Laufenten

    • Bärmat schrieb:

      Was machen denn die Enten den Winter über? Also in einem richtigen Winter mit ordentlich Minus-Graden? Und: kackern sie viel ins Wasser? Oder eher auf dem Land?
      Sie sitzen dann gern in der Sonne, so vorhanden, bzw. ein bisschen geschützt und ich lege an diesen Platz ein Stück Styrodur mit Stroh drauf, da können sie sich drauf niederlassen, wenn sie wollen. Die Kälte macht ihnen nicht viel aus, sie haben da so eine Art Zirkulationsbremse in den Beinen, die verhindert, dass die erfrieren.

      Und die Kackerei im Wasser kann ich nicht beurteilen, weil der Popo ja unter wasser ist beim schwimmen. Ich vermute allerdings schon, dass sie da auch was loswerden.
      Ich würde sagen, es hängt von der Größe des teichs ab und von seinem Volumen, ob er noch zum Baden geeignet ist mit entenbesuch und ob die Überdüngung zu heftig wird. Ersteres müßt ihr selbst entscheiden. Ein kleiner Zaun drumherum mit 50 cmwürde aber reichen zur Entenabwehr.
      Ich hab selbst keine Pflanzen in ihrem schwimmbecken, aber wenn ich es leermache, finde ich immer eine ordentliche Matschschicht auf dem Boden. Sie tragen viel erde ein durchs Buddeln und anschliessendes Schnabelwaschen im Teich. Das gilt auch für ihr Trinkwassergefäß, das beim Futter steht.

      Die einzäunung aussenherum sollte schon höher sein als 1 m. Wenn sie erschreckt werden, können sie schon über 1m hohe Zäune drüberfliegen, obwohl sie normalerweise zu Fuß gehen. aber wenns nur das Tor ist, das könnte man ja erhöhen.

      Mit dem ersticken durch Schnecken hab ich folgendes erlebt: bei meinen war das kein Problem, aber auf einem Bauernhof im garten ist eine junge Ente an zuviel schnecken erstickt, und man hat mir gesagt, sie müßten Wasser in der Nähe haben, um das Runterrutschen der schnecken bei diesem vielen schleim möglich zu machen. Das war dort eben nicht der Fall, aber im Privatgarten müßte das als Prophylaxe doch möglich sein.
      Hausschnecken fressen sie übrigens auch gerne. Die knallen sie immer ordentlich auf den Boden.

      Der automatische Türschließer öffnet und schließt sowohl mit Zeitschaltuhr als auch mit Dämmerungssensor, das ist wählbar. Ich habe morgens die Öffnung nach Zeit und nicht den Sensor, weil sie sonst schon um 4 Uhr im garten stehen und quaken. Das wäre nicht so nett für unseren und den nachbarlichen schlaf. Aber abends mit Sensor, weil sie ja mit der Dämmerung und nicht nach der Uhr ins bett gehen.

      Ich hab übrigens einen solchen Türöffner übrig, den ich in meinem schulgarten gebraucht hatte, weil ich dort auch mal Enten hatte.

      Thema andere Haustiere und Enten:
      Dass die enten tendenziell andere Tiere wie katzen auch mal jagen, hab ich weiter oben schon beschrieben. Meine jetzigen machen das allerdings bislang nicht. Da war das Problem eher andersrum: die neue Pommernente hatte gewaltig Schiß vor meinen Hunden, obwohl die den Enten nichts tun, sie höchstens mal im Übermut durch den garten scheuchen. Wenn sie einen der Hunde gesichtet hat, ging das Gequake los! Jetzt, nach 3 wochen ist das Ding erledigt, sie bleibt total cool und guckt nur neugierig rüber. Und wenn ich die futterschüsseln der Hunde auf den Rasen stelle, beeilen die beiden Enten sich immer sehr, vor den Hunden dort zu sein, was ihnen allerdings nicht gelingt....

      Also eine friedliche Duldung aller tiere miteinander müßte auch bei euch möglich sein, mehr muss man ja nicht erwarten. Braucht nur ein bisschen geduld und Hinschauen, was wer gerade braucht.
    • Danke für Deine ausführliche Antwort!
      Unser Teich hat über 100 m², eigentlich bräuchte ich mir da wegen drei, vier Enten keine Sorgen machen, manchmal ist man schon ein bisschen blöd :zopfie_zwinkgrins Zur Not kommt halt wirklich wieder ein Zäunchen drumrum, hatten wir schonmal, als die Kinder noch kleiner waren. Hielt sie zwar nicht wirklich ab, war aber eine gute Bremse. Den kleinen Klärteich könnten dann die Enten haben :zopfie_ja

      Die Tore zu erhöhen dürfte auch kein Problem sein. Wie schmal können sich die Enten machen? Tendieren sie zu Ausflügen? Wir haben schon drauf geachtet, dass wir den neuen Zaun welpensicher machen, irgendwann kommt bestimmt wieder ein junger Hund. Aber so ein Entchen ist dann doch ein bisschen schmäler wie ein kleiner Collie :zopfie_ja

      Was fütterst Du ihnen? Vielleicht hast Du es auch schon geschrieben und ich hab es nur überlesen.

      Wie groß ist Dein Stall? Wie groß sollte der sein? Irgendwann bekomme ich ein Hühner-/Hasenhaus, aber ich habe das Gefühl, dass die Enten schneller einziehen müssten :kichergirl

      Schön, dass sich Deine Hunde mit den Enten vertragen :zopfie_daumen ich denke, wenn man sich Zeit nimmt, wird das schon klappen.

      Dass Du einen Türöffner übrig hast, ist schon notiert :zopfie_ja , jetzt muss ich nur noch Männe überzeugen :zopfie_verlegen
    • die Enten haben jetzt nicht so die Dringlichkeit, die ganze Welt zu erforschen. du scheinst ja einen recht großen garten zu haben, der reicht ihnen garantiert. Und man kann sie scheinbar auch dran gewöhnen, bestimmte Bereiche auszulassen. Auf unsere Terrasse könnten sie inzwischen ohne Probleme hochsteigen, tun es aber nicht, weil ich sie ein paarmal runtergescheucht habe. Seitdem ist sie scheinbar nicht mehr interessant.

      Als Stall haben wir eine ehemalige Hundehütte umgebaut, wetterfest gemacht, auf Beine gestellt, isoliert und eine Belüftung über dem eingang eingebaut. Sie ist ca. 1m x 0,80 groß., von hinten mit einer wandbreiten Klappe zu öffnen, damit man die Eier holen und die Einstreu wechseln kann.

      Gefüttert werden sie mit Weizen, Gänsepellets aus dem raiffeisen und Essensresten und dem geschossenen Salat.
    • Ich habe zwar selber keine Laufenten, habe aber jemanden im Bekanntenkreis, der welche hat.
      Die habe ich schon öfter life im Garten erlebt - sind schon lustig - aber die machen auch ganz schön Dreck und er hat einen großen Garten.
      Seine Gemüsebeete und die Dahlien musste er einzäunen, da sie die anknabbern.
      Er hat nicht nur mit Füchsen zu kämpfen, die scharf auf die Enten sind, sondern auch Habichte haben schon welche geholt - er hat dann ein Schutznetz über den Teich und den Auslauf (wenn sie denn nachts eingesperrt sind) gemacht - so können sie sich aus dem Garten wenigstens dahin flüchten, wenn mal ein Angriff von oben erfolgt. Trotzdem gab es Jahre, wo alle Enten von Fuchs und Co. geholt worden sind.
      LG Rena :tiersmilie02
    • Zum Fuchs und dem habicht:

      wir haben hier im Dorf auch füchse, die nachts unterwegs sind. einer wurde morgens um 7.30 in der Dorfmitte vom Briefträger gesichtet.
      Und wenn meine schätzchen abends keine Lust haben, ins Häuschen zu gehen (s. Vollmond oder was anderes), dann kann es schon mal passieren, dass eine vom Fuchs geholt wird. So bin ich auch vor kurzem an meine Pommernente gekommen. Da hatte ich halt auch mal keine Lust, nachzukontrollieren, und schon wars passiert.

      Mit dem habicht hab ich keine Probleme, auch die Küken, die wir mal hatten, hat keiner geholt.

      Das hängt aber sehr von der wohnsituation ab - mitten im Dorf ist was anderes als ganz außerhalb in Alleinlage. Dort muss man eher mit Netzabdeckungen arbeiten

      Als Einstreu hab ich Stroh , Strohpellets, Dinkelspreu o.ä., je nachdem was gerade verfügbar ist. es muss nur gut aufsaugen, weil die ihren schlafplatz nachts ordentlich vollkacken.
    • Ich selbst habe keine Laufis, aber eine Freundin. Und rund um Stall und Badestelle ist es schon recht dreckig - im Garten verteilt es sich dann eher, aber barfuss würde ich dann nicht laufen mögen. Ihren kleinen Teich hat sie eingezäunt.
      Sie hat schon Erpel an Greifvögel verloren und es sollten Deckungsmöglichkeiten vorhanden sein. So ein Erpel verteidigt seine Herzensdame auch, das sollte man im Kopf behalten wegen anderer Tiere (hund/Katze). Sie lässt z-B. ihren Dackel nicht mit den Laufis in den Garten, weil sie meint der Erpel würde auf ihn losgehen wenn er zu nahe kommt und dann würde der Dackel sich wohl den Erpel greifen.

      Ich find die schon witzig, aber mich hält die Tatsache, das sie eben auch Stauden kaputt machen (abfressen/platttreten) und der Dreck und Arbeitsaufwand davon ab. Wenn man da kein Problem mit hat, kann man eine Menge Spaß an ihnen haben.
      Engel sind auch nur Gefieder (aus Bella Block)
    • @queerbeet wie groß ist denn der Garten Deiner Freundin? Barfuß laufen ist bei uns im Garten eh nicht mehr, wir haben Bienen und die krabbeln oft auf dem Boden rum

      Ich überleg grad, welche Deckungsmöglichkeiten ich im Garten habe :zopfie_studier , eine große Kornelle und vier große Apfelbäume, die mit Stauden unterpflanzt sind... ob das wohl reicht? Ach, grad fällt mir ein, die Bienen bekommen ja ein "Rosendach" über ihre Terrasse zur Beschattung, das reicht dann sicher :zopfie_ja , dann haben sie überall was.

      Mann hab ich gestern schon zu Laufis überredet :zopfie_dancegirl

      Kann man auch Mädels alleine halten? Was ist da der Nachteil? Außer, dass es dann keinen Nachwuchs gibt :zopfie_peinlich Auf einen Kampf Hund-Erpel bin ich jetzt nicht so scharf :zopfie_nein
    • Hallo
      bei uns laufen herum 14 Hühner, 2 Hähne
      5 Laufenten + 1 Erpel
      5 Gänse
      gelegentlich eine Katze
      mindestens 30 Spatzen, einige Krähen (die haben sogar die Jungtiere mitgebracht und denen gezeigt wie gut Hühnerfutter schmeckt)
      Eichhörnchen, verschiedene Spechte Meisen und weitere.
      außerdem fliegen: 8 Bienenvölker.
      Zur Verfügung stehendes Grundstück ca. 3000qm abzüglich eingezäuntem Garten (Bild vom letzten Frühjahr).
      Teich in der Bauphase Bild 2.
      in einem Festen gemauerten Stall (Alte Autogarage) leben zusammen Hühner und Enten. Die Gänse haben eine eigene Hütte.
      Wenn mal ein Raubvogel über das Grundstück fliegt, schlägt der Ganter Alarm und in Windeseile sind alle unter irgendwelchen Büschen verschwunden. Und doch ist eine kranke Ente im letzen Jahr vom Habicht geholt worden.
      Wir haben jetzt Sandboden, da schaffen die Enten es nicht, diesen bei Regen matschig zu bekommen, Bis vor 2 Jahren haben wir auf Marschboden gewohnt, da war bei Regen der ganze Garten mit "Golflöchern" übersät und jede Pfütze wurde zum Matschloch umgewandelt. Allerdings war damals das Grundstück kleiner 900qm und wir hatten nur 3 Enten und 5 Hühner.
      Wenn bei den Hinterlassenschaften der Enten nicht gerade die Terrasse oder ein gepflasterter Weg getroffen wird, ist beim nächsten Regen alles wieder weg, das ist bei den Gänsen anders, aber das ist ja eigentlich nur verdautes Gras. "Hühnerkacke" ist da schon intensiver und hartnäckiger.
      Übrigens, Laufenten haben wir jetzt seit fast 10 Jahren und neulich ist die Älteste mit etwas über 9 Jahren verstorben.
      Interessant und lehrreich ist auch die Laufentenseite im Internet, da habe ich mich damals auch schlau gemacht.
      Wer nur eine Erpelgruppe nimmt hat zwar keine Eier aber auch kein Problem mit den Nachbarn wegen der Lautstärke. Weibliche Tiere ohne Erpel können ganz schön laut sein.
      Gruß
      Myflower
      Bilder
      • Garten.jpg

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      • Teich1.jpg

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      Das Gartenbeet ist der Beweis,
      daß sich die Erde nicht dreht.
      Es muß noch immer umgegraben werden. :gartenarbeit
    • Schön! Da haben eure Flügelviecher ja ein schönes großes Paradies, wo sie sich austoben können.

      habt ihr eine Reinigungsanlage im Teich? Sieht nach so etwas aus, was da im Teich liegt.

      Oder wie haltet ihr das Wasser sauber?

      Ich hab nur eine flache, umgedrehte schwimmbadabdeckung, die etwa 2,50 auf 2,50 groß ist und max. 20 cm tief. da hab ich das Dreckwasser relativ schnell rausgeschöpft.
    • Wie es bei uns so geht, sind wir jetzt ziemlich plötzlich und unerwartet Laufenten-Eltern geworden :kichergirl Ich hatte am Samstag bei Ebay-Kleinanz. eine wiederholte Anzeige für kleine Laufenten gesehen und die Dame angeschrieben. Ein bisschen hin und her und am Sonntag wollten wir dann drei Entchen abholen. Zum Teil winzigkleine Tierchen :zopfie_haareberge , es waren zwei Größere, ungefähr 4 bis 5 Wochen alt und zwei Kleinere, 2-3 Wochen alt und ein Winzling... die müssen alle weg, meinte die Dame. Sie waren auch alleine im Stall, kein Alttier dabei, die waren alle draußen - unerreichtbar - in einem Gehege im Garten. Also nahmen wir statt drei Enten alle fünf mit.

      Wieder zuhause angekommen, baute GG schnell ein Gehege zusammen, wir wußten ja nicht, dass die Tierchen noch so klein sind!

      Suchbild:



      Wo sind sie wohl, die Kleinen?

      Im Häuschen fühlen sie sich wohl



      Zum Fressen bekommen sie "Entenstarter", da gab uns die Dame einen Sack voll mit. Und zum Trinken und Planschen haben sie auch. Aber sie sind so furchtbar scheu und schreckhaft!
      Klar, wäre ich auch, weg von daheim, ein fremdes Zuhause.... dazu noch Hunde (ok, da, wo sie herkamen, waren ungefähr 15 Hunde) und ständiger Lärm vom Straßenbau und auch von GG, der den Enten-Hasen-Stall baut:



      Wie bekomme ich die Entchen ein bisschen zutraulicher?

      Ich stelle mich oft ans Gehege und schaue einfach zu und "klickere" mit der Zunge, das Geräusch kennen sie jetzt schon und sie werden dann merklich ruhiger.
      Zusätzlich zu dem Entenstarter habe ich Haferflocken eingeweicht und mit kleingeschnittenem Löwenzahn vermengt und ein bisschen Öl drüber gegossen... die Haferflocken mögen sie, den Löwenzahn eher nicht :zopfie_ja

      Wann kann man sie frei lassen? Wenn sie nicht mehr so schreckhaft sind?
      Sie tun mir richtig leid, die Kleinen. Kaum trauen sie sich mal raus aus der Deckung, kommt entweder so ein Mensch in den Garten oder ein Hund schaut durchs Gitter. Oder der Bagger rumpelt über die Straße. Oder die Stichsäge jault... nicht einfach, so ein Entenleben!
    • Wie süß! :zopfie_herzaugen
      Kann man sie von der Hand füttern? Zumind. haben wir dies, bei unseren Wellensittiche und Rosenköpfchen gemacht. Warum sollte es bei Kleinen nicht auch gehen?
      Liebe Grüße Kerstin

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      Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.
      ~ Karl Foerster ~
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