Blick ins Bienenvolk

    • Am Montag haben wir geschleudert und wieder gab es was Besonderes zu entdecken :zopfie_ja

      In einem Bienenstock gab es sehr "schlampige" Waben



      Seht Ihr die Hügel und Täler? Die unregelmäßigen Zellen? Das ungleichmäßige Verdeckeln? Vor allem die unförmigen Zellen sind sehr ungewöhnlich.... da ist wohl eine unaufmerksame Königin im Volk. Wenn die Königin nicht so recht will oder akzeptiert wird, arbeiten die Mädels nicht gut. Und so schaut es dann aus. Bei den folgenden Waben sieht man wieder die Regelmäßigkeit, die man normalerweise findet.

      Als ich diese Wabe "entdeckelte", d.h. die oberste Wachsschicht entfernte um den eingelagerten Honig frei zu legen, sah ich "blutenden" Honig :zopfie_haareberge :kichergirl



      Hier waren Pollen in den Honig gemischt, wirklich blutrot


      und wieder ein paar Waben später kommt diese kunterbunte Wabe aus dem Stock:




      Pollen in allen Regenbogenfarben :zopfie_doppeldaumen ! Sehr, sehr schade, dass es auf dem Foto nicht so leuchtend bunt raus kommt, wie es wirklich war. Das Licht in der Garage ist nicht besonders gut :zopfie_traurigja . Aber man sieht es trotzdem


      Was da wohl alles für Blüten drin sind? :zopfie_studier

    • Bärmat schrieb:

      Am Montag haben wir geschleudert und wieder gab es was Besonderes zu entdecken
      Das ist sehr interessant. Ich bin schon lange am Überlegen ob wir uns nicht auch so ein Volk zulegen. Ich werde einmal mit einem Imker hier in der Gegend Kontakt aufnehmen. Vielleicht der erste Schritt das er uns ein Volk in den Garten stellt.
      Ein gestylter Garten kommt mir vor wie eine Besserungsanstalt für die Natur

      Aktuellen Angebote

      Wer Schreibfehler findet darf sie behalten

      Gruss Jörg
    • Phuuu... jetzt weiß ich wieder, dass ich schon lange hier antworten wollte :zopfie_schaem

      APO schrieb:

      Vielleicht der erste Schritt das er uns ein Volk in den Garten stellt.
      Ja, mach das, Jörg! Auch wenn Ihr nicht mit den Bienen anfangt, es ist sehr interessant und spannend, den Bienen zu zu schauen. Und man kommt gut mit ihnen klar, wenn man sie nicht gerade an ein stark benutzten Weg stellt, sind sie ganz harmlos :zopfie_ja

      Schlimmesmaedi schrieb:

      Die Bilder mit dem bunten Honig erinnern mich an den Honig in Frankreich von einiger Zeit
      Ja, da dachten wir auch dran. Aber bei uns in der Nähe ist keine Bonbonfabrik, die ihren Ausschuss in offenen Containern lagert :kichergirl

      Iris67 schrieb:

      Kennt ihr niemanden der mal nach dem Pollen gucken könnte ?
      Nein, leider nicht. Man kann zwar eine Pollenanalyse machen, aber die kostet wieder viel zu viel :zopfie_traurigja

      Und ich hab schon wieder interessanten Pollen, am Sonntag beim Schleudern kam dies raus:





      so langsam denke ich wirklich, unsere Bienen bleiben nur bei uns daheim und machen unsere ganzen Blümchen nackich :kichergirl . Das Blau ist de Hammer. Bei der letzten Bienenschau hatte Mann eine Wabe mit lauter blutroten Pollen. Die hab ich aber leider nicht fotografiert :zopfie_noe

      Das letzte Schleudern war vor gut 4 Wochen und die Bienchen waren extrem fleißig seither. Wir haben drei bis vier Wochen eher geschleudert wie die Jahre zuvor, vielleicht klappt es heuer auch noch ein drittes Mal. Wär schon spannend, was da dann raus kommt.

      Heute hab ich die letzten Abtropf-Reste verräumt und den Honigrest in das Eimerchen mit den Resten vom ersten Schleudern getan:



      Der helle Honig ist vom Frühling, mit viel Raps und Obstblüte und das Dunkle ist von jetzt, wir hatten noch nie so dunklen Honig! Bin gespannt, wie er nach dem Rühren ausschaut. Und wie er schmeckt, wenn er noch gereift ist. Jetzt ist er schön herb, ein "Männerhonig" :kichergirl
    • Bärmat schrieb:

      Der helle Honig ist vom Frühling, mit viel Raps und Obstblüte und das Dunkle ist von jetzt, wir hatten noch nie so dunklen Honig! Bin gespannt, wie er nach dem Rühren ausschaut.
      Verkauft Ihr auch Honig?

      Meine Tochter hatte letztens ein Stückchen einer Honigwappe gekauft. So zum naschen.
      Dumme rennen, Kluge warten,
      Weise gehen in den Garten.

      von Rabindranath Tagore (1861 - 1941)

      :smilie_gartenzwerg
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      Also zu dem bunten Honig habe ich mal einen Bericht gesehen. In welchem Land war das nochmal? :zopfie_studier Da hatte der Imker tatsächlich viele Gläser mit z.B. ganz blauem Honig. Da war es tatsächlich so, dass die Bienen sich an Müll bedient haben. Warum mühsam Blümchen für Blümchen abfliegen, wenn man es auch einfacher haben kann? In dem Fall wirklich der Müll einer Süßwarenfabrik. Und da die ihre Quelle ja weitergeben, wenn sie so etwas einmal gefunden haben...da haben unsere Blümchen schlechte Karten :zopfie_achselzuck
      LG, Janina :zopfie_giesst
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      Ich hätte da mal eine Frage bitte - ist das schwierig selbst Bienen zu halten???? Ich würde so gerne welche haben und habe auch schon gesucht ob es bei uns einen Imkerverein oder so was gibt - wo ich Hilfe bekommen kann .... kannst Du mir da mit Infos weiterhelfen???
      Ein PRO-blem ist für Dich, denn wenn es gegen Dich wäre hieße es ja CONTRA-blem. :zopfie_grinszahn

      Was die Sasse sonst so anstellt ....
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      Nein, schwierig ist es nicht. Man muss:

      • sich dafür interessieren und lernen und lesen, aber das geht dann (fast) von alleine
      • möglichst nicht alleine sein, wenn man in den Bienen rum macht, ist eine zweite Person, die nach leeren Waben, dem ausgegangen Smoker, nem Eimer, ner Beute.... springt, nur von Vorteil
      • Kräftig sein, die wiegen ganz schön viel. Kann man sich gar nicht vorstellen, wie schwer 40.000 Bienen sind. UND dann die vollen Honigräume... es gibt zwar Hilfsmittel, aber ich hab meinen Mann
      • Anfangs doch ne Menge Geld in die Hand nehmen, EINE Beute (ein Bienenkasten) in der Ausführung, wie wir sie haben (eine gängige in unserer Gegend) kostet 120 Euro. Dazu noch die Rähmchen für die Waben, 1,20 pro Stück, mind. 30 braucht man für eine Beute, die Wachsplatten für die Mittelwände um die 20 Euro, den Anzug, Schleier, Smoker, Schleuder, Eimer, Gläser... aber gut, wer radeln als Hobby hat, zahlt auch viel fürs Rad und Ausstattung. Aber das muss man schon wissen, mir war das nicht so bewußt :zopfie_zwinkgrins . In Bayern gabs damals einen Zuschuss für die Erstausstattung, unsere Beuten und die ersten Rähmchen schreinerte der Schwiegervater, deshalb haben wir uns von dem Geld eine Super-Luxus-Schleuder mit Motor gekauft.
      • Ein Bienenvolk im Frühling kostet je nach Winter 120 bis 250 Euro, wenn an sie im August kauft, 50 bis 100 Euro (nur die Königin mit Bienen, ohne Zubehör)
      • und: Zeit. Wir haben jetzt sieben Völker und mein Mann ist schon um die zwei Stunden beschäftigt, bis er die normale, wöchentliche Durchsicht gemacht hat. Ok, es geht auch zweiwöchentlich, aber in der Hoch-Zeit (Mai bis jetzt ungefähr) sollte man schon so oft rein sehen. Das Schleudern dauert dann auch den ganzen Tag, vorher und nachher spülen und putzen, die Waben entdeckeln... es dauert. Und dann das Abfüllen, evtl. vorher rühren, Unmengen an Gläsern spülen und jedes einzelne per Hand austrocken, auch die Deckel... es dauert. Im Winter dann die Waben einschmelzen, Rähmchen putzen, drahten, Wachsplatten einlöten, das eingeschmolzene Wachs klären.... was zu tun gibts immer
      • mit den Verlusten klar kommen. Und die hat man, da kann man machen, was man will. Mann war schon oft kurz davor, alles wieder aufzugeben.
      • den Honig verbrauchen, verkaufen. Wir haben heuer beim ersten Mal drei Völker und beim zweiten Mal fünf Völker geschleudert und jetzt stehen um die 200 kg Honig rum - das sind 400 Gläser! Ohne Kundschaft bekommst Du den nicht verbraucht. Wir haben vor sechs Jahren eine Palette Gläser gekauft, 750 Stück, letzte Woche hab ich die nächste Palette bestellt, alle Gläser weg, obwohl wir während unseres Hausbaus um die drei Jahre lang die Bienen ganz klein gehalten haben UND die Gläser mit Pfand verkaufen.
      Das hört sich jetzt vielleicht sehr jammerig an, aber wir sind sehr blauäugig an die Bienen heran gegangen. Wir sind auch keine Urlaubsfahrer, denn zwischen April und Juli ist das fast nicht drin, man muss die Bienchen schon im Auge haben.

      Aber sie sind eine Bereicherung für uns, unser Leben und unseren Garten. Mir würden sie sehr fehlen, wären sie nicht mehr da!

      Man kann schon einen Imker fragen, ob er ein Volk in den Garten stellt. Wir würden das wohl nicht machen, denn auch die Bienen in fremden Gärten muss man durch sehen und das ist wieder sehr zeitaufwändig, vor allem muss man sich dann ja auch nach dem Gartenbesitzer richten. Wir hatten mal ein paar Völker auf unserer Obstwiese rund drei km weg stehen, die waren da nur ein Jahr. War viel zu viel Fahrerei.

      Wenn man Interesse am Imkern hat, ist es das Beste, wenn man einen Imker fragt, ob man nicht mal ein Jahr "mitlaufen" darf, d.h. immer dabei sein, wenn er was an den Bienen macht. Das hat mein Mann auch gemacht, nur hatten wir da schon die ersten Bienen im Garten stehen. Aber da sieht man dann schön, was alles zu tun ist, was wichtig ist und ob es einem liegt. Ich bringe es z.B. bis heute nicht fertig, in ein offenes Volk ohne Angst und Panikgefühl rein zu schauen, obwohl ich die Bienen wirklich sehr gern im Garten hab. Das KANN man vorher nicht wissen. Ich sprech da aus Erfahrung :zopfie_zwinkgrins

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