Blick ins Bienenvolk

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bärmat schrieb:

      Wenn so ein Schwarm aus der Beute auszieht, ist das ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis.
      Das hatten wir heute auf der Arbeit auch :zopfie_ja . Allerdings stand der Besitzer daneben und zitterte, dass sie nicht ganz oben im Baum landen :zopfie_grinszahn . Ich muss morgen mal fragen wie es ausgegangen ist. Der letzte Schwarm war vor ein paar Wochen. Die flogen aber nur bis unter ein Gewächshausdach :zopfie_grinszahn , da kam er dann wohl gut dran.
      Ich konnte aber keine so guten Bilder machen :zopfie_nein . Die hast Du gut eingefangen :zopfie_daumen .
      Viele Grüße
      Iris :kaktusdaniel
    • Und weils gar so schön ist, gleich nochmal Schwarm-Bilder, dieses Mal einer der Ersten, den wir bei uns eingefangen haben, der hing im Holunder



      Das war ein mächtiges Ding! Und hing so geschickt, dass GG den Ast einfach abschnitt



      und genau begutachtete



      und spazieren trug



      und wie man sieht - die Bienen sind total friedlich. Die Königin ist geschützt, dann sind sie zufrieden. Jetzt nicht mehr, es geht ins neue Zuhause:





      Jetzt ordnen sie sich



      und ziehen ein



      später kommen dann die Waben rein
      Bilder
      • P1030732.jpg

        229,48 kB, 800×600, 1 mal angesehen
    • Iris67 schrieb:

      Allerdings stand der Besitzer daneben und zitterte, dass sie nicht ganz oben im Baum landen
      Ja, da zittert jeder Imker. Wenn sie ungünstig oder sehr hoch landen, kann man sie kaum mehr einfangen. Und dann sind sie über kurz oder lang verloren :zopfie_traurigja

      Iris67 schrieb:

      Die hast Du gut eingefangen
      Das war ja bei einem Kurs, da war die Knipse eh schon im Anschlag :kichergirl
    • Ambersun schrieb:

      Wie findet man eigentlich schnell einem Imker, wenn bei einem im Garten so ein Bienenvolk landet? Gibt es da ein Imkerverzeichnis, wo man nachschauen kann? So auf die schnelle wüßte ich dann gar nicht, wer hier so imkert.
      * Du könntest beim Landschaftspflegeverband anrufen
      * vielleicht auch bei der Feuerwehr
      * Dann gibt's auch Netzwerke im Internet zum Tema: z.B. "Bienenkiste" / bienenkiste.de/
      * Bei bienenkiste.de gibt's auch Kontaktmöglichkeiten zu Imkern...
      * Liste von Imkervereinen im Internet: bienenkiste.de/rat/imkerlotsen/Imkervereine/index.html
      * Bei bienenkiste.de steht auch beschrieben, wie Du einen Schwarm einfangen kannst und mit was
      * Und dort gibt es auch den Link zur "Schwarmbörse" / schwarmboerse.de/
      Bei schwarmboerse.de sind potenzielle Interessenten gelistet, die Du dann schnell kontaktieren kannst...oder du kannst dort auch einen Schwarm melden und so einen Schwarmfänger erreichen (ohne Anmeldung möglich).

      (Bei bienenkiste.de und schwarmboerse.de kannst Du Dich auch kostenlos+unverbindlich anmelden, auch ohne eigene Bienen.)

      :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01 :tiersmilie01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von menthe ()

    • Maulwurf20L schrieb:

      die Bienen im bei Euch im Baum hingen, die sind doch auf der suc ´he nach einen neuen zu Hause
      oder warum sind die dort gelandet
      Entschuldige, Maulwurf, ich hatte Dich ganz überlesen, vor lauter Schwarm-Hochstimmung :zopfie_schaem

      Ambersun schrieb:

      Wie findet man eigentlich schnell einem Imker, wenn bei einem im Garten so ein Bienenvolk landet?

      ganz spontan würde ich sagen, ruf bei der Gemeinde an, die wissen normalerweise, wo der nächste Imkerverein ist. Und dort können sie Dir weiterhelfen.

      zitze schrieb:

      Oder ist das so, dass nur ein Teil auszieht, nämlich die, die mit einer jungen Königin mitgehen?
      ...ganz im Gegenteil, die "Alte" zieht aus.

      Ein Schwarm ist die natürliche Vermehrung eines Bienenvolkes. Bei uns ist gerade ein extremes Schwarm-Wetter, weil der Frühling so früh so warm war, alles an Obstgehölzen blühte und dann - zack, Schnee, Frost, Regen über Wochen.
      Wenn die Bienen aus dem Winter starten, sind die Arbeiterinnen "Winterbienen", die einzigen Bienen (außer der Königin) die älter wie ein paar Wochen werden. Die haben die Aufgabe, die Königin über den Winter zu versorgen und dann, wenn die ersten Krokusse und Weiden blühen, die frisch gelegte Brut zu versorgen.
      Die Königin legt (je nach Rasse) über den Winter nicht, klar, es ist ja nichts da, was man zur Ernährung holen könnte. Wird es dann warm, legt sie los. Wird es wieder kalt, hört sie wieder auf. Wenn es dann so ist wie dieses Jahr, steigt sie gleich voll ein und legt um die zweitausend Eier (!!!!!) am Tag (!!!!!), die dann drei Wochen später voll einsatzfähige Bienen sind. Die Winterbienen haben ihr Werk dann getan und sterben.
      Wenn es dann - so wie heuer - so schnell und so lange kalt und regnerisch ist, können die Bienen nicht ausfliegen, sie tun das erst so ab 12 Grad, und das auch nur, wenn der Kasten in der Sonne steht. Dann ist es in dem Bienenhäuschen schnell viel zu eng. Die Königin merkt das, gibt den Befehl, eine neue Königin anzuzüchten und wenn die dann ein, zwei Tage vor dem Schlupf ist, rüstet sie sich zum Auszug.
      Um die 10.000 Bienen fressen sich dann kugelrund mit Honig und ziehen mit der alten Königin aus. Dabei nehmen sie fast den ganzen Vorrat mit. DESHALB sind Schwärme bei Imkers nicht gern gesehen, und an zweiter Stelle, weil ein nicht eingefangener Schwarm zwangsläufig dem Untergang geweiht ist, weil ihm die Varroa-Milbe über kurz oder lang den Garaus macht.

      Das Restvolk im alten Kasten richtet dann alles für die neue Königin her, sucht wieder Futter und umsorgt dann die neue Hoheit.

      Auch ohne schlechtes Wetter gibt es Schwärme, eben weil der Platz zu eng wird. Wie daheim - wenn die Kinder groß sind, ziehen sie aus :zopfie_zwinkgrins . Aber das kann der Imker kontrollieren, indem er den Schwarm vorweg nimmt und Brut und Arbeiterinnen in eine neue Beute gibt. Dazu braucht es aber auch Erfahrung - die wir immer noch nicht haben - um den richtigen Zeitpunkt zur Brutentnahme zu erwischen. Zu früh ist nix und zu spät auch nicht, und wenn die Königin schon beschlossen hat, dass sie ausziehen will, kann Imker machen, was er will, sie geht. Wenn er das erkennt (Erfahrung!), kann er die alte Königin mit Brut und Arbeiterinnen in eine neue Beute hängen, den Schwarm also nach seinen Wünschen händeln.

      Alles nicht so einfach :zopfie_augenroll und trotzdem interessant und mega spannend :zopfie_ja
    • Du hast eine tolle Art zu erklären und schreiben. Da liest man sich gerne durch und fühlt sich mitgenommen und behütet wie eins Deiner Garten-Bastelkinder :WOW .
      Vielen Dank für das tolle Thema.
      Total spannend und interessant!
      Mein Garten ist schön. Es lebt ein Zauber in ihm.
      Der Zauber der Seele, die ihn bewohnt.
      Er gibt Schutz.
      Er schirmt ab.
      Er gibt Frieden.
      Er ist das Geheimnis des Wohnens im Schutz Gottes.
      Er ist das Urparadies.
      Jörg Zink
    • Bin total begeistert über deine schöne Fotoreportage, liebe Bärbel.
      War schon hin und weg von der "Bienengeburt" anderswo ...

      Vor 4 Jahren sah ich den Film MORE THAN HONEY - meine damalige Reaktion hier unten


      RE: Hilfe für die Honigbiene "More than honey" - ist (mal wieder?) ein Lehrstück darüber, was menschliche Gier, Nichtachtung der Natur, schiere Dummheit anrichten können. Bin da heute völlig erledigt rausgegangen und war froh, mich erstmal in der Küche beim Kochen abreagieren zu können. Falls ihr den ansehen könnt - keine kleinen Kinder mitnehmen. Tolle Aufnahmen - wunderbar gemacht - aber so schockierend. Wusstet ihr :huh: - dass Mao in China alle Spatzen ausrotten ließ, weil sie zuviel Korn fraßen - daraufhin Insekten überhand nahmen - die fleißig vergiftet wurden - natürlich auch alle Bienen - daraufhin jedes Frühjahr Wanderarbeiter Blütenpollen einsammeln - die zu Pulver verarbeiten und verkaufen - damit Obstbauern ihre Bäume von Hand bestäuben können Die Zustände in USA nicht viel besser ... schrieb:


      Las grad heute, dass die Zahl der Bienenvölker in D in den letzten Jahren zugenommen habe, weil das Imkern bei Privatpersonen
      immer beliebter geworden sei. Ihr privaten Imker seid also aufm guten Weg - Glückwunsch!

      Allerdings sehe es bei den Wildbienen ganz anders aus, einige Arten seien bereits ausgestorben.
      Da bleibt uns Gärtnernden nur, mit Wildbienenunterkünften und bienenbeliebten Pflanzen in unseren Gärten ein ganz
      klein wenig gegenzusteuern.
    • Gudrun schrieb:

      War schon hin und weg von der "Bienengeburt" anderswo ..
      Gut, dass Du mich dran erinnerst, da hätt ich gar nicht mehr dran gedacht. Ich such sie mal...

      Gudrun schrieb:

      den Film MORE THAN HONEY
      Der Film war wirklich schlimm. Angst-machend.

      Gudrun schrieb:

      Allerdings sehe es bei den Wildbienen ganz anders aus, einige Arten seien bereits ausgestorben.
      Da bleibt uns Gärtnernden nur, mit Wildbienenunterkünften und bienenbeliebten Pflanzen in unseren Gärten ein ganz
      klein wenig gegenzusteuern.
      Ja, die Gärten sind wichtiger denn je. Gibt eh wenig genug Gärten mit Leben drin. Bei uns wuchs die letzten drei, vier Jahre eine riesige Siedlung mit - keine Ahnung, 20, 40 Bauplätzen? - und wenn man da den Sonntagsspaziergang durch macht - gruselig. Kies, Pflaster, Beton, Rollrasen, Formgehölze und Thuja, nochmehr Kies und Schotter und Mähroboter, toter kann ein Ort nicht sein.