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29.07.2026, 08:13
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.07.2026, 08:45 von ajotwe.)
Wobei "Kreuzung" eigentlich jede Genneukombination durch generative Vermehrung zwischen zwei Elternindividuen ist, unabhängig vom Grad der Homogenität. Bei starker Heterogenität, wie zwischen zwei Sorten, würde man von Hybridisierung sprechen.
F1 ( Filialgeneraton="Kinder") ist einfach immer die Nachfolgegeneration der Parentalgeneration (P), wobei diese Festlegungssache ist. (In einer Generationsfolge wäre jede P-Generation auch eine F1& Generation; es kommt halt immer auf den Bezugspunkt an.)
Theoretisch gilt das auch für samenfeste (was auch relativ ist) Pflanzen. In der Genetik und bei Saatgut macht eine solche Bezeichnung aber schlicht am meisten Sinn, wenn über die Ausprägung (Phänotyp) von Genen (Genotyp) bei Individuen gesprochen,/geforscht wird
In Deinem Fall ist die Frage, ob eine Hybridisierung bei der Befruchtung schon gleich die rote Frucht hat entstehen lassen. Dann würde man die Pflanze, an der die rote Frucht hängt in der Regel als P bezeichnen und eine Pflanze, die aus dem Saatgut der roten Frucht entstanden ist, als F1, usw..
Die Hybridisierung (und damit die "traditionelle" Bezeichnung der P-Generation) könnte allerdings auch schon in der Generation davor (oder noch früher) erfolgt sein. Die rote Farbe könnte rezessiv sein und nur bei passender Kombination der Gene zum Vorschein treten. (Es hat "gemendelt".) Dann wäre die Pflanze mit der roten Frucht selber schon F2- (oder höher) Generation in Bezug auf die Generation, in der die Hybridisierung stattgefunden hat.
Und wie Iris schon sagte, Mutationen gibt es ja auch noch.
Ob man nun die mutierte Pflanze als neue Elterngeneration bezeichnen will (um z.B. zh untersuchen, wie sich diese weiterhin verhält) oder als F1-Generation, z.B. bei der Fragestellung, ob bestimmte Mutationen gehäuft bei bestimmten Genkonstellationen vorkommen, ist schlicht Festlegungssache.
Samenfest bedeutet eigentlich, dass die Gene in ihrer Gesamtheit so homogen sind, dass über Generationen von "Kindern" (F) in den allermeisten Fällen die gleichen Eigenschaften ausgebildet werden.
Für Deine Chili würde ich eigentlich gar nicht von Fx oder so sprechen, sondern eher davon, dass es eine "Lemon Drop" ist mit der Wahrscheinlichkeit eines erhöhten Inputs aus anderen Genpools oder aus Mutationen.
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Erstmal danke für's mitdenken.
Es ist wohl keine Kreuzung sondern eine Mutation. Jetzt habe einfach mal die KI gefragt und das war die Antwort.
In der Genetik und Züchtungsforschung werden die Generationen nach einer Mutation mit dem Buchstaben M (für Mutation oder Mutante) gefolgt von einer fortlaufenden Zahl bezeichnet. Analog zur klassischen Kreuzung (F₁, F₂, F₃) sieht die Benennung bei Mutationen wie folgt aus:
-M₀: Die Ausgangsgeneration (z. B. Samen oder Zellen), die einem Mutagen (wie Strahlung oder Chemikalien) ausgesetzt wird.
-M₁: Die erste Tochtergeneration nach der Mutation. Diese Pflanzen oder Tiere tragen die Mutation oft nur mischerbig (heterozygot) oder als genetisches Mosaik in sich.
-M₂: Die zweite Generation (entstanden durch Selbstbefruchtung oder Geschwisterkreuzung der M₁). Erst hier spalten sich rezessive Mutationen nach den Mendelschen Regeln auf und werden im Phänotyp (äußerlich) sichtbar.
-M₃, M₄ usw.: Die nachfolgenden Generationen zur Stabilisierung der neuen Eigenschaft.
-Ab der M₄- oder M₅-Generation spricht man von einer homozygoten Mutantenlinie (Elite-Linie).
-Ab der M6-M8 zähltdie Generation offiziell als samenfest.
Meine Chili ist jetzt demnach eine M³.