Blick ins Bienenvolk

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    • Blick ins Bienenvolk

      für all diejenigen, die keine Gelegenheit haben, die faszinierende Welt der Bienen hautnah mitzuerleben.

      Eine Zarge (=Bienenwohnung) besteht aus dem Erdgeschoß - da wohnt die Königin, die Brut, die Drohnen und die Arbeiterinnen, die Königin und Brut zu versorgen haben. Im ersten Stock ist die Speisekammer - hier wird Honig eingelagert. In den ersten Stock kommen nur die Arbeiterinnen, sie sind kleiner wie die Königin und können durch das Absperrgitter, das zwischen den Stockwerken liegt, durchkrabbeln. Die Königin schafft das nicht. Jedes weitere Stockwerk wird je nach Tracht-Angebot (Blühpflanzen in einem Radius von ca. 3 km) aufgestockt.

      Hier sieht man ein Hochhaus und zwei gemütliche kleine Häuser, in den Kleinen sind neue Völker, die müssen erst einen Bestand aufbauen.



      So schaut es aus, wenn man eine Wabe zur Kontrolle entnimmt, man kontrolliert regelmäßig, ob Brut in allen Stadien da ist, ob Pollen und Honig vorhanden ist und wie das Verhalten des Volkes insgesamt ist: (soviele Bienen sind noch im Brutraum, wenn man mitten in der Flugzeit aufmacht, d.h. die Meisten sind unterwegs und in den Honigräumen schaut es auch so emsig aus, unglaublich viele Bienen)



      hier ist eine Drohnenwabe, unten in der Mitte sieht man ein paar, die dicken, unförmigen Dinger sind die Männer :zopfie_ja



      Diese Drohenwabe ist noch nagelneu, gerade erst fertig gebaut und bereit zur Eiablage. Drohnen entstehen übrigens aus unbefruchteten Eiern, die Königin kann das steuern, sie weiß, wenn sie auf diesen ein bisschen größeren Waben ist, muß sie Unbefruchtete legen. Wenn die Drohnenwabe voll besetzt ist, dann wird sie i.d.R. ausgeschnitten und entfernt, damit verhindert man, daß die Varroa-Milbe überhand nimmt. Diese Milbe wurde in den 80igern (???) eingeschleppt und ist seitdem Bienchens und Imkers Leid. Sie saugt die Maden an und das erzeugt verkrüppelte, fehlgestaltete Bienen. Sie bevorzugt die männlichen Eier, weil die in ihrer Entwicklung ein paar Tage schneller sind und wenn man diese Waben dann entnimmt, hat man viel für die Volksgesundheit getan. Drohnen haben in einem Bienenvolk nur den einen Zweck - die Befruchtung. Sonst kann man sie zu nix gebrauchen, sie bauen nicht, bringen keine Kohle heim und kümmern sich nicht mal um die Brut. Wenn die Frauen nicht so fleißig wären, sähe es zappenduster aus im Volk!!! Zu einem sind die Drohnen dann doch nützlich - zum Befruchten. Eine frischgeschlüpfte Königin fliegt am Anfang ihres Lebens einmal aus, läßt es ordentlich krachen und hat mit ziemlich vielen Männern mitten im Flug Sex, stellt dann fest, daß das doch nicht das Wahre ist, läßt die Männer links liegen, fliegt heim und ist fortan nur noch Hausfrau und Mutter :zopfie_doppeldaumen . Das Sperma hat sie genialerweise gebunkert, so reicht es für drei, vier Jahre, dann läßt sie nach. Hat auch genug getan, jeden Tag hunderte von Eiern gelegt und Befehle ans Volk verteilt! Wenn die Königin dann nachläßt, merken das die schlauen Arbeiterinnen und ziehen sich eine neue nach. Dazu wird ein besonders schönes Ei in ein größeres "Nestchen" gelegt und liebevoll gepflegt. Diese Made, und nur diese, schwimmt dann in Gelee Royal und wird auch damit gefüttert. Wenn sie schlupfreif ist, klopft sie kurz an die Zellenwand und gibt somit dem Volk und der alten Königin Bescheid, daß sie bald zu erscheinen geruht. Die alte Königin wird dann entweder abgestochen oder sie sticht ihre Nachfolgerin gleich beim Schlüpfen tot, wenn sie der Meinung ist, daß sie noch länger regieren könnte.

      Hier ist eine Wabe mit Weiselzellen (Weisel = Königin), es heißt, wenn die Weiselzellen mitten in der Wabe sind, möchte das Volk "still umweiseln", d.h. die Königin austauschen. Wenn die Weiselzellen außen oder unten an der Wabe sind, heißt das, sie möchten schwärmen, d.h. ein Teil des Volkes fliegt aus und gründet einen neuen Staat. Die Weiselzellen in der Mitte der Wabe werden von den Köninginnen gerne übersehen, deshalb hat die Neue eine größere Chance, schneller beim Abstechen zu sein.



      Hier sieht man auch schön die bereits verdeckelten Zellen, hier sind fertige Maden drin, die jetzt zu Bienen werden. Das Glänzende ist Honig zur Versorgung der Brut. Die Wabe ist so leer, weil sie extra für die Fotosession abgekehrt wurde :zopfie_ja Wenn ihr ganz genau hinschaut, seht ihr links unten Maden in den Zellen und bei noch genauerem hinschauen die "Stifte" = gerade erst gelegte Eier, winzigklein.

      So schaut es aus, wenn die Bienenkästen nicht ordentlich passen, das ist ein ausgeliehener Kasten, der Deckel passt nicht richtig. Jeder verfügbare Platz wird mit Waben ausgebaut. Das mag der Imker nicht so gerne, denn erstens kann man hier nicht richtig nachschaun und zweitens ist es unmöglich, da draus Honig zu gewinnen



      ....dann hatte mich die erste (!!!) Biene seit fast drei Jahren gestochen, ich mußte die Dokumentation panikartig abbrechen :zopfie_heul


      ..........ich bin jetzt nicht DER Bienenexperte, ich weiß nur das, was ich beim Zuschauen mitkriege und natürlich hab ich viel gelesen, aber es könnte nicht alles richtig sein, was ich da erzähle, also bitte bei groben Fehlern korrigieren :zopfie_peinlich

      Wenn man seine Bienchen ordentlich gepflegt und stundenlang beobachtet :zopfie_zwink hat, kann man endlich ernten :freu

      Los gehts beim Schleudern mit dem Entdeckeln (natürlich muß man die Waben vorher aus dem Bienenstock holen :zopfie_zwinkgrins ) Dazu hat man ein Entdeckelungsgeschirr, das ist ein Ständer, auf den die Wabe gestellt wird, darunter eine löcherige Auffangschale für das Entdeckelungswachs, da drunter wieder eine Schale, die den abtropfenden Honig aufnimmt und eine Ablagevorrichtung für die schleuderbereiten Waben. Dann werden mit einer speziellen Gabel die Deckel geöffnet (Bienchens machen ihre Honigtöpfe zu, sobald sie reif sind)



      Hier sieht man auch schön die verschiedenen Stadien des Honigs, links neben der Gabel die verdeckelten Zellen, rechts davon der reife, entdeckelte Honig, der läuft einem schon entgegen, das Helle rechts davon ist bereits kristallisierter Honig, das hat Imker nicht so gern, der geht nicht mehr aus der Wabe. Und unter der Gabel die noch nicht verdeckelten Zellen, da ist waren die Bienchen noch nicht fertig.

      So liegt die Wabe auf dem Geschirr, ganz praktisch:



      Hier sammelt sich das Entdeckelungswachs, übrigens auch sehr gesund, dieser "Abfall", da ist alles drin, was die Bienen Gutes produzieren, Honig, Wachs und Propolis, mein Hausarzt war sehr begeistert, als wir sowas auf einem Markt verkauften.



      Dann stellt man die Waben in die Schleuder



      und los gehts!



      der erste Honig 2011:



      (seht ihr in der Scheuder den zufriedenen Imker :zopfie_herz ?)

      Es läuft und läuft und läuft:



      sogar gestreiften Honig haben wir!!! Warum der so rauskam, keine Ahnung. Ging ne ganze Zeitlang mit Mittelstreifen



      Eimer um Eimer füllte sich - soviel Honig hatte ich nicht erwartet!

      Ganz schön zerfezt, so eine Wabe nach dem Schleudern:



      Nach dem Ausschleudern bekommen die Bienen die leeren Waben wieder zurück zum Ausschlecken, mittlerweile haben sie sich auch wieder beruhigt, sie waren gestern gar nicht damit einverstanden, daß wir ihre Ernte stehlen!




      Hier nochmal der Wildbau von weiter oben - mittlerweile schön ausgebaut und proppevoll mit Honig.







      Faszinierend, diese Bienen... wir werden heuer zum dritten Mal schleudern können und es wird nie langweilig. Und sei es auch nur deshalb, weil man Gartenverbot erteilt bekommt, weil die Mädels grad so eifrig am Sammeln sind, daß sie keine Störung in ihrer Flugbahn brauchen können. Merkt man gut, wenn es gewittrig ist, da haben die Bienen Sorge, daß der ganze Blütenstaub ausgewaschen wird oder die Blüten ganz zerstört sind. Das hört man dann aber gleich und man sucht sich ein Plätzchen, das weit weg von den Bienenstöcken ist :zopfie_ja
    • Was für ein interessanter und auch sehr schön humorvoll geschriebener Bericht und so tolle Bilder. :zopfie_doppeldaumen Ich danke Dir sehr dafür. :zopfie_ja

      Wie oft im Jahr kann man denn ernten?

      Sollte man die Gartenecke wo der Stock steht grundsätzlich eher meiden oder nur in besonderen Situationen (wie z. B. ein bevorstehendes Gewitter)?
      Auf dem Boden der Tatsachen liegt zu wenig Glitzer

      Ich bin ich, und du bist du
      Ich bin nicht auf der Welt, um deine Erwartungen zu erfüllen,
      und du bist nicht hier, um meine zu erfüllen.
      Wenn wir übereinstimmen, ist es wunderbar.
      Aber wenn nicht, dann ist da nichts zu machen.
      - Fritz Perls -
    • Da sag ich nur:

      "Mittendrin statt nur dabei" :zopfie_grinszahn

      Dein Bericht und Deine Fotos sind toll. Ich kam mir beim Lesen so vor, als ob ich direkt bei Euch gewesen wäre.
      Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Jetzt bin ich wieder etwas schlauer :zopfie_klee
      Es gibt keine zufälligen Begegnungen.
      Jeder Mensch der in unser Leben tritt ist entweder ein Test, eine Strafe oder ein Geschenk.


      :fruehling09
    • Hexchen71 schrieb:

      Sollte man die Gartenecke wo der Stock steht grundsätzlich eher meiden oder nur in besonderen Situationen (wie z. B. ein bevorstehendes Gewitter)?


      Hexchen, man muß den Bienen ihre Einflugschneise lassen, so ungefähr 2 m vor dem Flugloch. Die einen Bienen haben wir an den Rand der Blumenwiese in unserem Garten gestellt:



      da latscht eh niemand ungestraft durch :zopfie_zwinkgrins. Wenn ich da zum Ausdünnen oder Samen-Sammeln reingehe, such ich mir einen ruhigen Tag und es geht gut. Man darf halt so nah vor den Bienen nicht hektisch sein oder schnell sein, dann geht es ohne Stiche. Hinter den Kästen kann man jederzeit vorbei gehen, man kann sogar das Ohr anlegen und hören, wie es im Stock summt und brummt :zopfie_ja Oder von hinten solche Fotos



      vom Flugbrett machen. Und wenn man sieht, wie schwer beladen die Damen heimkommen



      wundert man sich nicht, wenn man nicht im Weg rum stehen darf :zopfie_zwink . Das sind übrigens Pollenhöschen, lauter Blütenstaub an die Beine geklebt.

      Der andere Bienenplatz ist der auf dem ersten Bild ganz oben. Dort stehen die Bienen mit Einflugschneise über unseren Filterteich, der ja auch nie betreten wird. Hinten und nebenrum kann man wieder gut vorbei, sogar, wenn die Bienen offen sind



      Seht Ihr, wie entspannt der Kleine ist? (ist das nicht zuckersüß :zopfie_herz ?)

      Letzte Woche bei dieser Bullenhitze war ich auch den ganzen Tag im Garten und die Bienen waren sehr hektisch. Klar, alles blüht, die Obstbäume, die Wildobsthecken und eine rießige Löwenzahnwiese gleich beim Nachbarn. Das Volk legt jetzt erst richtig los, die Königin legt Eier im Akkord und gibt den Befehl: "Sammeln was das Zeug her gibt" und da muß man schon vorsichtiger sein. Man hört es aber ganz gut am Summen, wie eine Biene aufgelegt ist, wenn sie einen umschwirrt. Dann hilft es sehr gut, wenn man ihr den Popo entgegen reckt :zopfie_grinszahn , weglaufen nützt nix, ich habs probiert :zopfie_groehl Aber hinstehen und sich gaaaaaaaaaaaaaanz tief bücken, dann rauschen die aggresiven Mädels beleidigt ab.

      Im letzten Jahr waren sie beim Schleudern extrem aggresiv, nicht mal die Hunde sind in den Garten gegangen, man wurde schon angefallen, kaum daß man den Kopf zur Terrassentür draußen hatte. Wir haben lang gerätselt warum.... und die Lösung lag auf der Hand: Drei Tage vor dem Schleudern wurde die in voller Pracht da stehende Löwenzahnwiese beim Nachbarn - wummmmmm - (das macht wirklich wummm, wenn die da mit ihren rießigen Biogasanlagen-Maschinen anfahren) und in einer viertelstunde war die ca. 1 Hektar große Nahrungsquelle schlagartig weg. Dann hat es gehagelt und die restlichen Blüten waren auch noch weg. UND dann kommen wir und räumen die Speisekammer aus!!! Nein, sowas machen wir nicht nochmal :zopfie_noe Es tat uns auch sehr, sehr leid, aber wir lernen ja auch noch...

      Aber sonst ist ganz normaler Gartenbetrieb möglich, ich bin jede freie Minute draußen und wurde in den drei Jahren, in denen wir jetzt Bienen haben, drei oder viermal gestochen :zopfie_ja
    • Ein wunderschöner Bericht den du uns da geschrieben hast und sehr lehrreich ist er auch gewesen. Freue mich schon auf die nächste Brichterstattung.von deinen Mädels :zopfie_zwink

      Mopis Wegfindediplomsmiley
      Liebe Grüße Mopi


      Und am Ende wird alles gut werden.


      und wenn es dann noch nicht gut ist,


      ist es auch noch nicht das Ende.






    • ...mein letzter Beitrag hier ist schon soooooooooooooooooooooooooo lange her, es wird Zeit, dass ich mal wieder von unseren Bienen erzähle!

      Gestern fingen wir einen Bienenschwarm ein, ganz zufällig und nur mit viel Glück sahen wir ihn in unserer Kornelle hängen:



      Schnell eine neue Bienenbeute aufgestellt, mit Leiter, Eimer und Wassersprüher den Schwarm erst in den Eimer geschüttelt



      und dann in die neue Beute. Als wir dann so da saßen und zusahen, wie sich die Bienen langsam in ihre neue Wohnung zurück zogen, sagte GG: "Schau mal, die Tulpe guggt, was los ist!" Und tatsächlich:



      "Hallo, ist da jemand?"

      "Huhu, wir sind die neuen Nachbarn"



      (oder auch: "Bück Dich" oder "Nimm mich" (O-Ton GG) )

      GG hatte wahrscheinlich recht, denn heute sah die Tulpe schon sehr erschöpft aus



      Hier sieht man auch schön, dass die Bienen schon heimisch sind und fleißig am Einrichten. Die weißen Krümel rechts auf dem Anflugbrett sind Wachsplättchen, die Bienen bekamen ins neue Heim lauter nackige Waben und eine volle Honigwabe.

      Im roten Kasten daneben sind Bienen, die letzten Sonntag eingezogen sind. Momentan haben wir sechs Völker, mit vieren sind wir in den Winter gegangen und alle haben überlebt!

      Und wie ihr oben schon seht, blüht bei uns noch das Lungenkraut, seit Anfang März bestimmt schon. Da summt und brummt es seither durchgehend! Vor allem die Wildbienen und Hummeln sind da scharf drauf, ein Bild von gestern:



      Fazit: Lungenkraut kann man nicht genug haben!!!
    • So ein Schwarm ist ganz harmlos, da kann man fast alles mit machen. Da sind die Bienen üüüüüüüüüberhaupt nicht in Stechlaune, da steht ihr Sinn nur nach neuem Heim suchen und Königin beschützen :zopfie_ja

      Wenn so ein Schwarm aus der Beute auszieht, ist das ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis. Ich hab es zweimal erlebt! Da saußen erst ganz viele Bienen kreuz und quer durch die Luft - normalerweise ist das richtig geordnet, man sieht, dass sie ein Ziel haben - und dann macht es brrrrrrrrrrrrrrrrrrrsssssssssssscccccccccccccchhhhhhhhhhhhh und Tausende (10.000 und mehr :zopfie_skeptisch ) von Bienen fliegen auf und ganz wirr hin und her, bis die Königin sich irgendwo niedergelassen hat. Da fliegen dann alles Bienen zielgenau hin und setzen sich sofort um die Königin und beschützen sie.
      Dann fliegen vereinzelte Bienen aus und suchen ein neuens Heim, die anderen bleiben solange bei der Königin, bis eine Kundschafterbiene dem Volk glaubhaft vorgetanzt hat, dass sie das optimale neue Zuhause gefunden hat.
      Wenn es der Königin an dem "Parkplatz" nicht gefällt, kann der Schwarm auch nochmal umziehen, deshalb beeilt sich jeder Imker, wenn es heißt, da oder da hängt ein Schwarm :zopfie_ja
    • Hab mal gegruschtelt, ich hab sogar Fotos von einem Schwarm :zopfie_doppeldaumen
      Da waren wir gerade bei einem Imkerkurs, der Kursleiter steht vor seinem Bienenhaus und erklärt fleißig und schwupps - steigen die Bienen auf

      Es geht los - der Auszug



      Die Bienen aus dem weißen Kasten ziehen aus! Seht Ihr, wie hektisch das im Vergleich zu den oberen Bildern ist?

      Dann geht es hoch in den Himmel



      Die Königin hat ihr Plätzchen schon gefunden, man sieht, sie sammel sich schon, zielgerichtet





      ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich die Bilder sehe, sehr beeindruckend, wirklich.



      und dann - schlagartig ist Ruhe, sie haben ihre Königin gesichert



      Seht Ihr? Keine Biene mehr unterwegs, sie sitzen alle da



      Bis der Imker kommt und sie holt



      das gefällt ihnen natürlich nicht und sie steigen wieder auf. Das ist nicht schlimm, solange die Königin im Korb ist. Normalerweise erwischt man so ziemlich alle Bienen beim "abschlagen", hier hing der Schwarm ziemlich hoch und ungünstig. Aber das ist auch nicht tragisch, dann stellt man das Zwischenlager unter dem Baum ab, die Mädels riechen ihre Königin und ziehen so nach und nach ein

    • tine schrieb:

      Und den Schwarm darfst Du jetzt behalten?
      Ja, den Schwarm darf man behalten. Man weiß meist auch nicht, woher er ist, unter Umständen legen sie eine ganz schöne Strecke hin. Heute abend war eine Frau aus der Siedlung da, sie meinte, sie sah gestern einen Schwarm über ihren Garten fliegen. Das war wohl der, den wir eingekastelt haben.
      Ein Imker darf sogar JEDES Grundstück ungefragt betreten und einen Schwarm "einfangen", ganz egal, wem das Grundstück gehört oder wie es gesichert ist.

      tine schrieb:

      Was gebt Ihr den Bienen für den Winter zu Essen?
      Wir schleudern unsere Waben nicht ganz aus und schleudern so Mitte-Ende Juli zum letzten Mal. Das, was die Bienen dann noch sammeln - wenig genug - dürfen sie behalten. Und dann gibt es Zuckerwasser.
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