für die hungrigen Zwiebeln. Nee, die brauchen schon Futter, in Form einer gut gedüngte Blumenerde.
      Ich bin ja immer noch Compo-Fan, und würde tatsächlich die normale Blumenerde für Balkonpflanzen für sie wählen. Zumindest für die ersten drei Jahre, bis die Zwiebeln sich ein wenig satt gefuttert haben. Weiterhin kaufe ich hier die Erde vom Combiladen. Die ist, obwohl billig, nicht gaaaanz schlecht. Also, für den normalen Bedarf der Zimmerpflanzen reicht sie. Für Kakteen und Sukkulenten gebe ich natürlich Sand dazu, und habe ich etwas, was mehr Futter braucht, gebe ich auch gut ausgereiften Kompost obendrauf.
      Von Compo gibt es übrigens auch organischen Langzeitdünger in verschiedenen Formen. Man kann die kleinen Dinger so auf die Erde streuseln.
      Letztes Jahr habe ich mal den gekauft mit Schafwolle drin. Die Zimmerpflanzen, auch die Epis und Weihnachts- und Osterkakteen, haben den - ausgedrückt durch ihr Wachstum - für gut befunden. Man muss ja nicht gleich ein Kilo draufschmeissen, sondern kann mit den Fingern ganz fein dosieren. Je nachdem, wie man meint, was eine Pflanze brauchen könnte.

      Trauermücken hatte ich, gottseidank, noch nie. Doch einmal. Nur, das waren wohl gar keine, denn sie kamen nicht aus den Blumentöpfen, sondern nisteten in einem Abfluss. Das hatte ich meinem alten Bauern zu verdanken, der dort mitunter seine Stiefel abwusch. Das ist eine ganz andere Art 'Trauermücke', obwohl sie genauso aussehen, und da hilft auch das Austauschen des Pflanzsubstrates nicht, wenn die Viecher ja in einem Abluss wohnen. ;)

      Schimmel auf neuer Blumenerde habe ich sehr selten, vor allem mal im Frühjahr, bei der Anzucht von Tomaten und Chilis im kleinen Fenster-Gewächshaus.
      Aber dazu gibt es einen einfachen Tipp, @Mowa:
      Das Zeug heißt Chinosol.
      Es ist ein Gurgelmittel gegen Halsschmerzen, was schon Babys bekommen können. Chinosol gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Im Zimmerpflanzenbau hilft es ( auch) gegen Bakterien, aber vor allen Dingen gegen Schimmel und jede Art von Schimmelpilzen!
      Wenn sich mal wer in Kakteenforen umschaut, wird er es dort immer wieder in Beiträgen finden. Denn gerade die kleinen Kakteen, die zart aus Samen schlüpfen, können weiß Gott keinen Schimmel brauchen.
      Das Zeug ist einfach zu handhaben. Tablette nach Packungsangabe auflösen, Flüssigkeit in einen Sprüher packen, Erde damit einmal benebeln - fertig! Die weißlichen ( oder sonstwie farbenen) Schimmelbeläge verschwinden innerhalb eines Tages.

      Ich wohnte mal ( fast 30 Jahre) in einem Bauernhaus im Bergischen Land. Durch den Auszug meiner Übermieter oben, bildeten sich Kältebrücken, da die obere Wohnung nun nicht mehr beheizt wurde. So trat plötzlich bei mir Schimmel an den Wänden auf. Wenn man drin wohnt, kann man ja noch was machen: heizen, lüften... Aber als ich von einem 10 tägigen Pflegeeinsatz bei meiner alten, damals aktuell erkrankten Mutter zurückkehrte, war meine Wohnung wie grün gepudert. ALLES, ALLES war grün! Und es STANK!
      Man, man, man!
      Der Bauer, mein Vermieter dieser göttlichen Wohnung mit dem großen Garten, der war inzwischen so alt, der war schon jenseits von gut und böse. Auf meine Schimmelprobleme hingewiesen, bot er an, mir überall Spanplatten vor die Wände zu machen!
      So ein Hirni!
      Und sollte ich nun überall hochgiftiges Zeug gegen Schimmel versprühen?

      Gottseidank hatte ich das Chinosol gedanklich in Petto.
      Zunächst zog ich mit meinem Bett um, nämlich ganz nach hinten in der geräumigen Wohnung, wo eigentlich meine Werkstatt war, und die war noch noch nicht vom Schimmel befallen.
      Dann kaufte ich mir Atemschutzmasken. So ausgerüstet, begann ich die Säuberung. Im Prinzip musste man ALLES abwaschen, jede Ritze und jede Zierleiste bei einem Möbel, und auch innen waren die Schränke befallen. Man musste ALLE Wäsche rausnehmen und mit Chinosol waschen, ALLE Bücher mussten raus und behandelt werden, denn auch auf ihnen hatte sich grüner und weißlicher Schimmel als leichter Belag ausgebreitet.

      Natürlich habe ich die Wohnung sofort - und fristlos - gekündigt!
      Aber meine Sachen wollte ich ja doch noch behalten!
      Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das damals alleine geschafft habe.
      Ich weiß noch, ich habe mir im Garten auf Böcken mit langen Brettern geräumige Arbeitsflächen geschaffen - und dort alles hingebracht.
      Möbel, die ich allein transportieren und schieben konnte, habe ich rausgestellt.
      Und dann habe ich abgewaschen! Mit eimerweise Chinosol und Gummihandschuhen.
      In den Räumen habe ich das Chinosol mit der Pflanzensprize überall hingesprüht. Es ist so schön, wenn im Badezimmer die Kacheln auf einmal wieder schimmelfrei werden! Wenn die Wanne und die Dusche wieder schimmelfrei wird!
      So konnte ich das Bad zumindest wieder benutzen!

      Essen in der Küche konnte ich nicht, auch keine Nahrung zubereiten, ich musste ja immer Angst haben, Schimmelsporen zu schlucken.
      Die letzten Wochen wohnte ich in meiner Holzwerkstatt, mit der Matratze neben der Bandsäge.
      Ich organisierte ein Umzugsunternehmen, und dann ging es, mit gänzlich gewaschenen Möbeln und Zeug ab, nach Dortmund, in mein Elternhaus.
      Ach so: den Backofen machte ich mir vorher auch noch zu Nutze!
      Ich habe vor allen Bücher und gefaltete Wäschestücke darin schlichtweg mit halbwegs geringer Temperatur gebacken!
      Bis die Schimmelsporen darin und darauf tot waren.

      Aber ohne dieses für Menschen ungefährliche Zeug Chinosol, hätte ich die ganze Aktion, nie, niemals hinbekommen! Ich meine, wenn man in einer normalen Mietwohnung wohnt, kann man natürlich klagen, und was weiß ich machen. Dem Kammerjäger rufen!? Das Ordnungsamt!? Aber bei dem alten Bauern ließ sich nichts holen.
      Der war nicht mal krankenversichert, der hatte noch nicht mal Telefon.
      Trotzdem habe ich mit den Kindern dort sehr gerne gelebt, und auch - mit knapp 30 Jahren - sehr lange!

      Also: Chinosol ist bei Schimmelpilzbildung auf Erden das Mittel der Wahl. Es tut dem Menschen nix, und runterschlucken kann man es im Zweifelsfall auch.
      Haltet das mal im Kopf, wenn ihr Schimmelprobleme auf neuen Erden habt.

      LG
      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Anjoli ()

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      Hei...ich hab Oktinosept oder wie das heißt...is zur Wundbehandlung. Das soll auch gehen...
      Aber das Chinosol schreib ich mir auchmal auf..danke...
      Nicht wegen Blumenerde allgemein, sondern für Aussaatschalen.
      Wenn ich meine Blumenerde in die Micro tu und paarmal aufkoche, passiert normal nixmehr...
      Außerdem kaufe ich meine Anzuchterde immer ein Jahr im Vorraus..das hat sich sehr bewährt...dann schimmelt sie auch nicht so, weil einfach besser durchgerottet...

      Ok...Geranienerde hab ich noch da...könnt ich natürlich versuchen :zopfie_studier

      Wow...das war ja dann ein Horrortrip mit der Wohnung...nicht auszudenken...
      Vor 3 Jahren war mal ein sehr feuchter Sommer und Herbst...
      Alles war klamm, Lüften sinnlos, draußen war es noch feuchter...
      Da haben wir dann einen Luftentfeuchter angeschafft...weil uns auch kostbares Zeug einfach das müffeln angefangen hat...
      Die letzten beiden Sommer waren ja extrem trocken..keinerlei Problem...jetzt steht der Luftentfeuchter halt im Keller...und wartet auf seinen Einsatz.
      VG Monika
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      Mowa schrieb:

      Aber das Chinosol schreib ich mir auchmal auf..danke...

      zitze schrieb:

      das Zeugs gibt es aber nicht mehr
      @Mowa, da hat Rena völlig recht, das hat der Hersteller sang- und klanglos (und ohne Begründung) vom Markt genommen. Es ist nicht verboten, aber du bekommst es nirgends mehr.
      Falls du es ausprobieren magst, ich habe hier noch ne nahezu volle Packung Chinosoltabletten seit Jahren ungenutzt rumliegen und brauche sie nicht. Ablaufdatum 3/20, aber das Zeug ist mineralisch und unbegrenzt haltbar, solange es trocken gelagert wird und auch in 10 Jahren noch nutzbar. Gib einfach per PN laut, wenn du sie haben magst.
      :blumiwaechst
      "Wir müssen die Natur nicht als unseren Feind betrachten, den es zu beherrschen und überwinden gilt, sondern wieder lernen, mit der Natur zu kooperieren. Sie hat eine viereinhalb Milliarden lange Erfahrung. Unsere ist wesentlich kürzer."
      Hans-Peter Dürr


      I LOOK UP INTO THE SKY, WONDERING WHICH CLOUD HAS ALL MY DATA...
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      Echt?
      Chinosol außer Handel?
      Ich habe nur kurz gegoogelt, zumindest kriegt man es noch bei Uhlig Kakteen. www... müsst Ihr googlen! ;)
      Vielleicht muss man auch auf NEO-Chinosol wechseln, das gibt es von einem anderen Pharma-Anbieter.
      Ich habe ansonsten keine Ahnung, was mit dem Produkt geschehen ist. Ich muss einfach mal in die Apotheke gehen und danach fragen. Dann können die mir auch sagen, ob Neo-Chinosol im Prinzip das selbe Zeug ist?
      Vielleicht war einfach die Lizenzzeit bei dem alten Anbieter abgelaufen, und neue Firmen drängten mit gleichen Präparaten ( unter etwas anderem Namen) auf den Markt?
      Na, ich weiß es nicht.
      Ich weiß nur, das Zeug gegen Pilzsporen ist einmal ungefährlich für Menschen -- und dazu verdammt gut! ;)

      Ja, @Mowa, mit dieser Wohnung, das war der absolute Horror! Man kann sich das gar nicht vorstellen! Und das nur, wegen dieser entstandenen Kältebrücken! Oben wurde nicht mehr geheizt, und dann wurden die Wände nach unten, wo noch geheizt wurde, von Schimmel befallen.
      Gut, das geschah nicht von heute auf morgen, aber doch innerhalb eines dreiviertel Jahres.
      Der alte Bauer konnte mir nicht helfen, der stand da vor wie blöd.
      Das einzige, was geholfen hätte, wäre gewesen, die obere Wohnung wieder zu vermieten, aber das wollte er nicht.
      Also schritt der Schimmel an den Wänden fort, und als ich dann 10 Tage überhaupt nicht da war, nicht täglich lüften konnte, nicht groß heizend gegensteuern konnte, aber doch drei Fenster auf Kippe gelassen hatte, war plötzlich ALLES, wirklich ALLES, grün bepudert! Und es STANK!
      Es war März, glaube ich, die Witterung war feucht draußen.
      Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte in meiner Abwesenheit gar nicht gelüftet. So gab die feuchte Witterung von draußen den Schimmelsporen ein zusätzliches Behagen.

      Interessant ist aber folgendes: Ich konnte nicht alle Möbel retten. Ich hatte schon immer einen Tick für alte Möbel, und dazu gehören auch Eichenschränke. Also, richtig schöne alte Eichenschränke, nicht solche verschnörkelten, im Gelsenkirchener Barock. Diese Eichenschränke musste ich da lassen. Der Bauer erlaubte es mir, und irgendwann wollte ich wiederkommen, um sie zu holen. Ich kam dann auch nach einem Jahr wieder.
      Inzwischen stand der gesamte Hausteil, in dem ich damals gewohnt hatte, sowohl oben als auch unten, leer. Und das Irre war: der Schimmel war verschwunden! Also, wenn in einem Haus tatsächlich ALLES kalt und dabei TROCKEN ist, kann auch der Schimmel nicht mehr gedeihen.
      Er hält sich durch diese Kälte-Wärmebrücken! Die dann auch sich niederschlagende Feuchte an den Wänden produzieren.

      Naja, ich will darüber nicht mehr weiter philosophieren, jedenfalls habe ich die Schränke, für die der Bauer für sich bereits Verwendung gefunden hatte, damals nicht mehr mitgenommen. - Fertig. Ein bisschen Verlust ist immer.

      Und nun schaut, ob Ihr das Chinosol bekommt, wenn Ihr meint, dass es Euch nützlich sein kann. ;)
      Ich habe davon nur noch drei Pillen, aus einer alten Packung vom Vor-vor-vor letzten Jahr. Eine reicht aber, für die Tomaten/Chilianzucht in 2020. Falls sich leichter Schimmel auf der Erde bilden sollte. ;)

      LG
      Geli
      Ein Garten ist der Spiegel der Seele, die ihn betreut.

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      Ok, Grünchen..dann würde ich evt. doch welche nehmen..aber nicht alle...Vielleicht brauchst Du ja selber noch was davon?
      Vielleicht nicht mehr vor Weihnachten..weiß eh nicht, wo ich anfangen soll :zopfie_schaem Krieg so langsam wieder den Weihnachtskoller...

      Anjoli schrieb:

      Chinosol
      Hört sich irgendwie an wie Chinin? Das wurde ja früher als Schutz vor Krankheiten benutzt..war das Malaria?
      Das war auch glaub ich im Tonicwater, das dewegen getrunken wurde...
      VG Monika
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